Skiferien schon gebucht?

Langsam aber sicher wird es Zeit, an den Winter zu denken. An Skiferien zum Beispiel. Deshalb, und weil wir euch “S’Allerbescht Mundart Album wo’s git” (EMI; das sind die, wo laut Mark van Huisseling die meisten Mitarbeitenden “gekleidet sind wie halbwüchsige Kinder”) nicht unbedingt ans Herz legen wollen, verweisen wir einfach auf den Wettbewerb zur Veröffentlichung ebendieses Albums. Also: Auf die Website gehen, rechts auf Wettbewerb klicken und ein Ski-Weekend all inclusive in Grindelwald gewinnen.


In vollen Zügen zu geniessen

Im Duell um den Hotspot Nr. 1 in UK zwischen London und Leeds gibt’s wieder einen Punkt für Leeds. Verantwortlich dafür sind I Like Trains. Das Quintett bietet düsteren Gänsehaut-Rock im Stile von Interpol oder Editors, versetzt mit Klangirritationen Marke Sigur Ros und einem Gesang, der entfernt an einen der Grössten erinnert: Morrissey. Am 7. Oktober spielen I Like Trains in der neu eröffneten Hafenkneipe in Zürich.


Leinen los!

Heute macht die Hafenkneipe die Leinen los. Die Abart- und Turbinenbräu-Mafia hat sich eine Lokalität im Hafen – pardon – Herzen von Zürich gekrallt, die vor Jahren schon mal so hiess. Gitarren sind Programm und vielleicht gibt es also auch bald in Zürich eine so dufte Indie-Disco, wie sie Herr pop b. sessen in Basel schmeisst. Der Andrang ist gross, das Eröffnungskonzert von Kill The Young ist ausverkauft.


Wie riecht Missy Elliott?

Wie Missy Elliott‘s erster Auftritt in der Schweiz war, wissen wir nicht. Auch das heutige Zusatzkonzert werden wir verpassen. Doch dafür wissen wir, wie die Königin des HipHop riecht. Nach Duftkerzen der Marke Bond No 9. Die Kerzen des Parfumlabels aus NYC haben ihren Preis, über 70 Dollar kostet das Stück (naja, immerhin 60 Stunden Brennzeit…). Für einen wohlriechenden Backstagebereich konnten die Konzertveranstalter vom X-TRA allerdings nur fronsösische Cersen von Diptyque (40‚¬) auftreiben, an denen angeblich Madonna gerne schnuppert.


Schön, weil gut

Frida Hyvönens Album “Until Death Comes” (Licking Fingers/EMI) erschien eigentlich schon Ende letzten Jahres. Nun gabs dieses Jahr einen Re-Release (Secretly Canadian/Irascible). Das ist schön, weil gut. Aber seht selbst! Frida in “The Modern”.

http://www.youtube.com/watch?v=6WOdirYQSjw


Hier kommen die Giganten

Selten ist mir eine deutsche Band so ans Herz gewachsen wie die Fotos (tiefenpsychologische Analysen sind erlaubt). Wie bereits angekündigt erscheint am Freitag ihr Debutalbum. Eine Frage beantworten die Jungs aus dem grossen Kanton schnell: Ja, da ist mehr als der Übersong Giganten. Das selbstbetitelte Album (EMI) ist frischer Indie-Rock, der beim ersten Hören gefallen mag und nach dem dritten noch nicht verleidet. Die Melodien bleiben haften, ohne dass sich die Fotos besonders Mühe gegeben haben, die Songs möglichst gleichförmig zu machen. Etwa das verflixt gut groovende “Komm Zurück” oder die Ballade “Viele” – schön einfach, einfach schön.

In der Presseinfo hat es einen Verschreiber, den man durchaus als freudschen verstehen kann: “Natürlich wollen sie unter keinen Umständen”, steht da, “die deutschen Maximo Party sein”. Keine billige Fetenversion von Maximo Park sind Fotos, sondern eher die deutsche Antwort auf die neue englische Welle.

Am 16. November spielen die Fotos erstmals in der Schweiz, im Boa in Luzern, tags darauf auch im Mascotte in Zürich.

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Elektrobbie kehrt zu Take That zurück

Da dachte ich schon, der Lautsprecher meines neuen Laptops sei kaputt – aber nein: Robbie Williams meint es wirklich ernst mit seinem Elektro-Alter Ego. Neuester Beweis – wem die erste Single seines neuen Albums “Rudebox” noch nicht gereicht hat – ist “Lovelight”, bereits die zweite Single, die vor Albumveröffentlichung (am 20.10. bei EMI) erscheint. Hier gibt es den offiziellen (reichlich kurzen) Trailer zum Song, YouTube hat das ganze Video. Nie hat Robbie solo mehr nach Take That getönt…


Blues ist Langeweile im 4/4-Takt.

Sagen manche. Man kann dagegen halten, dass jeder mal den Blues hat, was dieses Genre zu einer existentiellen Notwendigkeit macht. Meiner Meinung nach wurde der Blues erst durch seine Elektrifizierung in den 60ern zum Gähnen, als Weisse versuchten die schwarze Spielart durch Bluesrock nachzuahmen. Hört man sich Blueslegenden der ersten Generation an wird deutlich, dass dieser Musikstil durch grossartige Musiker geschaffen wurde. Wenige Jahre nachdem folgende Video-Aufnahmen gemacht wurden, nahmen diese drei Männer den Blues mit ins Grab: Skip James, Big Bill Broonzy und Mississippi John Hurt (Bild, l.)


…every weekend four to the flooring

Am Freitag startet die neue Indie-Disko-Reihe “Die Hypemaschine” im Nordstern zu Basel. Die Hits von Übermorgen und Klassiker in Sachen Indie-Rock, Brit-Pop, Indietronica, Retro, Garage, Nu- No- und Naja-Wave serviert von den DJ-Teams D.C. Bell & Millhaus und König Lü. Q. & Pop B. Sessen. Die Hypemaschine wird einmal im Monat angeschmissen, weitere Daten sind der 13.10, 17.11 und 8.12.

Ausserdem wird in Züri ein neuer Club eröffnet, Deutschlands spitzeste Feder ist in der Schweiz zu Gast und in Strassburg steigt ein wahnsinns Festival.

Ansonsten empfehle ich folgende Veranstaltungen:
Donnerstag, 28.9., Botanica/Kate Mosh, Das Schiff, Basel
Donnerstag, 28.9., Kill The Young, Hafenkneipe, Züri
Donnerstag, 28.9. Wiglaf Droste (Lesung), ISC, Bern
Freitag, 29.9., Die Hypemaschine, Indie-Disko, Nordstern, Basel
Freitag, 29.9., Radio 4/Kate Mosh, Rohstofflager, Zürich
Freitag, 29.9., Wiglaf Droste (Lesung), Helsinki, Zürich
Freitag, 29.9 & Samstag 30.9., Festival Les Nuits Electronique de L’Ososphere mit DAT Politics, Radio 4, The Rapture, Matthew Herbert, Hot Chip, Schneider TM und vielen mehr, La Laiterie, Strasbourg
Samstag, 30.9., The Whitest Boy Alive, Das Schiff, Basel
Samstag, 30.9., Egoexpress/Hachi & Christian Walt, Presswerk, Münchenstein
Samstag, 30.9., The Boy Group/Saalschutz, Zukunft, Zürich
Samstag, 30.9., Seachange, Grabenhalle, St. Gallen
Sonntag, 1.10., Sugarplum Fairy, Kaserne, Basel
Sonntag, 1.10., The Boy Group, Wagenmeister, Basel

Wem das immer noch nicht genügt, kann noch Alternativen auschecken.


Heisser Schuppen

Blue Note, Biel (24.09.06)

In diesem Jazzkeller wird nicht so oft so laut Musik gemacht wie an diesem Abend. Ein Name wie Blue Note schreit ja eher nach Zigarrengeklimper und Pianodunst. Die Bühne war sehr interessant ausgelegt und Schlagzeuger Simon (Bild) hatte quasi seine eigene Zuschauerloge hinter dem Rücken. Das Ambiente erinnerte durch die Wandbeleuchtung ein wenig an einen Hamburger Strip-Schuppen und wenn da plötzlich von hinten ein Geldschein in die Schlagzeugerhose gefummelt worden wäre, hätt mich das nicht mal so gewundert.

Der Gig war heiss wie Sau und alles in allem grosses Tennis, wenn auch nicht auf dem Center Court. Ausser der ersten Reihe hat wohl niemand was gesehen, aber das spielte keine Rolle. Man entwickelte eine art kollektives Saunagefühl und schwitzte sich gegenseitig voll. Die Locals von Carnation haben mit sicherem Griff in die zweitunterste Schublade mitgeholfen die Bar leer zu kriegen und viel über Eier und Vorbands gesprochen an diesem Abend. Wir gingen dann früh, denn Simon gab sein Debut mit Busfahren – und das wollte niemand verpassen.


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