Résumé Amerika no.1
Was gibt’s Neues in Ameeerika? Indie ist Trumpf bei Someone Still Loves You Boris Yeltsin oder auch bei Duplomacy, die aus dem Dunstkreis der Tapes ‘n Tapes kommen. Oh No! Oh My! (Bild) führen den Reigen der Ausrufezeichen-Bands (A und B) weiter – tönen aber folkiger. Birdmonster sind die Blog-Darlings in Amiland, hier noch nicht. Voxtrot dagegen begeistern überall. Hot IQs kommen mit Firecracker. Alle drei wissen wie’s in England tönt. Irving weniger, Earlimart und Grandaddy grüssen.
Von Mathias Menzl | 30. Juli 2006 | 0 Kommentare
Dr. Sommer in den Wechseljahren
Am 26. August wird BRAVO 50 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es hier die schöne Gelegenheit, sämtliche Titelbilder der ehemaligen “Zeitschrift für Film und Fernsehen” von 1956 bis 2006 anzusehen. Ein aufschlussreicher Tour d’Horizon durch ein halbes Jahrhundert Populärkultur, von Marilyn Monroe zu Tokio Hotel (Bild), von Marlene Dietrich zu Xtina – und gefundenes Fressen für die “Früher-war-alles-besser” Front.
Von David Bauer | 30. Juli 2006 | 0 Kommentare
Die Rückkehr der Gärtnerin
Kim Wilde. Ein interessanter Fall. Inzwischen ist sie 45 Jahre alt und die letzten grossen Erfolge liegen eine Weile zurück (sieht man mal vom Duett mit Nena vor drei Jahren ab). Da waren mal Hits wie “Kids In America” oder “You Keep Me Hangin’ On” und Toursupports für Michael Jackson und David Bowie. In letzter Zeit hatte sie sich als Gärtnerin für das britische Fernsehen verdingt. Und! Jetzt! Ist! Sie! Zurück! Mit “You Came”. Eben: ein interessanter Fall.
Von David Bauer | 30. Juli 2006 | 1 Kommentar
Happy Vorfreude
MySpace bietet den Vorteil, dass die Vorfreude auf kommende CDs mit Hörbarem versüsst wird. So zum Beispiel bei The Thermals mit zwei Songs vom kommenden Album “The Body, The Blood, The Machine”. Das im September erscheinende The Killers-Album wird mit der Single “When You Were Young” angekündigt. Der Bruder von Christian Kjellvander, Gustaf, kommt mit The Fine Arts Showcase und dem Album “Radiola” Ende August. Und auch von Saddle Creek gibt es mit Cursives (Bild) “Happy Hollow” Nachschub.
Von Mathias Menzl | 29. Juli 2006 | 0 Kommentare
Résumé England no.1
In England weht ein neuer Wind. This et al oder ¡Forward, Russia! (Bild) zeigen, dass Made in the UK auch anders tönen kann. Zwar tanzen auch hier Gitarren- und Bassakorde spastisch und hektisch hin und her. Aber zur Abwechslung klingen englische Bands amerikanisch und nicht andersrum (mehr davon hier). Eine weitere Tendenz in England zeigen Hot Club de Paris. Sie vermischen Erfolgrsezept 1 (Arctic Monkeys Indie Rock) mit Erfolgsrezept 2 (Lily Allen-Schalalilala). Das tönt nett, aber nicht mehr.
Von Mathias Menzl | 29. Juli 2006 | 0 Kommentare
Auf Zidane folgt Miami Vice
Colin Farrell und Jamie Foxx machen Jagd auf zwielichtige Gestalten in Miamis düsteren Ecken und sehen dabei supercool aus: Miami Vice ist zurück. Das würde uns hier nicht sonderlich interessieren, wenn da nicht der Soundtrack wäre. Denn hier begegnen uns fünf sympathische Schotten, die unlängst 90 Minuten Zinedine Zidane vertont haben: Mogwai.
Auf dem Miami Vice Soundtrack sind sie mit zwei Songs ihres jüngsten Albums vertreten, “We’re No Here” und “Auto Rock”. Dieser kleine Durchbruch in Hollywood freut nicht nur uns, sondern auch die Band. Auch wenn sie damit zusammen mit Moby auf einer Cd erscheinen müssen. Mogwai nehmen’s gelassen, in einer Erklärung schreiben sie: “Moby alleine kann diesen Soundtrack genausowenig in einen Haufen Scheisse verwandeln, wie Colin Farrell den ganzen Film schlecht machen kann.” Direkt waren sie schon immer, die Mogwaianer, und eigentlich sollten sie froh sein, dass nicht noch Blur auf dem Soundtrack vertreten sind (darum).
Ausserdem: Wenn sie sich die Soundtracks der Serie angehört hätten, dann wüssten sie, dass dort schon musikalische Welten aufeinander prallten: The Who, Depeche Mode und Yello haben genauso Musik zu Miami Vice beigesteuert wie Bryan Adams und Phil Collins.
Von David Bauer | 29. Juli 2006 | 0 Kommentare
Scheiss Hippies?
Es ist die Woche der Finnen. 22 Pistepirkko nennen sich für einmal The Others und covern The Kinks, Link Wray, The Everly Brothers und Buddy Holly – lauter alte Mucke also. Kytäjä machen auch etwas das alt tönt, aber ganz anders, nach Früh-70er Psychedelia. Instrumentale Landfluchten in Feld, Wiesen und Kraut von zwei Sandkastenfreunden aus einem Kaff namens Kytäjä. Ebenfalls rustikal schnitzen Espers ihre Songs, wenn auch nicht aus finnischem, sondern aus amerikanischem Holz. Auf ihrem zweiten Album changieren sie noch beeindruckender zwischen Idyllischem und Kratzigem, Mittelalter und Post-Folk. Hat da jemand “scheiss Hippies” gerufen? Dann halt rocken mit Stone Sour und Duels oder klickern mit den Kammerflimmer-Remixes. Doch irgendwie sind das ja auch Hippies, obwohl sie sich mit Computern auskennen.
The Others (a.k.a. 22 Pistepirkko) – “Monochrome Set” (recrec)
Kytäjä – “s/t” (recrec)
Kammerflimmer Kollektief – “Remixed” (Staubgold/recrec)
Espers – “Espers II” (Wichita/TBA)
Duels – “The Bright Light & What I Should Have Learned” (V2/TBA)
Stone Sour – “Come What(ever) May” (Musikvertrieb)
The Veronicas – “The Secret Live Of The Veronicas” (Warner)
Cat Stevens – “Boxset” (4CDs, Reissue / Universal)
Every Move a Picture – “Hear = Weapon” (V2/TBA)
Von Ralph Hofbauer | 29. Juli 2006 | 0 Kommentare
Das Auge hört mit
Was hat eine Band wie Pink Floyd eigentlich der heutigen Jugend zu bieten? Diese Frage stellt sich anlässlich der vor kurzem erschienen Doppel-DVD “Pulse” (EMI). Darauf festgehalten ist eines von zwölf Earls-Court-Konzerten in London aus dem Jahre 1994. Wen interessiert das eigentlich, abgesehen von eingefleischten Floyd-Heads? Da sind lauter Gilmoure-Songs drauf, viele aus den Achtzigern und Neunzigern, die ihren Zeitgeist-Charme längst abgelegt haben. Das Konzert erschien ausserdem schon vor zehn Jahren als VHS. Wer keine Karten mehr kriegte, schaute sich das Video an. Und jetzt ist 2006: Die Kids wollen lieber New Wave als New Age.
Und doch: Pink Floyd lebt. Nach ihrem Reunion-Gig anlässlich des Live-8 in London schnellten die Verkäufe sämtlicher Floyd-Alben in die Höhe. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage ist vielleicht ganz einfach: Es gab vor ihnen keine Band wie sie und es scheint, als würde auch nach ihnen niemand mehr kommen. “Dark Side Of The Moon” aus dem Jahre 1973 verblieb über elf Jahre ununterbrochen in den US Top 200 Billboard Charts. Es wurden weltweit über 34 Millionen Kopien verkauft. Wer sich für das musikalische Weltgeschehen interessiert, kommt nicht um Pink Floyd herum.
Auf “Pulse” ist die Live-Interpretation aller “Dark Side”-Songs zu sehen, und zwar in vollendeter Perfektion. Dazu die grössten Hits (“Another Brick In The Wall (Part 2)”, “Wish You Were Here” usw.). Und interessante Features (sofern Features interessant sein können): Hobby-Filme von Roadies, Bootlegaufnahmen von Songs, die nur selten während der zweijährigen Tour gespielt wurden und Billy Corgan von den Smashing Pumpkins wie er für die Aufnahme Pink Floyds in die Rock ‘n’ Roll Hall of Fame eine Laudatio hält und im Anschluss mit den Geehrten “Wish You Where Here” spielt. Aber das Beste ist die Lichtshow, die auch nach zwölf Jahren noch jeden LSD-Trip ersetzt. Das Auge hört mit.
Von Philipp Albrecht | 29. Juli 2006 | 0 Kommentare
Robbie macht’s unmöglich…
Gleich nochmals was zu Robbie Williams: Der hat sich ja unlängst als Totengräber der Pressefreiheit inszeniert (indem er Agenturfotografen von seinen Konzerten verbannte, siehe hier) und dafür heftige Kritik kassiert. Da kommt mir in den Sinn: Auch Robbie hat sich mal dezidiert für die Freiheit ausgesprochen (wenn auch nicht für die Presse, sondern so ganz generell, you know), vor zehn Jahren um genau zu sein, in seiner allerersten Solo-Single: Freedom!
Von David Bauer | 28. Juli 2006 | 0 Kommentare
Robbie macht’s möglich…
Weitgehend unbemerkt hat hierzulande Mitte Juli eine Band namens Orson ihr Debutalbum (“Bright Idea”, Universal) veröffentlicht. Spätestens Ende August, und das ist keine kühne Prognose, wird das Album aber vorne in den Schweizer Charts auftauchen. Am 23. und 24. August spielen Orson als Supportband von Robbie Williams im Stade de Suisse in Bern. Und die Radiosongs im Stile von The Wallflowers, 3 Doors Down und Lifehouse werden gut ankommen. England ist jetzt schon verrückt nach ihnen.
Von David Bauer | 28. Juli 2006 | 3 Kommentare






