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    Marco Fritsche schläft im 78s-Motel seinen Rausch aus

    Ich werde mich heute Samstag, oder eher morgen Sonntag ganz früh, selig in einem Zimmer des 78s-Motel niederlassen, denn Auto fahren ist nicht mehr nach dem Postplatz Openair in Appenzell! Aber schön der Reihe nach…

    Es gibt Openairs, die sind berühmt für ihre im Preis inbegriffenen Regengüsse samt anschliessendem Schlammtreten. Andere dafür, dass nicht lang gefackelt wird – zumindest nicht mit parkierten Autos. Ganz anders ist das (ähnlich wie bei den nationalen Abstimmungsresultaten) beim Mini-Openair in Appenzell Innerrhoden. Es dauert nur von Samstag Mittag bis nachts um circa zwei Uhr in der früh. Wobei natürlich nach der letzten Band noch lang nicht Schluss ist. Denn schliesslich muss der Kanton mit eigener Brauerei Locher und Schnapsbrennerei seinem Namen alle Ehre machen. Das heisst: die anwesende Dorfbevölkerung säuft sich kollektiv ins Nirwana der glückseligen Melancholie. Allen voran der «Speaker» der putzigen Veranstaltung. So kam es denn auch, dass dieser letztes Jahr kurz nach Mitternacht, von der Bühne getragen werden musste. Weder seine beschwingt lallenden Worte zur letzten Band, noch seinen sauglatten Versuch eine Welle anzureissen, wurden wirklich geschätzt und verstanden!

    Das soll sich nicht wiederholen: Der Speaker selbst hat sich im Vorfeld einer einmonatigen Alkohol-Entziehungskur gewidmet. Lohnen würde sich der Erhalt eines auditiv aufnahmefähigen Zustandes allemal. Denn neben den Ostschweizer Indie-Helden «The Shell» die zwecks CD-Produktion gerade in Berlin im Exil sind, spielen auch «The BossHoss» ihren Country-Rock vom Gröberen. In Appenzell, welches musikalisch nicht gerade als avantgardistisch verschrien ist, freut man sich aber vor allem auch auf die UK-Blueser «Ten Years After». Diese 1967 in Nottinghamshire gegründete Combo hat zwar schon einige Mitgliederwechsel hinter sich, aber sein Auto bringt man ja auch in den Service!

    P.S. Wem ein Openair mit zirka 1’500 Besuchern zu gross ist, der soll am 31. Juli ans «Schlössli Openair» in Steinegg bei Appenzell pilgern. Da gibt’s eine mindestens so gute Stimmung wie am Gurten, aber nur etwa 500 gesellige Menschen. Also auch für Massen-Phobiker das reinste Vergnügen!

    Wenn Marco Fritsche nicht säuft, dann moderiert er, und zwar hier.

    Illustration: Sarah von Blumenthal

    78s-Motel: Exklusiv! Pete’s & Kate’s Knatsch am Telefon

    Nachdem wir unseren alten Concierge letzte Woche wegen schlechtem Musikgeschmack fristlos entlassen mussten, staunte der neue nicht schlecht über seinen ersten prominenten Gast: Pete Doherty hat seinen Wohnwagen unter der Westway-Bridge verlassen und klingelte gestern Abend an der Reception des 78s-Motels. Der arme Junge sah ziemlich fertig aus, wie unser Concierge fand. Trotz allem Mitleid liess er es sich nicht nehmen, Dohertys Telefon abzuhören. Für uns definitiv kein Kündigungsgrund.

    Kate: Hello?
    Pete: Kate, it’s me.
    Kate: Leave me alone, you fucking bastard!
    Pete: Kate, listen! There was nothing between Lindy and me! It was the media that –
    Kate: And what about the zillions of other girls you fucked backstage, Mr. Doherty?! I’m tired of your excuses, Pete! Those two years with you have been a mess. You’ve had your chance, we’re through.
    Pete: But Kate, there’s been beautiful moments too. Do you remember when we –
    Kate: Played Pirates of the Carribean high on an infinite number of drugs and you puked sushi all over me?! Yeah, that was wonderful.
    Pete: C’mon Kate, you know the times I mean…
    Kate: When I wanted to introduce you to my parents and you just made those animal sounds all the time?!
    Pete: Please Kate, stop it. Take me back. I’ll change!
    Kate: „I’ll change“ – How many times have I heard this? It’s too late, Pete. I’ve burned all your letters and poems, even the paintings…
    Pete (schluchzt): But didn’t those things show you how much you mean to me? You are the only love I’ve had and those paparazzi-arseholes destroyed it. (wimmert) I’ve never been so low. I want to die.
    Kate (besorgt): Where are you now, Pete?
    Pete: In a motel. I couldn’t stand that trailer anymore. Please Kate, I love you! You’ll buy me this thing to quit the drugs, we’ll marry, have kids and everything’s gonna be allright.
    Kate
    : It isn’t that easy. I can’t solve your problems, Pete. You’re the only one who can. Start writing some songs for a change. Aren’t you tired of all those drugs?
    Pete: Hold on. (schnieft)
    Kate: Are you sniffing coke?
    Pete: No, I’m just snorting because I’m crying.
    Kate: I know you are.
    Pete: But you sniff lines all the time too!
    Kate: But I don’t fucking lie all the time! I’m sick of you, you junkie! I’ll find me a doctor, a lawyer, whatever, someone who’s reliable. Someone who cares. Someone who doesn’t fuck up all the time.
    Pete (von Heulkrämpfen geschüttelt): Go find yourself some square blockhead! You’re gonna miss me, baby.
    Kate: No, I won’t! (Hängt auf)

    Illustration: Sarah Von Blumenthal

    Daze Tourtagebuch: Home, sweet home

    Hallo Leute! Mittlerweile sind wir von unserem US-Trip zurückgekehrt. Schön, wieder hier zu sein.

    Die restlichen Shows waren ähnlich wie die bisherigen, wir spielten meistens vor wenigen Leuten und die Locations waren auch nicht so der Hammer – aber wir durften auch nicht viel mehr erwarten, noch kennen uns ja nur wenige in den Staaten. Trotzdem hatten wir uns von der Promoarbeit von Livid Records mehr erhofft. Wir haben zwar einige CDs und Shirts verkauft, aber wir bekamen noch lange nicht die „well paid shows“, die uns vom US-Label versprochen wurden. Die Erwartungen waren nach stundenlangen Telefonaten mit dem Labelbetreiber eben doch ein wenig anders. Ja, die Amerikaner, die können halt sehr gut reden. Klar, dass wir ein wenig enttäuscht waren.

    Lichtblick war für uns die Headliner-Show in New York, die uns als Highlight versprochen wurde. Da freuten wir uns richtig drauf! Als wir dann um 19.15 Uhr vor der Arlene’s Grocery erfuhren, dass wir um 19.00 Uhr mit der Show beginnen hätten müssen, vor ca., naja, sagen wir 0 (null) Leuten, kam es zum Eklat mit dem Labelboss von Livid Records. Irgendwann reicht es einfach, irgendwann ist das Geld alle und irgendwann wird es Zeit, seine eigene Meinung loszuwerden und klarzustellen, dass das so nicht geht. Doch unsere Meinung interessierte da niemanden und alle Versprechungen wurden abgestritten. So trennten sich unsere Wege also. Wir verlangten unser Gepäck zurück und haben gemeinsam beschlossen nach 7 von 9 Shows die Tour abzubrechen. Dummerweise hatten wir die Master-CD und auch die CD-R’s der neuen Aufnahmen in diesem Gepäck aufbewahrt. Als wir danach suchten, waren alle CD’R’s und auch das Master wie vom Erdboden verschluckt, unauffindbar starker Tobak.

    Andy konnte eine CD-R retten, ich bediente mich am CD-Wechsler des Autos mit einem Master. Ein Glück konnten wir wenigstens noch die Aufnahmen mitnehmen. Chuck (Livid Records) fuhr also ohne uns mit dem Tour Bus nach Miami zurück – Zusammen noch von New York bis Miami zu fahren war unvorstellbar. Von da an nahmen wir die Planung und Organisation selber in die Hand – alles klappte bestens Zurück ins Hotel in New York, erstmals schlafen. Am nächsten Tag checkten wir die günstigste Möglichkeit, wieder nach Miami zu kommen, wo unser Rückflug gebucht war. Wir entschieden uns für die günstigste Möglichkeit, den Bus – den Greyhound. Jesus Christ – Vor uns standen 31 Stunden Busfahrt. Ok denkt man sich Wir haben ja immer noch unsere Schlaftabletten. Leider wirken die 6 Stunden und wenn man alle 3 Stunden aussteigen muss, damit der Bus geputzt werden kann, dann fühlt man sich wie ein Zombie auf Drogen. Doch irgendwann waren diese 31 Stunden auch vorbei, wir haben es überlebt, als einzige Weisse in diesem Bus, auch wenn bei der Ankunft fast noch entführt wurden. Das war krass! Übrig blieben gut 2 Tage Aufenthalt in Miami Beach, wo wir uns ausruhen, entspannen, sonnen und aufgeblasene männliche und weibliche Körper am Strand studieren konnten. Wir fühlten uns wie wandelnde Skelette. Am Freitag dann der finale Rückflug nach Zürich.

    Und was lernen wir daraus? Keine Tour und keine Aufnahmen ohne Verträge! Traue keinem Ami! Lügen haben kurze Beine! Sag’s, wenn dich was nervt! Nimm immer einen CH-Manager mit! Lerne aus Fehlern! Mach weiter! etc… Auf eine gute Zeit in Europa! Wir fühlen uns hier definitiv wohler. Da wir momentan kein Label mehr haben (Weiss der Teufel, wie das weitergeht in den USA) werden wir mit den neuen Aufnahmen auf Labelsuche gehen. Das Zeug rockt! Wir sind optimistisch.

    LOVE, PEACE – EURE DAZE

    78s-Motel: Carlo Pozzi über die Schattenmänner des Pop

    Als ich im 78s-Motel einchecke, läuft im Radio an der Rezeption gerade P!nk’s „U + Ur Hand“. Cooler Song, finde ich. Anschliessend sagt der Moderator die neue Single „When You’re Gone“ von Avril Lavigne an. „It’s My Life“ von Bon Jovi folgt, das nahtlos zu Backstreet Boys‘ „Shape Of My Heart“ übergeht. Dieser wird von Celine Dion’s „That’s The Way It Is“ abgelöst. Und so reiht sich Hit an Hit. Doch diese Hits haben eins gemeinsam: Sie alle wurden von Rockern, die ihre Wurzeln in den 80ern haben, komponiert und produziert.

    Viele Interpreten der grossen Pop-Hits schreiben ihre Songs nicht selber. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob sie’s könnten oder ob sie lieber auf Nummer sicher gehen wollen und auf die Dienste erfahrener Songwriter zurückgreifen. Zwei der erfolgreichsten Hitlieferanten der heutigen Zeit hören auf die relativ unspektakulären Namen Max Martin und Butch Walker.

    Max Martin ist die männliche Hitfabrik der heutigen Zeit. Nachdem er seine Gesangskarriere bei der Glam-Funk Band Its Alive 1994 an den Nagel gehängt hat, wurde Martin White, wie er sich damals nannte, von Denniz Pop entdeckt, der eigentliche kompositorische Vater der Backstreet Boys und N Sync. Eine steile Karriere nahm ihren Lauf. Es folgten neben Backstreet Boys und Nsync unzählige Hits für Rednex, Ace Of Base, Britney Spears, Bryan Adams, Kelly Clarkson usw.

    Ein weiterer erfolgreicher Songwriter und Hitproduzent ist Butch Walker. Er gründete in den frühen 90ern die Glamrock Band Southgang, die zwei Alben veröffentlichten. Später übernahm Butch Walker selber den Job am Mikro und taufte die Band in Marvellous 3 um. Seit ein paar Jahren fliegen ihm die Aufträge nur so zu. Alle klopfen bei ihm für potenzielle Hits an: P!nk, Avril Lavigne, Lindsay Lohan, Simple Plan etc.

    Ich will ja nicht behaupten, dass die Musik früher besser war, aber es ist schon erstaunlich, woher die ganz grossen Hits stammen. So muss jetzt wieder auschecken

    > Carlo Pozzi ist Head of Promotion bei EMI Music

    Illustration: Sarah Von Blumenthal

    Daze Tourtagebuch: Keine Angst, sie leben noch

    Liebe 78s-Leser

    Keine Angst, wir leben noch! Doch wir haben nur noch beschränkt Internet Zugang und können leider keine Fotos mehr uploaden. Bald sind wir aber wieder zurück in der Schweiz und sobald wir angekommen sind, werden wir euch die ganze unzensierte Story über unseren US-Trip erzählen. In der letzten Woche ist hier so einiges abgegangen!

    Eure Dazers

    78s-Motel: Betriebsferien


    Illustration: Sarah Von Blumenthal. Nächste Woche im Motel: Mona Vetsch

    Daze Tourtagebuch: Day off und leckere Pasta in Atlanta

    Sonntag. Wieder ein Day off. Schon frühmorgens ist es verdammt heiss, die Sonne brennt ab sechs Uhr morgens auf Atlanta nieder. Die Nacht war sehr kurz und ungemütlich. Was für eine Unordnung hier! Die Schaben hier sind grösser als die europäischen… In den Bäumen zischen Schlangen, zwitschern Vögel, die Klimaanlage summt vor sich hin. Am späteren Nachmittag wurde die Temperatur erträglich. Der Magen begann nach Essen zu knurren, also begaben wir uns Nahrungssuche mit Heather und ihrem Mitbewohner Adam. Ein sehr netter Typ, welcher uns überraschend europäisch vorgekommen ist, was angenehm war. Interessiert an unseren Meinungen, an anderen Kulturen, anderen Einstellungen…

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    Bei der Houseparty gestern hatten wir den Eindruck, dass es an Parties hier vor allem darum geht, wer am meisten trinken kann – oder wer die dümmsten Sprüche auf Lager hat. Ab einen gewissen Alkoholpegel verlieren die Leute ihre Scham, was sehr unterhaltsam sein kann – oder total nervig. Die Leute sind unter der Woche sehr prüde und anständig, doch am Wochenende wird losgelegt im privaten Rahmen. Das Bier ist schwächer hier, der Kater ist dafür umso grösser. Komisch eigentlich… Die sollten mal einen Joint rauchen, dann müssten sie nicht so viel trinken um total stoned zu werden. Doch das ist hier offenbar nicht sehr verbreitet.

    Doch zurück zu unseren Gastgebern. Dank Adam und Heather wissen wir jetzt, dass es hier auch gutes Essen gibt. Wir fuhren in ein Restaurant, das alle Arten von Pasta im Angebot hatte. Yummie! Ravioli mit Ricotta und Spinat – ein Festessen! Viel mehr passierte heute nicht. Es war einfach schön, mal mit den zwei alleine sprechen zu können, ohne das noch andere anwesend waren. So konnten wir das Gespräch lenken und ertranken nicht im Smalltalk. Heute schlafen wir wohl im Auto, weil`s hier ein bisschen wenig Platz hat. Cheers! Mathis

    Daze Tourtagebuch: Smalltalkmüde… Shut the f*** up!

    Samstag. Das Konzert gestern war nicht schlecht, aber wir hoffen, dass die Shows von Mal zu Mal noch besser werden. Heute morgen hatten wir eine ziemlich anstrengende Diskussion mit unserem amerikanischen Manager. Es ist nicht immer einfach mit den Leuten hier klar zu kommen. Sie sind zwar alle sehr nett und zuvorkommend, aber manchmal irgendwie auch nervig. Wir haben uns halt anscheinend doch noch nicht so ganz an die amerikanische Kultur und die Mentalität hier gewöhnt. Chuck, unser Manager, möchte, dass wir nach den Shows jeweils mit all den Leuten an irgendwelche Parties gehen um Kontakte zu knüpfen und Promotion zu machen, aber das ist verdammt anstrengend. In erster Linie sind wir ja hier wegen den Konzerten und nicht wegen irgendwelchen Parties. Und Smalltalk mit den Amis zu betreiben ist nicht einfach. Die sind immer so happy und so lustig und immer sehr oberflächlich. Naja… wie auch immer… wir mussten ein paar Dinge klären, aber jetzt sollte eigentlich alles wieder in Ordnung sein. Wir müssen jetzt eh weiter nach Atlanta. Das wird eine ziemlich lange Fahrt, ca. sechs Stunden. Zum Glück müssen wir nicht selber fahren, Chuck ist nämlich gleichzeitig unser Manager und Fahrer, unser Mädchen für alles gewissermassen…

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    Samstagabend in Atlanta, die nächste Show. Wir spielen draussen, unter freiem Himmel. Heather, eine MySpace-Freundin und Promotorin hat diese Show für uns organisiert. Bei ihr dürfen wir auch übernachten. Sie ist ziemlich cool und sehr freundlich, aber sie redet sehr viel, sogar noch mehr als die anderen Amis! Die Show war okay. Nicht gerade überwältigend, aber nicht schlecht. Den Leuten hat’s erneut sehr gut gefallen. Ich glaube, unsere Musik kommt hier gut an. Leider sind die Konzertbesucher bis jetzt noch nicht so richtig aus sich heraus gekommen, aber das wird sich dann hoffentlich spätestens bei den grossen Club-Shows in Washington, New York und Miami ändern. Nach der Show gingen wir noch an eine Haus-Party von irgend so einem Typen, der hier in der Nähe wohnt. Das war ziemlich lustig, wie in einem typischen High-School-Movie. Wir haben uns gut amüsiert. Und ganz nebenbei hat uns Chuck noch eine zusätzliche Show organisisert. Wir werden also noch zwei weitere Tage in Atlanta bleiben und am Montag nochmals eine Show hier in der Stadt spielen und danach nach Washington weiter fahren. See ya! Peter

    Daze Tourtagebuch: Aufwärm-Gig für die Tour

    Freitag. Heute ist also die erste Show der Tour. Der Ort, wo wir auftreten werden ist ziemlich cool. Wir waren schon mal da und haben einen Blick reingeworfen. Das ist so eine Art alternative Mediothek, wo man allerlei Bücher, Zeitschriften, Magazine, Filme und anderes Zeugs lesen oder ausleihen kann. Man findet dort viele regierungskritische Medien und es ist einer der wenigen Orte, wo sich die Amerikaner mit wirklichen Facts informieren können – die Massenmedien sind voll von billiger Propaganda. Leider ist diese Woche  „Dead Week“ in der Studentenstadt Gainesville, weil Semesterferien sind, weshalb die Show leider auch nicht ausverkauft ist, wie wir es uns erhofft haben. Egal. Wir sind froh, nach der Studioarbeit endlich wiedermal live vor Publikum auftreten zu können. Den Leuten gefällt’s – vor allem, als Mathis unseren Song „Fuckhole“ dem amerikanischen Presidenten G.W.Bush widmet!

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    Endlich haben wir auch die Guys von unserer Support-Band The Illustrated getroffen. Sie sind sehr nett und hilfsbereit. Sie lassen uns auf der ganzen Tour ihre Amps und ihr Drum benützen, was uns sehr entgegen kommt. Ihr Sound ist schwierig zu beschreiben – ziemlich wirr und schräg, aber irgendwie cool. Das schrägste an der Show war jedoch nicht der Sound von Illustrated, sondern die komischen amerikanischen Gesetze. Trinken darf man nur im Club drinnen, rauchen darf man nur ausserhalb des Clubs – beides gleichzeitig ist also praktisch unmöglich. Wir haben jedoch eine Möglichkeit gefunden, dieses Gesetz zu umgehen, indem wir einfach einige Propaganda-Blätter, die dort rumlagen, um die Bierflaschen drum gewickelt hatten. Wenn man die Alkoholflaschen nämlich in irgendwas einpackt, dann darf man sie auch nach draussen nehmen. Ziemlich dämlich, aber was solls. Morgen geht die Tour dann richtig los – dann machen wir uns auf den Weg nach Atlanta! Gruss und bis bald, Peter

    Daze Tourtagebuch: Das Album ist im Kasten

    Donnerstag. Heute waren wir produktiv. Das Album ist im Kasten und geiler als alles zuvor. Laut und klar. Catchy. Damit werden wir in Europa auf Labelsuche gehen. Doch das kommt später. An die Hitze haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Sie vermittelt ein Gefühl von Ferien. Um 10 Uhr Morgens trafen wir im Studio ein, um das Album abzumischen. Die Arbeiten dauerten bis neun Uhr Abends, alle waren ziemlich entnervt am Ende, doch es hat sich gelohnt. Folgende 10 Stücke haben wir aufgenommen:

    – Okypete
    – No One Hanged
    – Bad Weather Sculpture
    – Mindgun
    – I Don`t Know What I Want
    – Zauber
    – Shower Queen
    – Gimme Some More
    – Fuckhole
    – Your Hit Is Shit

    Morgen ist unser erster „Day off“, am Abend findet das erste Konzert der Tour statt. Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen! Daze live im Civic Media Center, ein alternativer Treffpunkt und Recordstore. Seid gegrüsst ihr alle! Mathis

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