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  • Alle 275 Artikel von Silvan Gertsch

    Finnischer Kinder-Metal

    sturmis.jpgUnd hier ist die nächste der Kinderbands, die wie Killerpilze aus dem Boden spriessen: Sturm und Drang nennen sich die jungen Wilden aus Finnland, sie alle haben das Licht der Welt erst in den 90ern erblickt. Am 9. November eröffnen sie im Volkshaus in Zürich für ihre Landsmänner von Apocalyptica.

    Video zum Song „Rising Son“

    Ein Gang runter, zwei Schritte vorwärts

    mandodiao.jpgMit ihrer neuen Single „If I Don’t Live Today, Then I Might Be Here Tomorrow“ haben uns Mando Diao einen ziemlichen Schrecken eingejagt: Seicht, unspektakulär und ungewohnt klang der Vorbote ihres neuen Albums „Never Seen the Light of Day“ (Capitol/EMI), das morgen erscheint. Aber die Single weist in die neue Richtung, die Björn, Gustav und Co. auf ihrem vierten Werk einschlagen. Die ruppigen Rocksongs stehen hinten an, ins Rampenlicht drängen akustische und stellenweise psychedelisch anmutende Stücke – welche die erste Single aber um Welten übertreffen.

    Paradebeispiel dafür ist das abschliessende „Dalarna“, in dem eine weibliche Stimme den Gesangspart übernimmt. Die Melodie erinnert an einen Mix aus „Hotel California“ von den Eagles und dem Adagio in G minor von Tomaso Albinoni. Aber auch das schwermütige „Not A Perfect Day“ zeigt die Schweden von ihrer ruhigen Seite, die auf ihren früheren Alben eher spärlich zum Vorschein kam, und die jetzt allgegenwärtig ist bei Mando Diao.

    Wer Mando Diao bislang nur ihrer rockigen Songs wegen hörte, der darf getrost aufatmen: „One Blood“ ist das mit Abstand intensivste und impulsivste Stück, das die Schweden in ihrer Karriere veröffentlicht haben. Der eindringliche Steigerungslauf, der nach zwei Minuten einsetzt und seinen Höhepunkt nach dreieinhalb Minuten erreicht, sticht aus dem mehrheitlich akustischen Gesamtwerk positiv heraus. Mehr zu diesem Song und zum Album gibts hier im Interview mit Mando Diao.

    Sänger Björn Dixgård, der das Album alleine live vorstellt, tritt auch in der Schweiz auf: Am 27. November spielt er im Fri-Son in Freiburg, am Tag darauf in der Roten Fabrik in Zürich.

    Wir verlosen ein von Sänger Björn und Keyboarder Mats signiertes Exemplar von „Never Seen the Light of Day“. Wer in den Kommentaren zuerst die gesuchte Antwort auf die Frage, wer das letzte Mando-Diao-Album hätte produzieren können, liefert, räumt das Werk ab!

    AC/DC?

    Wer hat noch nicht? Hier gehts zur Verlosung von drei AC/DC-DVDs. Die Gewinner werden am Mittwoch bekannt gegeben…

    Blickkontakt mit Clawfinger

    clawf.jpgCrossover ist tot. Aber Clawfinger sind lebendiger denn je. Wie erklärst du dir das?
    Zak Tell (Bildmitte, vorne): Wir wussten 1993 nicht, was Crossover bedeutete. Und wir verstehen es auch heute noch nicht. Wir wollten nie ein Teil davon sein – aber wir wurden zusammen mit den anderen Bands in diesen Topf geworfen.

    Aber seid ihr besser als die anderen Bands? Oder wieso habt ihr so lange überlebt?
    Viele Bands, die mit uns zusammen angefangen haben, haben wohl aus den falschen Gründen Musik gemacht. Sie sprangen auf einen fahrenden Zug auf, aber waren nicht mit Leidenschaft bei der Sache. Ich würde jedoch nicht sagen, dass wir besser sind. Das klingt nach einem Oasis-Zitat. Und wir sind nicht Oasis. Aber wir machen vieles anders. 95 oder sogar 99% aller Rap-Metal-Bands setzten und setzen auf „Funky-Groovy-Hip-Hop-Based-Beats“ mit Texten über nichts. Wir sind eine Ausnahme. Eine logische Erklärung dafür, weshalb wir noch immer präsent sind, gibt es aber nicht.

    Euch wird in den Medien oft vorgeworfen, dass ihr euch musikalisch nicht weiterentwickelt. Beschäftigen dich solche Vorwürfe?
    Solche Vorwürfe würden mich nicht beschäftigen, wenn wir so gross wären wie AC/DC. Die machen seit bald 40 Jahren das gleiche und sind die grösste Band der Welt. Viele Bands ändern mit jedem Album ihre musikalische Ausrichtung. Wir nicht. Wir sind, wer wir sind. Ich verstehe zwar, was die Leute mit diesem Vorwurf meinen. Wir haben unsere Songstrukturen nicht dramatisch geändert. Aber im Endeffekt ist es mehr das Problem der Journalisten, nicht unseres.

    Warum ist Clawfinger eine der besten Livebands?
    Wir kümmern uns ums Publikum, das an unsere Konzerte kommt und wir versuchen, die Bühne – im übertragenen Sinn – auf ihre Höhe hinunterzusetzen. Wir haben keine Rockstar-Attitüde und schauen den Leuten in die Augen. Es ist erstaunlich, wie viele Bands diese elementaren Dinge vergessen. Wir geniessen das, was wir tun. Das ist das grosse Geheimnis.

    Mando Diao: „Es gibt viel zu tun!“

    mando.jpgNeues Album, ruhigere Marschrichtung: Björn und Mats von Mando Diao sprechen über „Never Seen the Light of Day“ (erscheint nächsten Freitag).

    Die neuen Songs klingen relaxter…
    Björn: Ja, es hat eine andere Art Energie auf dem Album. Zu Beginn wollten wir ein akustisches Album aufnehmen. Aber je länger wir daran arbeiteten, umso mehr hatten wir das Gefühl, dass einzelne Songs mit elektrischen Gitarren besser wirken.

    „One Blood“ ist so ein Song – das wohl impulsivste Stück, das ihr je aufgenommen habt…
    Mats: Der hat sich wie von selbst in diese Richtung entwickelt. Gustav hat den geschrieben.
    Björn: Es ist ein merkwürdiges Stück – wie ein „spoken-word-song“.

    Erinnert ihr euch an das erste Mal zurück, als ihr beiden euch getroffen habt?
    Mats: Das ist ewig her. Ich war damals etwa zwölf Jahre alt.
    Björn: Ich habe ihm ein Eis abgekauft – er war Eisverkäufer (lacht). Als er dann in die Band eingestiegen ist, hatte er lange Haare und einen Bart. Eigentlich sah er aus wie Jesus. Die Haare mussten natürlich weg. Auch unseren Drummer Samuel mussten wir zuerst zum Friseur schicken.

    Björn, erinnerst du dich an den ersten Song, den du geschrieben hast?
    Björn: Der hiess „Summer’s Over“.
    Mats: Wie klang der?
    Björn: Den schrieb ich in jener Periode, als ich am stärksten von den Beatles beeinflusst war. Damals war ich etwa 13-jährig.

    Ihr beschreitet spezielle Wege, um das neue Album live vorzustellen.
    Björn: Ja, ich werde alleine touren. Wir haben uns aber nicht getrennt. Aber ich vertrete die Band, während der Rest sich mit andern Dingen beschäftigt. Ich spiele Mando-Diao-Songs und Covers. Für mich ist es wie ein Challenge, ein Experiment.

    Und der Rest der Band?
    Mats: Es gibt viel zu tun – zum Beispiel in unserem Studio. Und von Zeit zu Zeit wird auch einer von uns Björn unterstützen an den Auftritten.
    Björn: Wir wollen uns auch weiterentwickeln, was das Aufnehmen und Produzieren von Musik angeht.

    VERLOSUNG: AC/DC – Plug Me In!

    acdc.JPGWatch them explode: AC/DC haben auf dieses Jahr hin zu Columbia gewechselt. Und schon warten sie mit einem fetten Begrüssungsgeschenk auf: Ab heute gibt es „Plug Me In“ (SonyBMG) zu kaufen. Das DVD-Box-Set liefert einen umfassenden Überblick zur über 40-jährigen 30-jährigen Bandgeschichte der grössten australischen Rock’n’Roll-Band, die weltweit unvorstellbar grosse Erfolge feiern durfte: 1973 gegründet, hat sie seither alleine in den USA mehr als 70 Millionen Alben verkauft, fast ein Drittel davon ging alleine aufs Konto ihres erfolgreichsten Werks „Back In Black„. Und vor vier Jahren wurden die Young-Brüder mit ihrer Band in die „Rock’n’Roll Hall of Fame“ aufgenommen.

    „Plug Me In“ gibts als limitierte Ausgabe und als Doppel-DVD zu kaufen. Disc 1 geht auf die Gründungsjahre der Band ein – unter dem verstorbenen Leadsänger Bon Scott. Gezeigt werden Live-Konzertausschnitte, der erste englische TV-Auftritt sowie Bonus-Material (Interview mit Bon Scott) und mehr. Disc 2 präsentiert die Brian-Johnson-Ära, die 1980 ihren Ursprung mit dem Album „Back In Black“ nahm. Auch hier gibts Konzertausschnitte und Features en Masse! Auf der Deluxe-Ausgabe kommt man ausserdem in den Genuss von Auftritten unter beiden Sängern und von „originalgetreuen Reproduktionen echter AC/DC-Erinnerungsstücke“. Da läuten die Glocken!

    Die Deluxe-Version gibts hier zu kaufen. Zur Standard-Ausgabe gehts hier. Den visuellen Appetizer findet man hier. Und um einer der grössten Rock’n’Roll-Bands aller Zeiten gebührend Tribut zu zollen, verlosen wir zusammen mit SonyBMG eine limitierte Ausgabe und zwei Standard-Ausgaben von „Plug Me In“. Mitmachen ist einfach: Begründet in den Kommentaren, weshalb AC/DC die grösste Rockband aller Zeiten ist. Die Gewinner werden nächste Woche benachrichtig!

    Coal heizt für Amy ein

    coals.jpgHeute in einer Woche singt Amy Winehouse, in Drogenfragen das weibliche Pendant zu Pete Doherty, im seit langem ausverkauften Volkshaus in Zürich. Support kriegt die Rehab-Sängerin und -Gängerin von unserem Country-Barden Nummer 1: Coal! Er hat vor zwei Monaten sein neues Album „Masquerade“ (SonyBMG) veröffentlicht. Interessante Paarung…

    Mundartisten: „Es ist Chrigus Film“

    MundartistenVor zwei Jahren verlor Chrigu, der eng mit der Langenthaler Band Mundartisten befreundet war, den Kampf gegen den Krebs. Er starb im Alter von 23 Jahren. Der ergreifende Film zu den zwei letzten Jahren in seinem Leben wird gegenwärtig in den Kinos gezeigt. Die Mundartisten haben dazu den Soundtrack beigesteuert.

    Hattet ihr keine Angst, dass die CD zu persönlich werden könnte?
    Fabio: Nein, überhaupt nicht. Schon der Film ist extrem intim. Und wir haben ja nur einen kleinen Teil dazu beigetragen. Chrigu hat viel mehr von sich preisgegeben. Es ist Chrigus Film.
    Dimitri: Die Texte sind natürlich schon sehr persönlich. Aber es zeugt wohl auch von Reife, wenn man solche Texte erzählen kann. In allen Menschen stecken tiefe Gefühle. Aber viele trauen sich nicht, diese preiszugeben.

    Was ging euch durch den Kopf, als ihr den Film zum ersten Mal gesehen habt?
    Dimitri: Ich hab ihn viermal gesehen und musste jedes Mal weinen am Schluss. Chrigu stirbt jedes Mal von neuem. Aber wir haben ein extrem gutes Gefühl mit dem Film, es tut gut, ihn zu schauen, weil es ja auch ein Film über das Leben und nicht über den Tod ist. Es gibt aber auch Leute, die uns jetzt vorwerfen, dass wir den Tod von Chrigu ausnutzen wollen. Sobald wir in den Medien kommen, kommt halt bei einigen Leuten dieser Gedanke auf.
    Fabio: Wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich genau davor am meisten angst. Es ist überhaupt nicht in unserem Sinn, daran zu verdienen. Wir sind ein Teil davon, und das war ein Wunsch von Chrigu. Jetzt besteht halt die Gefahr, dass man daran aufgehängt wird. Bis vor kurzem waren wir ja auch noch die „Burebuebe“, weil wir ein Video zu diesem Song gedreht haben. So schnell kriegt man einen Stempel aufgedrückt.
    Dimitri: Wir haben das alles für Chrigu und für Jan gemacht. Wir wussten ja nicht, wie gross der Film werden würde.

    „Chrigu“ läuft in diversen Schweizer Kinos.
    Die Mundartisten spielen am 3. November in Huttwil, am 9. November im Kofmehl in Solothurn.

    Der Kult geht in die nächste Runde

    the-cult.jpgAnfang Jahr stand Ian Astbury (2. v.l.) auf der Bühne des Volkshauses in Zürich. Nicht, um mit seiner langjährigen Band The Cult aufzutreten, sondern um ein Ding der Unmöglichkeit möglich zu machen. Er sollte aus dem Schatten des übermächtigen Jim Morrison heraus treten, dem legendären Sänger bei The Doors, der vor 36 Jahren gestorben ist. Astbury performte zusammen mit den Doors-Gründungsmitgliedern Robby Krieger und Ray Manzarek als Riders On the Storm die Songs, mit denen Jim Morrison Kultstatus erreicht hatte. Doch obschon Astbury seine Aufgabe im ausverkauften Volkshaus mit Bravour löste, kehrte er den Riders On the Storm im März dieses Jahres den Rücken zu – um das Feuer bei The Cult wieder zu entfachen.

    Zusammen mit The Cult hatte Astbury in den 80ern für rockige Furore gesorgt. Zwei Mal löste sich die Band bis heute auf – zweimal fand sie wieder zusammen. Einzig Ian Astbury und Billy Duffy hielten dem Kult stets die Treue. Das neue Album „Born Into This“ (Roadrunner/Musikvertrieb) ist der aktuelle Beweis dieses Bekenntnisses. Dieses bietet in erster Linie Hardrock-Nummern, die über weite Strecken von Astburys kräftigem Gesang zehren und leben: Die erste Single „Dirty Little Rockstar“ ist ein Beispiel dafür. Auch „Illuminated“ oder „Tiger In the Sun“ sind rockige Musterbeispiele und Prachtsexemplare. Aber, sie machen auch deutlich, dass The Cult ihre besten Zeiten hinter sich haben. Egal, wie druckvoll, gitarren- und drumlastig die Songs sind, egal wie hart sich Astbury auch heute noch ins Zeug legt: Es fehlen Übersongs wie es „She Sells Sanctuary“, „Lil‘ Devil“ oder „Painted On My Heart“ waren. Diese Intensität erreicht auf „Born Into This“ einzig das ruhige „Holy Mountain“, bei dem Astbury einerseits aufblitzen lässt, dass er nach wie vor zu den wandlungsfähigsten Sängern im Hardrock-Bereich zählt. Andererseits macht der Song auch deutlich, weshalb Astbury das Erbe von Morrison antreten durfte…

    Wie begossene Pudel

    poodles.jpgBeim ersten Mal hats Spass gemacht. Jetzt ist die Musik einfallslos, die Melodien sind langweilig und allenfalls noch tauglich, um beim Concours Eurovision De La Chanson im Vergleich zur Konkurrenz nicht abzufallen. Die Rede ist von der Hard-Rock-Band The Poodles. Auf ihrem zweiten Album „Sweet Trade“ (Musikvertrieb) fehlen die Überraschungen und die Songs, in denen Sänger Jakob Samuel seine Klasse unter Beweis stellt. Vielleicht fehlt auch das Überraschungsmoment, das beim letzten Release der Schweden noch vorhanden war.

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