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  • Coverart: Eluvium – Copia (mit Aussicht)

    Von    |   26. Juli 2011   |   1 Kommentar

    Eluviums viertes Studioalbum «Copia» aus dem Jahre 2007 geht auf die Suche nach einer schönen Aussicht. Durch eine künstlerische Kollaboration im engsten Familienkreis findet es diese auch.

    Eluvium, das Hauptprojekt des Ambientmusikers Matthew Cooper aus Portland, wurde einer breite(re)n Öffentlichkeit durch wiederholtes Touren mit der Post-Rock Band Explosions in the Sky bekannt. Das aus Coopers Diskographie bis anhin wohl herausragendste und perfektionierteste Album «Copia» mit verträumtem und zugleich befremdendem Artwork dürfte an seinem gesteigerten Bekanntheitsgrad jedoch nicht ganz unschuldig gewesen sein.

    Das Cover zu «Copia» ist ein bemerkenswert treffendes Spiegelbild seines musikalischen Inhalts, was wohl mitunter daran liegt, dass das Bild von Coopers eigenen Ehefrau, der Künstlerin und Illustratorin Jeannie Lynn Paske, entworfen wurde. Das Gemälde, im Original Wasserfarbe und Tinte, trägt den bezeichnenden Titel «In Search of a View». Es zeigt eine idyllische Hügellandschaft mit einer skelettartigen Phantasie-Wanderfigur im Zentrum, welche von einer Anhöhe aus gebannt dem Sonnenuntergang – oder, wer weiss, einem flammenden Inferno – entgegenblickt.

    «In Search of a View» passt stimmungsmässig zu Coopers Kompositionen, die weniger von musikalischen Vorbildern, sondern eher von der eigenen natürlichen und anthropogenen Umwelt inspiriert sind. Der Musiker bezeichnet sich als Fan von Klängen an sich: Fallender Regen, der anschwellende Ozean, Wind, vorbeifahrende Autos und Zugdepots gehören nach eigenen Angaben zu seinen Einflüssen.

    Weshalb «In Search of a View» in Bezug auf Motiv und Farbtöne aber gerade mit «Copia» besonders gut zu harmonieren scheint, kann darauf zurückgeführt werden, dass Ambient stärker als andere Genres an Emotionen gekoppelt ist. Gerade der cineastische Opener «Amreik» ruft durch Blasinstrumente Bilder von Berghöhen und Weiten hervor. William Cody Watson vom Impose Magazine fasst diesen Effekt sehr treffend zusammen: «Sometimes you hear a song, and it’s more than music… It’s a painting, it’s poetry, it’s a full-length film, it’s a photograph, it’s someone’s entire lifespan». Ja, «Copia» ist durchaus ein Gemälde und untermalt gleichzeitig ein Gemälde – also unbedingt reinhören und sich selbst ein Bild machen.

    Eluvium – Amreik

    Künstler: Eluvium
    Album: Copia
    Label: Temporary Residence
    Jahr: 2007
    Cover-Bild von: Jeannie Lynn Paske

    In der Serie Coverart stellen wir Plattencover vor, die besonders sehenswert sind.

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    Eine Reaktion

    1. #1 Fabio

      09:34 Uhr, 28.7.2011, Link

      Schön, dass ausser mir noch jemand auf diese Künstlerin aufmerksam geworden ist. Seit letztem Jahr zieren drei Bilder von ihr meine Wände.

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