Tausche Whiskey gegen Hustensirup
Von Mathias Menzl | 27. Januar 2008 | 0 Kommentare
Nimmt man einem Sänger seine Stimme weg, beraubt man ihm seiner Seele. So ist es Brandon Summer, Sänger der Indie-Band The Helio Sequence, vor drei Jahren ergangen, als ihn sein Arzt darauf aufmerksam machte, dass er seine Stimme verlieren könnte. Danach tauschte er Whiskey gegen Hustensirup, nahm Gesangsstunden und fing an zu joggen. Nun ist das vierte Album erschienen. Es ist ihr bislang bestes.
Vor vier Jahren tauchten The Helio Sequence das letzte Mal auf den Radar von Indie-Pop-Freunden auf. Die Band fröhnte damals mit ihrem Sup-Pop-Debüt “The Long Distance” dem ausufernden Indie-Rock-Song. Mit ihrem neuen Album “Keep Your Eyes Ahead” verabschieden sie sich von dieser Opulenz und beherzen das Motto “keep it simple”.
Die Band aus Portland, Oregon, präsentiert sich damit als europäischste Indie-Band aus den Vereinigten Staaten. In ihren ruhigen Momenten erinnern sie ans New Acoustic Movement (Turin Brakes, I am Kloot), Tempowechsel verzieren sie mit sanften New-Wave-Anleihen. Die aufdringlichsten Charaktereigenschaften ihres Sounds sind die Shoegaze-Anleihen, die sich in Form langgezogener, (aber nicht ausufernden) von Synthesizern getragener Melodie-Bögen manifestieren. The Helio Sequence als eierlegende Wollmilchsau des Indie Pop? Sie bedienen auf jeden Fall viele Geschmäcker.
The Helio Sequence – Keep Your Eyes Ahead
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The Helio Sequence – Halluljah
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