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  • Eurosonic Noorderslag 2015 – Tag 2

    Von    |   16. Januar 2015   |   0 Kommentare

    Der Donnerstag war gezeichnet von überraschend ordentlichen Showcases im Coffee Shop am Nachmittag sowie der alles-überragenden Seinabo Sey am Abend.

    Traditionell finden am Nachmittag in verschiedenen kleinen Lokalitäten (Plattenläden, Coffee Shops) in der Groninger Innenstadt bereits kleine Konzerte statt. Am Donnerstag trat zum Beispiel Miss Kenichi aus Berlin im intimen Rahmen auf und präsentierte Songs ihres neuen Albums „The Trail“. Auf diesem zeigt Kathrin Hahne düstere Facetten ihrer Musik und zeigt sich deutlich weniger brav als auf ihren früheren Werken.

    Soldier’s Heart aus Belgien waren anschliessend extrem lebendig. Hibbelige Bewegungen und absurde Gesten unterstrichen die quirlige Musik der Band, die erst seit gut zwei Jahren gemeinsam Musik macht. Gute Ansätze sind zweifellos vorhanden, doch bisweilen driftete ihr Auftritt in arg ziellose Gefilde ab.

    Den letzten Auftritt am Nachmittag bestritten die extrem jungen und gleichermassen nervösen All The Luck In The World. Die Iren spielten hübschen Folk-Pop und konnten durchaus auch harmonische Melodien präsentieren. Doch auf Dauer drängte sich einem der Eindruck auf, dass ihre Musik ein wenig zu banal und uninspiriert ist.

    Das Abendprogramm wurde schliesslich in der kargen Minerva Art Academy von einer Band aus Palma de Mallorca eröffnet. Oso Leone zeigten ein starkes Set und sind live weniger poppig als auf ihren Platten. Bei den Songs ihres neuen Albums „Mokragora“ scheinen sich die Iberer ein Stück weit bei den späteren Alben der Foals orientiert zu haben.

    Das eindrückliche Highlight des bisherigen Festivals lieferte Seinabo Sey ab. Bereits im letzten Jahr hat sie in der Sendung von Jools Holland ihr Potential angedeutet. Den souligen Electro-Pop, den sie während einer knappen halben Stunde mittels sechs Songs im Grossen Theater präsentierte, ging unter die Haut und war gleichermassen schwungvoll wie schwermütig. Sie kündigte an, gerade an ihrem Debütalbum zu arbeiten, welches später in diesem Jahr erscheinen wird. Hier scheint sich eine grosse Karriere anzubahnen.

    Die darauffolgenden Auftritte verblassten anschliessend zugegebenermassen, so dass sowohl der Electro-Sound des Italieners Godblesscomputers als auch die finnischen Rockmusiker NEØV keine wirklich bleibenden Eindrücke hinterliessen. Der infantile Sound der Norweger von Kid Astray war hingegen dermassen überzuckert, dass bereits nach zwei Liedern die Lust an weiteren Songs im Stile von Matt & Kim vergangen war.

    Im Grossen Theater wartete dann ein alter Bekannter mit einem neuen Projekt auf die tanzfreudige Menschenmenge. Der Isländer Ólafur Arnalds und sein Kollege von den Färöer Inseln, Janus Rasmussen, zeigten ein kurzes, aber intensives Minimal-Set, untermalt von zauberhaften Visuals mit Motiven der isländischen Natur. Ihr mit dem Namen Kiasmos benanntes Projekt dürfte spätestens seit der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debüts im letzten Herbst einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sein. Ein famoser Auftritt machte Lust auf ein längeres Set der beiden.

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