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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

  • kickass lyrics
  • Hintergrund

    Big in Japan

    Es gibt ja immer wieder Bands, die sind auf dem Binnenmarkt mässig erfolgreich, behaupten aber in exotischen Ländern Superstars zu sein. Ausverkaufte Stadien in Japan, Massenaufläufe in Brasilien – wir kennen diese Stories. Warum sind wir eigentlich immer darauf hereingefallen? Diese Konzerte hat es nie gegeben, sie sind Marketingluftschlösser und Promotionsluftblasen. Oder wieso sollten es ausgerechnet Lunatica in die japanischen Top 10 schaffen? Weil sie „musikalisch (sic!) als eine der originellsten Bands der Schweiz gelten“? 

    Grosi-TV kürt Polo Hofer: 78s schlägt zurück.

    Das gefällt den Schweizern: Alperose„Alperose“ von Polo und seiner Schmetterband ist „der grösste Schweizer Hit der letzten 70 Jahre“. Finden nicht wir, aber der Teil des SF-Publikums, der gestern so abgestimmt hat (um genau zu sein: 12.8% der Abstimmenden, was ganz knapp zum Sieg gereicht hat). Was sagt uns das? Das TV Publikum erweist einem angeschlagenen Star die Reverenz, quasi ein Genesungsglückwunsch per Tele-Voting? Gut möglich. Ein Blick auf die weiteren Ränge offenbart den Kern der Sache: Hinter Polos „Alperose“ folgt die Träne von einem Song, „Träne“ von Francine Jordi und Florian Ast. Dann „Hemmige“ von Mani Matter und „Kriminal Tango“ von Hazy Osterwald. Der Siegersong ist aus dem Jahre 1985, Platz 3 wurde 1970 veröffentlicht, Platz 4 aus dem Jahr, in dem Fidel Castro an die Macht kam. Platz 2 schliesslich gehört einem Genre an, das, sagen wir, eher weniger junge Menschen anspricht. Nominiert waren auch ein paar jüngere Sachen, aber die Gunst des Publikums blieb denen verwehrt. Vielleicht sollte man der Fairness halber also sagen: „Alperose ist der grösste Schweizer Hit der über 70 Jahre Alten“. Wer die These erhärtet haben möchte: Moderiert wurde die Sendung von Sven Epiney.

    Wenn also das Schweizer Fernsehen weiterhin Unterhaltungssendungen für AHV-Bezügerinnen produziert, das selbsternannte Junge Schweizer Fernsehen die Ex-Musiker von morgen hervorbringt, dann ist es an der Zeit, dass 78s in die Bresche springt. Wir suchen den grössten Schweizer Hit der letzten 10 Jahre, gewählt von den Leuten, die wissen was MySpace ist und die am Samstagabend nicht vor dem Fernseher sitzen. Inputs ab sofort herzlich willkommen in den Kommentaren, wir überlegen uns dann was schönes.

    Breakfast at the Veronicas

    veronicas78s.JPGRock-Zwillinge aus Australien: The Veronicas!
     
    Im Booklet eures Debütalbums „The Secret Life Of…“ steht, dass Jess die böse Zwillingsschwester sei.
    Lisa: Das ist wahr. 
    Jess: Das ist tatsächlich wahr. 
    Lisa: Es gibt immer einen Zwilling, der böse ist. Und in unserem Fall ist es Jess. Sie ist diejenige von uns beiden, die die schlimmeren Dinge macht.
     
    Und was für eine Art Zwilling ist Lisa? 
    Jess: Sie ist der gute Zwilling. Also eigentlich ist sie so ein Zwischending. Weil im Grunde genommen sind wir beide gute und böse Zwillinge. Lisa (lacht): Nicht böse, aber einfach nicht so nett…
     
    Kann man davon ausgehen, dass ihr ein ähnliches Imperium aufbaut, wie die Olsen-Zwillinge? 
    Lisa: Wir sind an vielen Sachen interessiert neben der Musik. Mode, aber auch das Schauspielen interessieren uns. 
    Jess: Wir hatten in der letzten Zeit ein paar Gastauftritte in TV-Shows. Zudem haben wir Werbung für Kosmetika und Pflegeartikel gemacht. All diese Sachen interessieren uns zwar nicht so stark wie die Musik, aber es gehört alles zusammen.
     
    In den Medien werdet ihr gerne mit Avril Lavigne oder Kelly Clarkson verglichen. Langweilt euch das? 
    Jess: Das ist ein riesiges Kompliment und ganz und gar nicht langweilig. Der Punkt ist doch, dass man immer mit jemandem verglichen wird. Allerdings beschränkt sich der Vergleich wirklich nur aufs Album, nicht auf unsere Liveshows. Wenn wir Konzerte spielen, werden wir vielmehr mit Bands verglichen.
     
    Im Song ‚I Could Get Used To This‘ singt ihr übers Frühstücken im Bett. Wann war das bei euch zum letzten Mal der Fall? 
    Jess: Das war heute morgen. Es dauerte etwa fünfzehn Minuten, bis ich der Bedienung im Hotel erklärt hatte, was ich wollte. Aber schlussendlich funktionierte es. 
    Lisa: Mom hat uns vor kurzem auch das Morgenessen ans Bett gebracht. 
    Jess: Hat sie? Auf jeden Fall versuchen wir so oft wie möglich, im Bett zu frühstücken!
     
     

    Tiefhängende (faule) Früchtchen

    Na ja!Am 14. November kommt Microsoft mit dem iPod-Konkurrenten Zune auf den Markt. Das neue kleine Wunderding bietet vordergründig einige Vorteile gegenüber den iPods. Bei genauerem Hinsehen verlieren diese aber schnell an Glanz.

    Die erste tiefhängende (faule) Frucht ist die Wireless-Schnittstelle von Zune. Damit kann man lässig untereinander Songs tauschen. Ein grosser Vorteil denkt man. Der Haken daran ist allerdings, dass diese Songs einem DRM (Digital Rights Management) unterliegen. Die Songs können nach dem Tausch maximal drei Mal und während höchstens drei Tagen angehört werden, bevor sie dann gesperrt werden. Argument von Microsoft: nach drei Tagen sollte man wissen, ob einem ein Song gefalle oder nicht. Schöner Vorteil. Zudem muss man noch einen Hoschi finden, der ebenfalls einen Zune besitzt, und dann auch noch gute Songs.

    Ein weiteres schönes Feature von Zune, das schnell an Glanz verliert sind die vorinstallierten Inhalte. Dabei zeigen Bill und seine Leute einen erstaunlich guten Geschmack: So findet man dort The Rakes, The Thermals, CSS, Every Move a Picture, Darkel, Band of Horses (es hat auch noch ein paar nicht-Sub Pop-Bands drauf) etc. (Liste hier oder hier). Allerdings entspricht der Inhalt dieser vorinstallierten Songs und Videos gerade mal umgerechnet $25. Damit kommen wir zum Zune-Store, dem iTunes Music Store-Äquivalent. Für $ 14.99 muss man sich dort ein Abo kaufen und hat damit Zugang zu allen Songs. Allerdings ist es damit nicht getan. Jeder Song kostet dann noch 79 Microsoft Punkte. 80 Microsoft Punkte entsprechen 1 US Dollar. Alles in allem wird damit der einzelne Song dann wiederum teurer als im iTunes Music Store. Zudem ist das Microsoft-Punktesystem ziemlich trügerisch. (Siehe hier).

    Kosten tut das 30GB-Teil $249. Zum Vergleich: der neue 80GB iPod kostet bloss 100 Dollar mehr. Und dann ist da noch das Gewicht (vieler schwerer als der iPod). Und der Style. Und das Mutterhaus.

    Blues ist Langeweile im 4/4-Takt.

    Sagen manche. Man kann dagegen halten, dass jeder mal den Blues hat, was dieses Genre zu einer existentiellen Notwendigkeit macht. Meiner Meinung nach wurde der Blues erst durch seine Elektrifizierung in den 60ern zum Gähnen, als Weisse versuchten die schwarze Spielart durch Bluesrock nachzuahmen. Hört man sich Blueslegenden der ersten Generation an wird deutlich, dass dieser Musikstil durch grossartige Musiker geschaffen wurde. Wenige Jahre nachdem folgende Video-Aufnahmen gemacht wurden, nahmen diese drei Männer den Blues mit ins Grab: Skip James, Big Bill Broonzy und Mississippi John Hurt (Bild, l.)

    Home taping didn’t kill music

    Nietzsche lesen lohnt sich

    1965 erblickte das erste aufnahmefähige Musikmedium das Licht der Welt. Als Katalysator sozialer Veränderung schmuggelte die Musikkassette Rock’n’Roll hinter den eisernen Vorhang und brachte Popmusik in Drittweltländer. Unter Namen wie BASF, TDK und Maxell war sie massgeblich an der Entstehung der Mixkultur beteiligt. Wegen ihr trat die Musikindustrie in den 80ern ihren ersten Feldzug gegen Raubkopierer an und warnte: „Home taping is killing music“. Statt sie umzubringen, hat das Magnetband die Musik in alle Winkel der Welt und Liebespaare zusammen gebracht. Wer auch so eine schicke Kassette will wie die nebenan klickt hier.

    „Die Leute sollen lieber zu meinem Konzert kommen“

    bela-foto.JPGWer sehen will, wie der Ärzte-Schlagzeuger Bela B. eine Gitarre durch die Luft wirbelt, der darf seinen Auftritt am 22. September im Rohstofflager nicht verpassen!

    War Farin von den Texten oder von der Musik auf deinem Soloalbum „Bingo“ mehr überrascht?
    Eigentlich mehr von der Musik. Wir kennen uns ja schon sehr lange und er weiss auch, womit ich mich beschäftige. Er war überrascht über die amerikanischen Einflüsse, das Country-mässige, und von solchen Sachen.

    Am 6.10. erscheint die neue Best-of-CD der Ärzte. Was empfiehlst du deinen Schweizer Fans? Sollen sie die CD kaufen oder dein Konzert besuchen?
    Naja, ich glaube, die CD werden sich die Leute, die sie haben wollen, sowieso kaufen. Weil es halt ein Doppelalbum ist mit einer CD voll mit B-Seiten, mit vielen nicht so bekannten Songs. Zudem ist sie toll verpackt, und es gibt ein Booklet mit Liner-Notes von Zeitzeugen. Ich finde, die Leute sollen lieber zu meinem Konzert kommen und sich die CD zu Weihnachten kaufen. Zum Beispiel.

    Du spielst das Schlagzeug bei den Ärzten immer stehend. Hast du dir fürs Gitarre-Spielen nicht auch eine ausgefallene Technik zugelegt?
    (lacht) Das Spektakuläre ist, dass ich halt bei meinem Gitarrenspiel mehr auf Bewegung und Show achte als immer auf die richtige Spielweise. Die ist inzwischen aber deutlich besser geworden als bei den ersten Konzerten. Gestern habe ich in Hamburg gespielt und das Spektakuläre dort war, dass ich mit meiner Gitarre etwas versucht habe. Nämlich, sie einmal am Gurt komplett um den Körper zu werfen. Das passiert wie folgt, dass man den Gitarrengurt halt richtig fest macht an der Gitarre und dann verlässt die Gitarre einen auch nicht, wenn man sie durch die Luft wirft. Blöderweise war es aber eine Gitarre, die mir mein Lieblingsverein, der FC St. Pauli, geschenkt hat. Und die war noch nicht präpariert. Ich konnte sie grad noch so auffangen, dass sie nicht kaputt ging.

    Mogwai: „Das was wir machen, ist Kunst!“

    Mogwai mit Stuart Braithwaite (1. von unten, bzw. 2. von rechts)Ende September veröffentlichen Mogwai ihren Soundtrack zum Film „Zidane – A 21st Century Portait“. Wir haben Frontmann Stuart Braithwaite in Basel dazu befragt.

    Habt ihr Zinedine Zidane mal getroffen?
    Leider nicht. Aber immerhin wurde uns ausgerichtet, dass ihm der Film sehr gut gefalle.

    Ihr habt den spielenden Zinedine Zidane vertont. Kann man als Band von ihm lernen?
    Ich denke schon. Von Leuten, die in ihrer Sache sehr gut sind, kannst du immer lernen. Zidane ist ehrgeizig, arbeitet hart an sich und spielt mit viel Hingabe. Wenn du diese Eigenschaften als Band umsetzt, dann kannst du – ein wenig musikalisches Talent vorausgesetzt – ziemlich weit kommen.

    Wie ist die Zusammenarbeit für den Film zu Stande gekommen?
    Der Regisseur des Films, Douglas Gordon, hat uns angefragt. Er hatte das Filmmaterial probeweise mit alten Songs von uns unterlegt. So haben wir gesehen, dass es passt und haben uns ohne grosses Zögern an die Arbeit gemacht.

    War es schwieriger, für einen bestehenden Film Musik zu schreiben, als wenn ihr Songs für ein Mogwai-Album schreibt?
    Es wäre wahrscheinlich schwieriger gewesen, wenn es ein Film mit einer richtigen Handlung gewesen wäre. Das würde uns irgendwann auch reizen. So war es eher einfacher als sonst. Bei deinem eigenen Album hast du die Verantwortung dafür, etwas Interessantes zu schaffen. Bei diesem Film stehen andere im Vordergrund.

    Der Film hatte an der ART Basel seine Premiere. Ihr habt quasi erstmals etwas geschaffen, das offiziell „Kunst“ ist.
    Ich würde sagen, dass wir als Musiker ohnehin immer etwas Künstlerisches produzieren.

    Das stimmt. Allerdings wird Rockmusik gemeinhin weniger schnell als Kunst akzeptiert als etwa Skulpturen oder Bilder.
    Damit bin ich nicht einverstanden. Ich glaube, viele Leute sind skeptisch gegenüber all den Dingen, die als Kunst bezeichnet werden und die Musik genauso sehr als Kunst ansehen wie etwas anderes. Für mich ist das, was Mogwai machen, Kunst.

    Jugendliche Unbefangenheit

    paolo-nuti.jpg

    Paolo Nutini ist trotz seines zarten Alters von 19 Jahren ein gefeierter Star in England. Am 8. September erscheint sein Debütalbum „These Streets“ (Warner) endlich auch bei uns.

    Englische Medien präsentieren dich als „male KT Tunstall“. Fühlst du dich geehrt?
    KT ist wirklich nett und ich hab auch schon ein paar Mal mit ihr zusammen gespielt. Ich hoffe, dass bei mir auch alles so gut läuft wie bei KT. Mir ist das lieber, als mit James Blunt verglichen zu werden. (lacht)

    Zu früh gefreut. Auch dieser Vergleich und jener mit David Gray sind nicht ausgeblieben…
    Was bedeutet das? Ich mag diese Vergleiche nicht wirklich. Manche Leute kommen an meine Shows und sehen einen Marvin Gaye, andere sehen einen James Blunt. Jedermann muss das in mir sehen, was er will. Aber ich persönlich gehe meinen eigenen Weg.

    Die Rolling Stones haben dich höchstpersönlich zweimal als Vorband ausgewählt. Wie kams dazu?
    Keine Ahnung. Das ist grossartig. Das ist für mich eine grosse Ehre. Schon alleine weil sie wissen, wer ich überhaupt bin. Die erste Show mit ihnen zusammen habe ich in Österreich gespielt. Die nächste wird in England stattfinden. Ich hoffe, dort werden mehr Leute aufkreuzen, die meine Musik kennen und die mitsingen werden. Ich werde acht Songs spielen.

    Als Vorband der Rolling Stones spielst du vor Tausenden von Zuschauern. Hier in Zürich spielst du einen Überraschungs-Gig (Longstreet Bar, Zürich) vor vielleicht hundert Personen. Würdest du sagen, dass dein Leben zur Zeit verrückt ist?
    Ja, auf jeden Fall. Aber ich spiele gerne in diesen kleine Lokalen wie hier. Man nimmt die Reaktionen aus dem Publikum besser wahr, als bei Stadion-Shows. Ich fühle mich wohler bei den kleinen Shows. Das ist mir beim ersten Auftritt vor den Rolling Stones bewusst geworden.

    Aber Züri hät en See…

    myrto_presse_1_rgb_300dpi.jpgLaut Pressetext war Myrto im August für Interviews und alles andere zu haben. Wir haben uns fürs Interview entschieden.

    Deine Plattenfirma schrieb, dass du für Interviews und mehr zur Verfügung stehen würdest.

    Jetzt willst du natürlich wissen, was das „und mehr“ bedeutet? (lacht)

    Du kannst auch erzählen, was das Spektakulärste war, das du je hast machen müssen in Zusammenhang mit Promo…

    Ich hab noch nie etwas machen müssen in dem Zusammenhang. Ich finde es einfach cool, wenn man Dinge machen kann, die nicht alltäglich sind. Letzte Woche sind wir beispielsweise Fallschirmspringen gegangen. Das war sowohl für den Journalisten als auch für mich speziell. Ähnlich wie: Spaghetti sind zwar fein, aber nicht jeden Tag. Am liebsten hätte ich einen VW-Bus mit riesigen Lautsprechern drauf, mit dem ich durch die Schweiz fahren möchte um den Leuten zu zeigen, dass ich eine neue CD habe!

    Was wir klarstellen müssen: Thun hat auch einen See.
    Der heisst Thunersee, ich weiss. Aber die Luzerner lasse ich nicht gelten, die kommen und sagen, dass sie auch einen See haben. Der Song „Zürisee“ ist aus diesem Grund entstanden weil ich gedacht habe, dass die Schweizer ja ohnehin Humor haben. Insbesondere ihr im Oberland. Ich war kürzlich in Interlaken und das ist „uhuere“ schön dort. Ihr habt die Berge und die Seen, aber Züri hat eben „nur“ den See.

    Hat dir die Stadt Zürich auch schon ein Angebot gemacht, den Song als neue Hymne zu benutzen?

    Es ist noch nichts spruchreif. Es gibt einen Fussballclub, der sich sehr dafür interessiert. Und einen Eishockeyclub. Ich finds cool. Endlich mal eine Hymne auf Zürich und nicht immer auf Bern. Bei „Louenesee“ hat sich beispielsweise auch niemand beschwert… (lacht)

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