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  • Alle 275 Artikel von Silvan Gertsch

    Auf Jagd mit Revolverheld

    revolverheld.jpgAuf ihrer MySpace-Seite hat die deutsche Rockband Revolverheld eine Schnitzeljagd veranstaltet. Jede richtige Antwort bedeutete den Link zur nächsten MySpace-Seite, auf der andere Songs ab ihrem neuen Album „Chaostheorie“ (Columbia/SonyBMG) zu hören waren. Dieses bietet eingängige Pop-Rockmomente mit Selbstbeweihräucherungs-Texten, welche insbesondere die jüngeren Generationen ansprechen dürften. Musikalisch bewegen sie sich immer an der Grenze zum Kitsch. Bombastrock wechselt sich mit Balladen ab. Aus diesem Schema stechen einzig der harte Titeltrack und das noch härtere „Du explodierst“ heraus.

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    Wohnzimmerindiefolk mit Trummer

    trummer.jpgVor nicht allzu langer Zeit machte sich der Frutiger Singer-Songwriter Trummer auf den Weg nach New York, um dort als Christopher Bernhard sein Glück zu versuchen. Dabei lernte er The Bowmans kennen und lieben, mit denen es danach auf Tournee durch Europa ging. Anfang Oktober will er nun seine neue CD veröffentlichen, die er zur grossen Überraschung in Berndeutsch einsingt. Erste akustische Kostproben seiner „Wohnzimmerindiefolk-Platte“ gibts auf seiner MySpace-Seite! Einfach, nachdenklich und berührend!

    Übrigens: Zeitgleich arbeitet Trummer auch wieder an englischsprachigem Material!

    Rockstoff

    lockstoff-1.JPGIrgendwie hatte ich Lockstoff als die Aarauer Alternative zu den Berner Oberländern von Plüsch in Erinnerung. Falsch, ganz falsch! Letzte Woche erschien mit der Single „Schneller Höcher Wiiter“ der erste Bote aufs kommende Album „Yauu!“ (Yauu! Records/Musikvertrieb) Ein Song mit Rock’n’Roll im Blut, der mit fliessendem Gesang überrascht. Daran knüpft auch das zweite Stück auf der Single an: Wie ein „Tornado“ gipfelt der gleichnamige Song in einer Gitarren-Gesangs-Orgie. Ein wahrer Sturm von einem Finish und irgendwie schneller als Plüsch…

    Das Feuer brennt lichterloh

    thefire.jpg„Small Town Boy“ von Bronski Beat zu covern, setzt verdammt viel Mut voraus. Diesen Mut und zwölf weitere Gründe, ihre CD zu kaufen, bringen The Fire aus italienischem Hause mit sich. Mal mit viel wuchtiger Rockmusik („Unwish“), mal mit rotzfrechen Punkrocksalven („Erase Her Love“) oder dann mit „hardrockigen“ Ausflügen („One Way Train“) und Hardcore-Exzessen („Waitin‘ 4“) ausgestattet: Ihr Debütalbum „Loverdrive“ (Musikvertrieb) bringt die Boxen zum Brennen. Höhepunkt: Die Hommage an die Suicide Girls – denen ihre drei Backgroundsängerinnen angehören!

    Helden leben lange…

    helden.jpgJuli haben ihre perfekte Welle, Silbermond haben ihre Sängerin Stefanie Kloss. In Punkto One-Hit-Wonder oder Optik vermögen Wir sind Helden mit der jungen deutschsprachigen Konkurrenz, die mit weiblicher Sängerin aufwartet, nicht mitzuhalten. Dafür hat die Band um Judith Holofernes etwas für die Ewigkeit: Den Wohlfühl-Faktor und den Gute-Laune-Effekt in ihrer Musik.

    Wie riesengross die Helden eigentlich geworden sind, wird einem immer erst in Momenten an Festivals bewusst, wenn sie auf der Bühne stehen und die Zuschauermenge davor nicht mehr weiss, wie gross sie noch werden will. Auch in diesem Sommer wird man dieses Phänomen in der Schweiz verfolgen können, wenn Wir sind Helden ihr neues Album Soundso in St. Gallen präsentieren werden. Darauf hyperventiliert sich Judith mit ihren Männern durch „Endlich ein Grund zur Panik“. Sie duelliert mit Francesco Wilking von Tele auf „Für nichts garantieren“. Oder sie überlässt den Einstieg auf dem Titelstück dem Gitarristen Jean-Michelle Tourette, der seine Gitarre aufheulen und losfluchen lässt.

    Zwar gibts auch auf Soundso stellenweise nervig-banale Momente, die man sich getrost hätte sparen können. Diese beschränken sich allerdings auf die „Ode an die Arbeit“ und auf „Hände hoch“. Ansonsten macht es Spass, den Helden und ihren in schöne Worte verpackten Texten über zwischenmenschliche Beziehungen und den Alltag zuzuhören – wohlgemerkt, dies sind Worte aus der Feder eines bis anhin bekennenden Anti-Helden. Und mit dem abschliessenden „Lass uns verschwinden“, lassen die Berliner den Hörer mit offenem Mund dastehen: „Lass uns verschwinden – wir lösen uns auf. Lass uns verschwinden – da kommt keiner drauf.“

    Carnation wie die Beatles?

    carnation.jpgDas Wembley Stadium ist es zwar nicht gerade. Dafür wandelt die Bieler Rockband Carnation auch nicht auf den Spuren von Muse, sondern auf jenen der Beatles. Weit über 200 Mal traten die Pilzköpfe im Cavern Club in Liverpool auf, bevor sie ihren grossen Durchbruch feiern konnten. Am 27. und 28. Mai wagen nun Carnation den Gang auf diese Kultbühne, hinein ins Rampenlicht, um anlässlich des International Pop Overthrow zwei Konzerte zu spielen. „Im Cavern in Liverpool zu spielen ist für uns eine grosse Ehre und etwas einmaliges“, sagt Carnation-Drummer Kevin Verhaeghe (links im Bild) im Hinblick auf die bevorstehenden Auftritte.

    Voraussichtlich im Spätherbst werden Carnation auch wieder neue Songs am Start haben. Geplant ist eine EP, welche auf das vor drei Jahren veröffentlichte und in Schweden aufgenommene Album Waxy’s Little Sister folgen wird. Dieses ist nach einem Club in London benannt, der trotz des aktuellen Englandabstechers der Band weiterhin darauf warten muss, die vier Bieler beherbergen zu können. Nach der Rückkehr aus Liverpool stehen einzelne Konzerte in der Schweiz auf dem Programm. Danach verschlägt es Carnation, die eine Unmenge an melodiösem 60-er Flair versprühen, mit grossartigen Rock’n’Roll-Tunes aufwarten und live sowieso eine riesengrosse, energievolle Wucht sind, wieder ins Ausland. Geplant sind Auftritte in Holland – wobei die Details noch geklärt werden müssen. Carnation live? I guess they must be good at it!

    Funky Alphorn!

    alphorn.jpgWenn Mike Maurer den Funk predigt, dann greift er nicht selten zum Alphorn. No Faith, No Funk heisst das Album, das er vor kurzem mit seiner Band als Al P. Horn & The Funk Preachers veröffentlicht hat. Wer aufgrund dieser Konstellation – Alphorn und Funk – skeptisch die Nase rümpft, wird hier sein blaues Wunder erleben: Die sieben Songs (darunter ein Cover von James Browns „Pass the Peas“) grooven und klingen so zeitgemäss und sexy, dass die Funken sprühen!

    Linkin Park: Vielseitig, aber…

    linkinpark1.jpgEin bisschen Geschrei hier, ein paar Balladen da. Eine Prise Hip-Hop. Ausflüge in den Metal. Poppig-rockige Momente. Das neue Linkin-Park-Album „Minutes To Midnight“ bietet Abwechslung. Aber die Songs bilden keine Einheit und wirken oftmals uninspiriert. Lichtblicke sind das pulsierende „Bleed It Out“ sowie jene Momente, in denen Mike Shinoda zum Mikrofon greift. Aber vom „besten Linkin-Park-Album“ kann hier keine Rede sein – selbst wenn die Kalifornier dem Nu-Metal weitgehend den Rücken gekehrt haben und sich zur Pop-Rock-Musik hinbewegen.

    Live: 11. Juni im Hallenstadion.

    Sind Linkin Park besser und wichtiger?

    linkinpark.jpgMit den Worten: „Erste Kritiker, die das Album zu hören bekamen, sprachen bereits vom bisher besten und wichtigsten LINKIN PARK-Album“, wird das Phrasenschwein im Promomail von Warner gefüttert. Am 11. Mai erscheint Minutes to Midnight bei uns. Eine objektivere und ausführlichere Meinung dazu wird an dieser Stelle folgen. Bis dahin darf man sich auf ihrer MySpace-Seite die erste Single „What I’ve Done“ anhören und selber entscheiden, ob der Song in die „beste und wichtigste“ Richtung weist!

    Die Manics predigen wie in alten Zeiten

    maniccover.jpgAnders als es der Name suggerierte, war das letzte Studioalbum der Manic Street Preachers, Lifeblood, ein ziemlich blutleeres Geschöpf. Elektronisch, poppig und für Manics-Verhältnisse ungewohnt. Dass die Band damit von ihrem Weg abgekommen war, erkannte auch Sänger James Dean Bradfield: „Wir mögen es immer noch und wir arbeiteten auch gerne daran. Aber wir haben damals irgendwie den Instinkt verloren“ sagt er rückblickend.

    Seit heute gibts Send Away the Tigers, ihr neues Studioalbum, zu kaufen. Und damit ist auch der Manics-Instinkt zurückgekehrt. Die Musik ist wieder härter, rockiger und unverbrauchter – wie in den Anfangszeiten. Nicht nur in der musikalischen Stimmung schwirrt der Geist ihres seit zwölf Jahren verschollenen Gitarristen Richey Edwards durch die Songs. Auch textlich halten die verbliebenen Manics den ebenso brillianten, wie auch durchgeknallten Songschreiber Richey am Leben. Mit dem poppigen „Your Love Alone Is Not Enough“, auf dem als Gaststimme Nina Persson von den Cardigans hinzugezogen wurde, meisseln sie ihrem langjährigen Weggefährten ein eingängiges Denkmal.

    Daneben zelebrieren sie im ungestümen „Underdogs“ die Individualität, im „Autumnsong“ fahren sie Queen-lastigen Bombast auf oder auf „Rendition“ geben sie mit Augenzwinkern zu Protokoll, dass Jack Lemmon der Inbegriff dessen gewesen sei, was sie früher an den USA geschätzt hätten. Sowieso, Bassist und Songschreiber Nicky Wire ist textlich einmal mehr in Höchstform. Politische Statements werden nicht auf dem Silbertablett serviert, sondern verhüllt und nicht auf den ersten Blick erkennbar präsentiert. Es gilt also nach wie vor: Die Manics hört man nicht, mit ihnen setzt man sich auseinander.

    Interview mit James Dean Bradfield!

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