78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Editors vs. Interpol: Die Briten legen vor

Von    |   25. Juni 2007   |   4 Kommentare

Fehdehandschuh hingeworfen: EditorsDas Duell um die Krone kann beginnen. Die Editors haben Interpol den Fehdehandschuh hingeworfen und fordern die Könige des düsteren Pop-Rock heraus. Heute erscheint ihr zweites Album „And End Has A Start“ (Kitchenware/PIAS/Musikvertrieb). In zwei Wochen werden Interpol ihrerseits ihr drittes Album veröffentlichen. Von beiden Bands waren bereits vereinzelt Songs ins Netz gelangt, verlässliche Prognosen auf die Qualität der beiden Alben waren jedoch nicht möglich.

Die Editors starten fulminant: „Smokers Outside The Hospital Doors“ ist auf viereinhalb Minuten verdichteter Post-Rock, garniert mit einer leicht verdaulichen Pop-Hookline und der unglaublich düster-melancholischen Stimme von Tom Smith. Das sind die unwiderstehlichen Editors, wie man sie von ihrem Debut kennt.

Der darauffolgende Titeltrack dagegen ist eine Enttäuschung, zu sehr ist der Song auf die Verwendbarkeit als Radiosingle getrimmt. Langweiliger Powerpoprockirgenwas. Dieses Schwanken zwischen Genie und Lahmsinn zieht sich durch das ganze Album. Auf Songs, die man dutzende Male in Folge hören könnte, folgen solche, die – immer gemessen am Niveau, das man von einer Band wie dieser erwartet – einfach abfallen.

Insgesamt ist „And End Has A Start“ ein Album, das keiner Plattensammlung Schande bereitet, das aber unüberhörbar seine Schwächen hat. Wenn Interpol diese in zwei Wochen auszunützen wissen, dann wird der Titelverteidiger als Sieger aus diesem Duell hervorgehen und die Editors mit einem fetten Schmiss auf der Backe zurück in den Proberaum schicken.

Zum Schluss: Don’t get me wrong, die Editors sind eine grossartige Band, aber in diesen Höhen ist die Luft dünn…

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