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Heimkehren mit Estrella Morente

Von    |   27. August 2006   |   4 Kommentare

Estrella MorenteLand: Spanien. Ort: Granada. Frisur: wunderbar gewelltes Haar. Estrella Morente versüsst mit ihrem neusten Werk „Mujeres“ (Virgin) den traditionellen Flamenco ihres Vaters und Maestros Enrique Morente. Auf ihrem Erstling „Mi Cante y un Poema“ noch ein bisschen verhalten mit Neuinterpretationen älterer Flamenco Stücke beschäftigt, covert die nun 26-jährige auf „Mujeres“ das nicht gänzlich unbekannte „Ne Me Quitte pas“ (Nina Simone / Jacques Brel) sowie das feine „La Noche De Mi Amor“ der charmanten Chavela Vargas und „Ay Mari Cruz“ von der 2003 verstorbenen Sängerin und Filmschauspielerin Imperio Argentina. Doch nicht nur Coverversionen fanden platz auf diesem Must-Have-Bijou, so entspringt etwa das sinnliche „La Joya“ oder das impulsive „Yerma“ aus Morentes Feder. Frech und kokett implementiert die feurige Spanierin Jazz und Blues in ihren Flamenco, haucht dazu „Ne Me Quitte Pas“ und zelebriert die Rückkehr zu sich selbst. Dies muss wohl auch Pedro Amodóvar Tränen in die Augen getrieben haben und so engagierte er das Wunderkind aus Granada für seine Hommage an starke Frauen „Volver“ (heimkehren) für den gleichnamigen Gesangspart. Mit Estrella Morente schafft der Flamenco den Sprung ins neue Jahrtausend. Olé!