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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

  • kickass lyrics
  • Alles zu ‘Motel’

    Piratenpartei marschiert nach Brüssel und (vielleicht) bald auch nach Bern

    Die schwedische Piratenpartei hat bei den Europawahlen vom vergangenen Wochenende mit 7.1 Prozent Wählerstimmen einen Sitz im Europaparlement gewonnen. Es könnte erst der Anfang einer neuen politischen Bewegung sein, auch in der Schweiz. Lesen »

    Swiss Music Awards 2009: Die Bilder

    In unserer Gallerie zeigen wir die schönsten Bilder von den Swiss Music Awards 2009. Schneller als alle anderen natürlich! Lesen »

    Dem Nouvelle Chanson entwachsen

    Sieben Jahre nach dem Hype um den frankophonen Pop veröffentlichen zwei Urgesteine der Szene ihre besten Alben; Francoiz Breut und Jérôme Minière. Lesen »

    78s-Motel: Irrungen um die Popmusik in Basel

    Die Kaserne Basel hat letzte Woche für Schlagzeilen gesorgt. Die Babyshambles boten ein berauschendes Konzert. Kurz darauf wurde den beiden Musikverantwortlichen gekündigt. Lesen »

    78s-Motel: Schlafen kann ich, wenn ich alt bin

    Fabian ChiquetNa gut, dann mal weiter. Ich habe wohl – von mir selbst unbemerkt – den Entschluss gefasst, mit dem Seelenstriptease bis ans Ende dieser Geschichte weiterzumachen. Was soll ich denn sonst tun? Mehr als mich selbst habe ich nicht zu bieten. Darum sage ich hier nichts als die Wahrheit, wissend dass diese eine von mir inszenierte ist. Lesen »

    78s Motel: Subventionen für Graubünden-Rock

    Rock – Fels. Davon gäbe es eigentlich genug in unserem östlichsten Kanton. Seien es die mächtigen Malmkalke des Helvetikums im Norden (von wo der Name des allseits beliebten Calanda-Bieres herkommt), die Penninischen Decken in der Mitte (von woher das Wasser kommt, mit welchem es gebraut wird) oder die tektonisch eigentlich schon zu Österreich gehörenden Einheiten des Ostalpins im Südosten; als Bündner ist man eigentlich ständig von Fels – also Rock – umgeben. Eine Bestandesaufnahme von Corsin Capaul* und Shimon Spitzhorn**.Shimon Spitzhorn: Rockmusik in Graubünden?

    Corsin Capaul: Ist dies (der viele Fels) also der Grund, warum hierzulande der immer dünner werdenden Besiedlung zum Trotz immer noch kräftig gerockt wird? Wir wissen es nicht und selbst die Experten tappen nach wie vor im Dunkeln.
    Tatsache ist aber, dass bei uns ein paar wenige Künstler beheimatet sind, welche regelmässig interessante Töne von sich geben. Tatsache ist auch, dass diese kleine aber feine Szene von öffentlicher Hand unterstützt wird – und das ist auch gut so. Ja ja, den Staat schlank behalten und so – schon gut, aber wir Bündner Rocker haben das echt verdient. Denn wir sind aktiv und die kleinen Zustupfe mit denen wir auskommen haben Frau Widmer-Schlumpf auch nicht daran hindern können unsere Staatsfinanzen zu sanieren.

    S.S.: Aber was macht ihr eigentlich?

    C.C.: Oh yeah, sorry. Zurück zum Kerngeschäft: Das Organ, über welches die hiesige Szene die öffentlichen Zuwendungen adsorbiert nennt sich vereinbuendnermusikszene oder kurz VBM. Erklärtes Ziel des VBM ist es, die Aktivität und den Austausch innerhalb der Bündner Musikszene zu fördern. Für einmal nicht berücksichtigt werden dabei die etablierten (was auch immer das heissen mag) Sparten Klassik und Volksmusik. Das ambitiöse Ziel (also Förderung des Austausches und blablabla) soll durch die regelmässige Organisation von Konzertveranstaltungen im ganzen Kanton erreicht werden.

    S.S.: Tönt alles furchtbar klug, aber was habt ihr vom VBM bis heute geleistet?

    C.C.: Also gut, Klartext:

    – Januar 2007: Gründung des VBM an der ersten ordentlichen Generalversammlung im Sunshine Pub, Chur.
    – März 2007: Kennenlern-Bowling
    – Mai 2007: Konzert mit Spinfire und The Pets in „The Lounge“ im Hotel Mundaun, Ilanz
    – August 2007: 3-tägiges Openair während des Churer Stadtfestes mit 19 Bands, 17 davon aus dem Kanton Graubünden. Die Einnahmen vom Getränkeverkauf werden auf die Seite gelegt und in diesem Jahr als zusätzliche Gagen ausgeschüttet.
    – Dezember 2007: Gemeinsames Nachtessen der Stadtfest-Helfer im Hotel Marsöl zusammen mit dem TriTeam Calanda, dem HC Poeckianer und dem Tamilenverein Chur (das sind die anderer Vereine, die bei der Openair-Organisation mithelfen).
    – 26.Januar 2008: Feier zum 1-jährigen Bestehen des VBM im Palazzo Südostschweiz. Konzert mit Gulliver, Nguru und The Capoonz.

    S.S.: Na dann feiert mal tüchtig. Aber lasst mir die ganzen Berge stehen, bitteschön!

    *Capaul (Name von der Redaktion geändert) ist Präsident des vereinbuendnermusikszene und spielt selbst Gitarre in der Elektro-Rock Band Gulliver.

    **Spitzhorn (Name von der Redaktion geändert) ist freierschaffender Journalist und schreibt hauptsächlich für unabhängige Rockermagazine in der Schweiz.

    > Illustration: Sarah von Blumenthal

    78s-Motel: Bilanz nach 30 Gästen

    Anfangs Mai hat das 78s-Motel seine Tore geöffnet, seither haben 30 Gäste an unserer Reception eingecheckt. Der Concierge übergab die Zimmerschlüssel für die Whirlpool-Suite an Music Stars und I(ndie)dealisten. Selbst Pete Doherty gab sich die Ehre. Weil er sich nicht zum Schreiben zwingen liess, hörte der Concierge kurzerhand sein Telefon ab. Alle andern haben auf der Hermes Baby unseres Motels in die Tasten gehauen und brachten uns mit ihren Ergüssen zum Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Gähnen und auf die Palme.

    Das am polemischsten diskutierte Thema im 78s-Motel war der zerrütete Zustand der Schweizer Musiklandschaft und der Musikindustrie im allgemeinen. Kutti MC schlug den helvetischen Retortenpop kurz und klein, Kommentarrekordhalter und Kid Ikarus-Gitarrist Patrick verfasste ein Pamphlet gegen die CH-Musikszene und auch der Kulturjournalist Marc Krebs schoss scharf, allerdings in die entgegengesetzte Richtung – auf die transusigen Musiker. Louisville-Kopf Patrick und Favez-Sänger Chris dagegen wurden angesichts des MP3-Zeitalters nostalgisch.

    Doch blicken wir lieber in die Zukunft und kommen zum Neujahrsvorsatz Nr. 1 des Motel-Managements: Dani Beck ins Motel holen. Beck konnte unseren wiederholten Einladungen bisher leider nicht nachkommen, denn er ist ein vielbeschäftigter Mann. Dafür haben wir Verständnis, schliesslich sind wir Brüder im Geiste und können uns aus eigener Erfahrung ausmalen, wie anstrengend seine journalistische Arbeit ist. Heute in Montreal eine Band entdecken, morgen ein Szenereport über Brooklyn drehen und mit kaum verdauten Jetlag bereits wieder am Music Night-Sendepult die CD eines heissen Schweizer Acts in die Höhe halten.

    Vorsatz Nr. 2: Mehr Politiker, Dichter und Filmemacher im Motel einquartieren.

    Vorsatz Nr. 3: Mehr Frauen. Obwohl wir uns bemüht haben den Musicbiz-Talk der Jungs mit femininer Emotion zu panschen, ist die Frauenquote im Motel mit 10% leider nach wie vor erbärmlich tief – dabei haben uns gerade die einzigen drei schreibwilligen Damen die rührendsten Texte an der Reception hinterlassen: Fabienne Louves schenkte uns mit ihrer 360°-Drehung eine wunderbare Metapher auf das Musicstardasein, Annakin berichtete mit Schweisshändchen vom Lampenfieber und Fifty Foot Mama erzählte so anrührend von ihrer Kindheit, dass die Augen des Portiers ganz glasig wurden.

    >>> Zimmer-Reservationen unter info@78s.ch

    P.S. Dani, überlegs dir doch nochmal, ja?

    Allen anderen Danke fürs Mitmachen. Wir wünschen weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im 78s-Motel.

    78s Motel: Philippe Amrein 70’000 Zigaretten später

    Die ganze Nacht über hatte es geschneit. Knietiefer Schnee bedeckte die Strassen der Stadt, als ich mir draussen in der Einöde von Zürich-Wipkingen tapfer meinen Weg zur Bushaltestelle bahnte, um die letzten Details eines Projekts zu klären, das eigentlich nur Vollbekloppte in Angriff nehmen können: den Neustart der Musikzeitung «Loop», die in ihrem ersten Betriebsjahr grandios gescheitert war, was man aus heutiger Sicht wohl als Grounding bezeichnen würde – diesen Begriff überliessen wir freilich in weiser Voraussicht der Swissair, die ihn dann ein paar Jahre später mit Nachdruck prägte.

    Februar 1999: Auf den Plattenspielern drehten sich die epochalen Werke «I See a Darkness» (Bonnie ‚Prince‘ Billy) und «Knock Knock» (Smog), und in einem backofengrossen Büro an der Langstrasse machten wir uns ans Werk, bastelten ein aufgefrischtes Layout zusammen und hauten in einem wahren Kraftakt die erste «Loop»-Ausgabe nach neuer Zeitrechnung (die elfte insgesamt) raus. «We hit the ground running», um es mit den gesungenen Worten von Bill «Smog» Callahan zu formulieren, und wenn man gleich mit satter Beschleunigung auf dem Boden der Realität auftritt, läuft man einfach immer weiter – bis heute. Man mag das stur nennen, unbeirrbar oder schlicht «dedicated», um eine etwas nettere Vokabel zu bemühen.

    Dezember 2007: 70’000 Zigaretten später sitze ich vor einem schwach erleuchteten Bildschirm am anderen Ende der Stadt. Wohnorte, Arbeitswege und sogar die Büroadresse haben sich im Verlauf der Jahre verschoben, doch eine Konstante ist geblieben: «Loop», dessen 100. Ausgabe druckfrisch neben der Tastatur liegt und Zeugnis davon ablegt, dass es irgendwie immer geht – weil es nun mal gehen muss. Da ist sie wieder, diese Sturheit, die mich jahrelang fluchend und improvisierend von Ausgabe zu Ausgabe getrieben hat. Nach langen Jahren der Entbehrung, der Selbstausbeutung, -behauptung, -verarsche, -verherrlichung und -zerstörung, die das kleinbetriebliche Zeitungsmachergeschäft so mit sich bringt, werfe ich einen wehmütigen Blick zurück, der an einzelnen Erinnerungen hängen bleibt. Erinnerungen an eine Zeit, als sich der digitale Briefverkehr allmählich durchzusetzen begann. Als man noch stapelweise CD-Covers einscannen musste. Als die Plattenindustrie ihrem Namen noch gerecht wurde. Als der jugendliche Enthusiasmus allmählich verwehte, um dann doch immer wieder zurückzukehren. Denn wenn man erst einmal damit begonnen hat, seine Leidenschaft für Musik in Worte zu fassen, gibt es kein Entrinnen mehr.

    Nun, heutzutage würde ich wohl ebenfalls einen Blog wie 78s.ch führen, würde liebevoll gestaltete Videointerviews hochladen und voller Elan das musikalische Tagesgeschehen kommentieren. Doch mitterweile bin ich zu alt, um noch jung sterben zu können, also halte ich mich ans bedruckte Zeitungspapier, das allmählich zwischen meinen Fingern vergilbt. Bis meine Hände kalt und tot sind. Aberschosicher!

    Aus Anlass des zehnjährigen «Loop»-Jubiläums spielt das famose Hamburger Trio Hoo Doo Girl ein grosses Konzert: Freitag, 14.12., 20.20 Uhr, El Lokal, Zürich

    Philippe Amrein (31) ist Chefredaktor der Musikzeitung «Loop» in Zürich. Nebenberuflich ist er unter dem Kampfnamen Phil Duke auch als singender Songschreiber unterwegs.

    > Illustration: Sarah von Blumenthal

    78s-Motel: Vlada in Nashville

    Mittlerweile bin ich in Nashville, Tennessee, angelangt, und ich muss mich immer noch kneifen, um herauszufinden, ob mein Abenteuer nun Traum oder Wirklichkeit sei. Die Reise begann 2003, völlig unerwartet, ungeplant und ohne Vorwarnung, als Weltklassemusiker und Helden von mir 14 Songs meines Debutalbums einspielten. Dass Cats, die sonst für Sting, Michael Jackson, Stevie Wonder oder Whitney Houston wirken, plötzlich in einem abgelegenen Jurawinkel in Lommiswil SO die Songs eines völlig unbekannten Schweizers einspielen, grenzt an ein Wunder, welches ich bis heute kaum fassen kann. Es ist etwa so wahrscheinlich, wie wenn Manchester United in Bestbesetzung an einem Grümpelturnier in Küttigen AG antreten würde. Ich hatte die Gelegenheit zwar weder gesucht, noch verdient, doch ich nahm sie gerne als Gottesgeschenk an, und meine Verantwortung war fortan, die Produktion nach bestem Wissen und Gewissen abzuschliessen.

    Das war vor knapp 5 Jahren. In der Zwischenzeit lag die Produktion aus diversen Gründen 2 ½ Jahre auf Eis. Ich wusste offen gesagt nicht, wie und mit wem ich die Scheibe fertig stellen soll. Ich hatte zudem den Eindruck, ich sollte nichts überstürzen und einfach warten, was mir zwar sehr schwer fiel, doch das Ausharren lohnte sich. Denn anfangs 2006 ergab sich die Möglichkeit, das Album mit Mark Kibble (Take 6), meinem absoluten Vocal Hero, abzuschliessen, womit wiederum ein grosser Traum in Erfüllung ging. So flog ich nach Nashville, wo wir Horns, Backing Vocals, Hammond und Percussion aufnahmen. Nach drei US-Trips und diversen Türen, die sich öffneten, habe ich schliesslich diesen Sommer meinen Traumjob als PR-Mensch beim Konzertveranstalter AllBlues aufgeben, um dieses Baby endlich zu gebären. Nun bin ich seit zwei Monaten in Nashville, wo ich neben den Lead Vocal Sessions viel Zeit mit Editing, Networking, Songs Fertigschreiben und Admin-Kram verbrachte. Die Tage sind sehr voll und intensiv, doch der Traum will schliesslich auch gelebt werden!

    Derzeit wird das Album gemischt, und ich kann das Endresultat kaum erwarten. Gleichzeitig bin ich mir dessen bewusst, dass es bloss eine CD ist, eine von Abertausenden. Und wie mein Soundingenieur hier sagte: «The album is not the journey, it’s just packing up for the trip!» Jetzt geht es erst richtig los! Im Moment bewerbe ich mich um ein US-Arbeitsvisum, um hier nächstes Jahr möglichst viel live zu spielen und nach einem geeigneten Vertrieb suchen. Ich weiss zwar nicht, was mich erwartet, doch ich vertraue, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das Abenteuer geht weiter! Greetings from Nashville, Vlada

    >> Das Debutalbum von Vlada erscheint im nächsten Jahr
    >> Vlada live (mit 7-köpfiger Band): 17./18.1.08, Trattoria & Soul, Zürich

    Illustration: Sarah von Blumenthal

    78s Motel: Back to the Future mit Favez-Sänger Chris

    I remember 2007 really well, it was soooo damn cool, we used to chat on myspace, make new friends, I remember all the excitement that would arise when Against Me posted their album, you could listen to it, check out the torrents and download the songs, we’d chat about it for hours on msn, those were the good old days…

    Now it’s all about going to a boring mental wi-fi connection place, hooking up your brain and exchanging your thoughts… The kids nowadays don’t even use a keyboard! There’s no real relationship, you’re not chatting, you’re not even adding friends anymore, it just makes me sick. Ah, the good times we had… My Chemical Romance! Now that’s what I call music. We’d plug in the good ol‘ webcam and check out each others‘ eyeliner listening to the Black Parade. That’s how rock and roll is supposed to be listened to: great sounding 64kbps Mp3s. These days it’s all about 1Ko multi compressed crap, you can’t even hear the phasing on the cymbals! In 2007, we could have fun with barely 400 Gigas of downloads, now they need at least a 10% DDBC (Direct Download to Brain Capacity) to be satisfied. And the crap these kids listen to is unbelievable. Give me one lyric as powerful as the late great Avril Lavigne’s: „this innocence is brilliant, i hope that it will stay, this moment is perfect, please don’t go away“.

    I know that some of you think that I’m just an old asshole who can’t adapt to society, but I do believe that rock music was meant to be in Tony Hawks games and in Mercedes adds, not floating in the air waiting for some stupid kid to get it on his DDBC. You used to have to work hard, surf the net, even go to a Starbucks to get your music, now you can just wait for it to land in your skull. No work, no investment, no pleasure.

    Thank god some old school bands like Fall Out Boy are still using the good old method of posting blogs and spamming their Friends, I could never get used to the DDBC ways. Don’t these new Chinese bands know about different time zones? Waking up in the middle of the night to hear a tour announcement screaming in your head just doesn’t do it for me! I’m not talking about the pre historical ways, of course the Vinylised Compacted Diskettes (or whatever they were called) totally sucked, to have to get up and press play on your turntable needle was grotesque and I’m glad technology saved us from THAT, but nowadays, it’s just going too far and too fast.

    That’s the problem with the kids, they just don’t know where to stop. We just should have freezed in 2007, when everything was simple and human…

    Signed: Angry In Lausanne.

    > Chris Wicky ist Favez-Frontmann, ab und zu nostalgisch und zurzeit in der Deutschschweiz auf Tour.

    Illustration: Sarah von Blumenthal

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