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  • kickass lyrics
  • Alles zu ‘Lovebugs’

    Lovebugs im Weichenstellkarussell

    Unser Autor im SchneeCasino, Herisau (2.9.06)

    Eigentlich ist in Herisau jedes Mal irgendwas Bahnbrechendes, Wegleitendes und/oder Schicksalshaftes passiert. Ist etwa das fünfte Mal dass wir da spielen und immer war’s ein Knotenpunkt. Beim ersten Mal haben wir unseren Manager und Busenfreund Ricco de la Gadgetta kennengelernt und vor drei Jahren zum Beispiel hatten wir beim Nachtessen bei Schnitzel/Pommesfrites die Idee, eine Unplugged-Platte zu machen. Das Restaurant ist jetzt ein Nichtraucherspunten und macht dadurch solcherlei brilliante Denkakrobatik unmöglich. Kennen tun wir auch schon alle, also wird’s schwierig hier im Casino Weichenstellkarussell irgendwas zu reissen, und wir beschliessen einfach auf gerdadem Weg das Glück herauszufordern und kaufen ein paar Euromillionscheine.

    Das Konzert war mal wieder von der Sorte Glimmbrand (remember the Grillstand?), also gemütlich am vor-sich-hin-glühen und dann am Schluss irgendwann schmeisst einer noch mal etwas Brennspiritus und zwei kleine Strohballen drüber (don’t try this at home folks…) und die ganze Geschichte explodiert in einem riesigen Funkenregen und vier Feuerbälle schiessen quer durch die Halle und mischen sich mit vibrierenden Halszäpfchen und Stimmbändern und zerbersten in einem Viollet/roten Meer aus Flammensplittern über den…ich komm glaub ins Plappern…es war jedenfalls super! Die Afterwork-Party wurde wegen Nichtexistieren von geeigneter Lokalität in die Hotelbar verlegt wo unglaublicherweise niemand war und trotzdem nichts kaputtging. Es hat sich noch herausgestellt, dass es in Herisau ziemlich mutige und latent gereizte Männer mit Hunden unterwegs sind. Gewonnen hat dann niemand so eine Million. Dafür fing’s an zu schneien – und das ist ja manchmal auch schön…

    Lovebugs zwischen Tokio und New York

    Backliner PhilippMarsoel, Chur (27.10.06)

    Chur ist cool. Das jedenfalls sagt die alte Trendposaune Tyler Brulé, der Mann der uns allen seit über 10 Jahren hilft, das richtige gut zu finden. Er schmeisst Chur – wo ich immer gedacht hab das sei einfach ein bisschen Altstadt um einen Mc Donalds drive-in drum rum – in die Schublade der „100 trendigsten Städte der Welt“. Also in etwa so: New York, Tokio, Chur, San Francisco, Kopenhagen und Berlin – das gibt unserer Tour natürlich sofort einen neuen und ziemlich internationalen Anstrich, und so binden wir uns alle bei der Autobahnausfahrt noch schnell ein Foulard um, nehmen ein After-Eight aus dem Humidor in der Tankstelle, und saugen dann im Marsoel diesen wundervoll zartbitteren Duft von trendigem alpine-chic und urbanem Paradies ein…herrlich!

    Florian (ein eher bodenständiger Mensch) fühlte sich nicht so wohl in diesem mondänen flair und hatte darum nicht grad den Abend seines Lebens, wohingegen Simon das beste Konzert der Tour erlebte und da merkt man halt wieder was es ausmacht, wenn die Garderobe stimmt. Für alle die nicht in einer Metropole leben, kann ich übrigens noch sagen: Feuerwerk an Konzerten ist wieder ganz gross im kommen! Nehmt eure Feuervögel und Dynamitstangen mit in den Club und macht gute Stimmung. Das Nachtleben von Chur ist dann eine echte Überraschung, und da hat der Tyler gar nicht so unrecht, weil um halb sieben ist in Basel wirklich keine Bar mehr offen. In Chur schon, aber was international überall gleich ist, ist die Zerquetschtheit des Schlagzeugers dann um halb elf morgens im Hotel und auch, dass die Bühne halt noch in den Bus muss, da kann kann man noch so viel rauchen…

    3000 Hände für die Lovebugs

    Endlich sehen wir mal den Adi...City Halle, Winterthur (20.10.06)

    Das sah da drin ungefähr aus wie in meiner Lieblingsbar um die Ecke, und hatte Platz für ein ziemliches grosses Rudel Leute. Unser Harakiri-Mischer Andy hat seine Banane mittlerweile verdaut und am Mischpult ein paar Schrauben anziehen lassen (man kennt das ja, wenn man die Kaffeemaschine in den Laden bringt: „Oh, das hatten wir aber noch gar nie, und das ist vom Technischen her gar nicht möglich, dass jetzt da dings…), und das stimmte doch alle zuversichtlich. Ganz flott war als dann Eulen Meusengrecht und seine Paces zum Soundcheck erschienen, weil man hatte sich doch zwei Wochen nicht mehr gesehen (ausser vielleicht in eben dieser Bar um die Ecke) und das ist eine lange Zeit, wenn man noch so frisch verliebt ist wie wir alle…

    Es waren wieder 1500 Leute da und absolut die Krönung! Stadioncheckmässig sind das ziemlich viele Hände und in der ersten Reihe ging’s sowieso unerhört ab heut Abend. Bei uns auf der Bühne ging’s eher drunter und drüber, aber nicht wie in Bern sondern in kleinen leicht verträglichen Dosen (quasi Bananenschnitze in einem Fruchtsalat…), und das ist ja eine Bereicherung für alle Beteiligten, weil Schadenfreude ist doch auch Freude, und bei uns rennt dann die ganze Crew so lustig im Kreis rum und niemand weiss wer jetzt was und wie tun soll und das lockert die ganze Sache mordsmässig auf für uns fünf. Wirklich ein schöner Abend, auch im Salzhaus nachher und in der Bahnhofsunterführung und am Dönerstand und alles…spitzenmässig, bis bald!

    Weggefickt! (Text trotzdem absolut jugendfrei)

    Hilft manchmal: Eine BananeBierhübeli, Bern (13.10.06)

    Wegen technischen Problemen hat es ein wenig länger gedauert, bis dieser Bericht fertig wurde. Das System total abgesägt und im Leerlauf. Kann noch ein Weilchen dauern, ich tu mal Neustart drücken, eine Banane essen und dann sehn wir uns vielleicht wieder…(und wenn ihr findet eine Woche sei lang, dann ist das ungefähr gar nichts im Vergleich zur gefühlten Zeit auf einer Bühne, wenn’s beim ersten Song die gesamte Anlage wegfickt und man da steht mit abgesägten Long-Johns. Kann nicht mal „Hallo“ sagen, weil das Mikrophon ja auch mausetot ist, die Zigaretten sind weit weg und mit jeder Sekunde saugt irgendwer den Schwung für die nächsten 90 Minuten aus den Instrumenten während man wartet und wartet und wartet…). Die Banane immerhin ist von Max Havelaar, ziemlich reif und lecker…

    Korken raus, diesmal

    Lovebugs-Flo ohne KorkenD!Club, Lausanne (11.10.06 )

    Abwechslung macht das Leben süss und Fremdsprachen wollen ja regelmässig praktiziert werden… und das geht doch eh am besten, wenn man in Not ist und gar nicht anders kann, weil man muss – und im D!Club (sprich Diiklööbb) muss man, (auch wenn man nicht kann…), wenn man nicht möchte, dass die ganze Technik sofort zu Staub zerfällt während dem Soundcheck. So kompliziert ungefähr wie dieser Satz war das dann jedenfalls für unsere Crew, die erst mal in vorbildlicher pötätre-schö-parl-de-la-francoise-manier die ganze Technik reparierte und aus ein paar Lichtschaltern und alten Boxen eine schlussendlich ziemlich tiptop helldunkel-lautleise-Anlage aus dem Discoinventar zusammenbastelte. Unsere Lieblingsvorband The Paces waren leider nicht am Start und wurden von Stevens aus Genf vertreten. Die sind sehr gut und können auch sehr gut französisch…

    Adrian liess das nicht auf sich sitzen und machte ebenfalls alle Ansagen auf, naja: Französisch ist jetzt vielleicht nicht das richtige Wort, aber Frympathisch kann man sicher gelten lassen. Ich fand’s jedenfalls eines der besten Konzerte bis jetzt, vielleicht weil man nix erwartet hat und dann der Blutdruck stimmt, oder weil im Französisch auch ein Hauch von Ausland (und Limbo…) mitswingt? Ja, reim du nur, es war Zufall und der Saft! Jedenfalls war es irgendwie magisch auf der Bühne und so ein richtiger Klubgig wie’s sein muss.
    Und weil wir dann alle so mordsmässig gut drauf waren nach dem Konzert und ja eben letztes Mal die Korken drin gelassen hatten, suchten wir uns in Lausanne noch einen passenden Schuppen für eine Feier. Den gab’s nicht, aber das war der Feier egal…

    Lovebugs mit Ausrufezeichen!!!

    KKL, Luzern (8.10.06)

    In Basel erhielten wir einen kurzen Einblick was es heisst die Klubschuhe gegen Hallenstiefel zu tauschen und so ging’s heute im KKL weiter…einfach noch eine Nummer grösser. Da ich mich um den Soundcheck kränkelte und erst Abends zum Konzert kam, kann ich über den Nachmittag nichts berichten. Darum schnell paar flotte Facts dazwischen, denn es gibt einige Korken zu knallen: „In every waking moment“ hat soeben die Platin-Grenze überschritten!!! Das gab’s noch nie bis jetzt. Geilo und ich werd gleich mal den Nagel einschlagen!!! „Avalon“ steht in den Top10 der Single-Charts (auch noch nie…) und das KKL war unsere grösste eigene Klubshow überhaupt. Also alles in allem läuft’s wirklich verdammt ziemlich gut im Moment und ein Riesendank euch allen die dazu beigetragen haben!!!

    Der Abend war wundervoll und wenn ich an die ersten Shows zurückdenke wirklich eine andere Liga. Diesmal definitiv Center Court. Die Korkensache wurde verschoben auf’s nächste Wochenende, weil der Saal wurde schnell mal ungemütlich leer und auch der Backstage im KKL ist nicht gerade einladend für die grosse Sause. Das machen wir dann diese Woche, das ist ja das schöne auf Tour, es gibt immer ein nächstes mal…bis dann!!!

    Heimspiel für die Lovebugs

    Alles dreht sich um die LovebugsKaserne Basel (6. 10. 06)

    Just another Heimspiel…ist ja das beste wenn man mal wieder in der eigenen Stadt auf die Bühne darf und da wird man natürlich fett abgefeiert und zu Hause ist es doch am schönsten und überhaupt. Ist eben nicht ganz so einfach dünkt mich, denn zu Hause ist auch da wo man nicht gerne eine Sauerei macht, weil man sie dann selber aufwischen muss und Zuhause ist auch manchmal nicht ganz so die lockerflockige Stimmung wie damals an dieser Strandbar im Sommer wo man sich selber plötzlich mit Cuba Libre in der Hand limbomässig unter dem Bambusstab durchwatscheln sieht, sich jede halbakzeptable Bikini(un-)schönheit gutaussehend trinkt und denkt: ah morgen gehen wir ja eh weiter nach Bilbao und ist doch Ferien und die seh ich ja eh alle nie mehr wieder hier… Zu Hause ist eben auch da, wo die Klobrille die beste Passform hat und das soll auch so bleiben…ähm ja, auch; aber eigentlich meinte ich:

    Zuhause ist dort wo man am liebsten am besten sein will!!!

    Die Kaserne war so richtig voll und wir so richtig nervös an diesem Abend, (den Buben von The Paces ging’s nicht anders…), und ich war so richtig neben den Schuhen. Irgendwie ist da grad der Wurm drin, oder der Bazillus oder sonst was…aber das Konzert ging ab wie Anton (warum eigentlich immer Anton?), und singen können die Basler halt schon am besten…

    Alles in allem war’s in etwa das ähnlich fette Heimspiel wie in Zürich, 5:5 stand nach Ablauf der regulären Spielzeit, denn die Kaserne humpelt im Restaurant und lahmt an der Bar. Ihr alle die da wart könnt nichts dafür, ihr wart der Hammer! Dankeschön.

    Lovebug mit Erinnerungsschwäche

    Kofmehl, Solothurn (30. 09. 06 )

    Endlich mal ein Konzert im neuen und sicher sympathischsten Rosthauffen am Jurasüdfuss!!! Dieser gut geführte Klumpen Altmetal hat’s absolut in sich und bietet alles was das on-the-road-Herz so begehrt: Liebe zum Detail, super Bühne, herzliche Leute und natürlich ein Passfotoautomat im Foyer…

    Die Familie wurde gestern massiv und vor allem ANDERS vergrössert: THE PACES ruderten in ihren selbstgebastelten Holzkisten zu uns aufs Tourboot und es wird eine wahre Freude mit diesen sympathischen Menschen die nächsten Backstage-Tage zu verbringen. Mit ihnen am Start ist auch ihr Produzent und Hosenpapst Philippe von Zhivago (bei uns ist er der Shirt-Mohammed, d. Red.), und das freut Florian und mich ganz besonders, weil wir kennen uns ja bestens aus dem Sandkasten und gemeinsamen fröhlichen Jahren mit Supernova…also eine fette Posse mit 20 Nasen rollt da durch die Schweiz in nächster Zeit!!!

    Die, die es wissen: The PacesThe Paces wärmten schon mal schön auf an ihrem ersten Gig und ich kann sagen ich find sie super! Natürlich freute es mich besonders, dass Gitarero Adi Schröter (ja der heisst so!) mit blutenden Fingern von der Bühne kam, (also nicht dass ich sadistisch veranlagt wäre, aber im Moment ist das ein Thema, das…na ja was soll’s…).

    Wir spielten uns ziemlich in einen Rausch an diesem Abend und das ist immer das beste! Dumm ist halt, dass man dann nichts zu berichten weiss nachher…aber ihr könnt ja The Paces fragen, die waren da.

    Geheimnisse backstage bei den Lovebugs

    Portrait of the Artist as a Young ManKaufleuten, Zürich (29. 09.06 )

    Das wäre dann also quasi unsere erste richtige Show mit unserem ersten richtigen Truck (welcome on board Schwalli, unser erster richtiger Truckfahrer!). Ja genau ein Truck voller Lärmanlagen und Blendmaschinen und ich kann euch sagen, es ist ein gutes Gefühl vor den Club zu fahren und da steht schon das schwarze Riesending und ein Rudel Leute mit schweren Kisten unter dem Arm. Man kann ja übers Kaufleuten sagen was man will, zum spielen ist es einfach der Burner. Mit all dem Samt und soviel Lametta und vom Food will ich gar nicht erst anfangen…oder doch? Nö.

    Das Konzert war ein totaler voller unglaublicher Erfolg und wirklich vom feinsten…tausend Leute und Ekstase und Schweiss und Mitgesingsel und eine Band und Crew die zusammen hielt obwohl eigentlich alles den Bach runter ging was in so einem Bach überhaupt Platz hat. Totalausfälle hier und da, abserbelde Pianos, Verstärker und Musiker und alles in Echtzeit zusammengeflickt und aufgepäppelt ohne das irgendwer was mitbekommen hat…

    Jedenfalls: Danke Züri, das wird ja wirklich langsam zum Heimspiel bei euch!!! Eindeutig das bisherige Highlight der Tour und dafür (und nur dafür) vergeben wir wirklich gerne einen Goldpokal…

    Nach uns die Sintflut bzw. Houseparty und da verwandelte sich das ganze Lametta langsam aber stetig in eine einzige grosse Fussballerfrisur mit rasierten Aerodynamikstreifen auf der Seite und Cüpli neben dem Tanzbein. Das war für einige von uns ein laut blinkender Wegweiser Richtung Hotelzimmer…andere wiederum nutzten die Gelegenheit sich im gemütlichen Backstage einzuschliessen und das zu tun was man da immer wieder gerne macht und worüber dann nie erzählt wird…sorry.

    Lovebugs messerscharf

    Feinde des GitarristenAlte Taverne, Adelboden (28. 09. 06)

    Der natürliche Feind eines jeden Gitaristen ist ja bekanntlich der Dezibelmesser. Bei mir kommen Küchenmesser mittlerweile auch ziemlich weit oben auf der Liste, und ich glaub es wird Zeit wieder vom gefährlichen Frühstückmüsli mit frisch geschnittenen Mangos, Erd- und Fingerbeeren wegzukommen und zur weniger stark blutenden Espresso-Gauloises-Variante zurückzuwechseln. Mit Fingerling und Pflasterset mal Richtung Berge…

    Adelboden zeigte sich von der Goldsonnenherbstschokoladenseite und sogar unser Stadionequipement hatte ungefähr platz auf der Tavernenbühne. Das ist mal gut und Gratulation der Tetris-Crew. Manager und Telefonjoker Eric hat sich mit unserer Kohle ein neues Auto gekauft und erzählt kurz nach dem aussteigen, dass die Deutschland-Tour mit Reamonn in’s Wasser fällt bis der Sänger seine Stimmbänder wieder zurückerobert hat. Das ist eher schlecht und nochmal ein Fall für den Apotheker; man rechnet mit Februar… Das Konzert am Abend war sicher nicht eines unserer besten (und wenn das die Band sagt heisst das ungefähr: lausig), aber die Leute hatten ihren Spass und wir sind langsam aufgewärmt und parat für die „grossen“ Bühnen…nach dem Spiel ist vor dem Spiel und ich würd sagen morgen ist auch noch wichtig, weil da geht’s zum ersten mal zu den Städtern und die sind ja immer so verwöhnt…

    Ich und mein neuer Freund Pflaster haben diesmal einen Bogen um die Bernabar gemacht und uns auf dem kleinsten Hotelfernseher der Welt (platziert und verschraubt mit grösstmöglichem Abstand vom Bett) ein Fussballspiel angehört…die Grünen haben gewonnen.

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