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  • Alles zu ‘Knackeboul’

    Knackeboul Tourtagebuch: 3 Events im Schnelldurchlauf

    Mittags, Muristalden Bern: Alternative Idealistinnen veranstalten einen wohltätigen Event. Es werden Tombolas angepriesen, Bilder mit Aquarell-Brüsten ausgestellt und Konzerte in einem düsteren Saal gegeben. Vor mir Fritz Widmer, ein alter Freund Mani Matters, brilliant. Nach mir die Sintflut… Ich bitte das Publikum auf die Bühne, weil es dort Platz und besseren Sound hat.

    Dann weiter. Zürich, Uni Irchel, riesig. Der ganze Bandbus passt in die Katakomben. Überwältigende Architektur, zuvorkommende Veranstalterin, niedliche Bühne extra für uns. Dann plötzlich feminine Tänzer und gruselig geschminkte Tänzerinnen mit anmutigen Körpern. Glitzerkleider und Salsa. Nationaler Tanzwettbewerb der Reichen und Schönen, dauert vier Stunden und verhindert so unseren Soundcheck. Ziehen uns zurück ins Backstage, ein futuristischer Vorlesungssaal mit Beamer, mobilen Leinwänden und allem Schnickschnack. Schauen Youtube-Clips. Ab und zu wieder ein Blick nach draussen zu den Tänzern und Tänzerinnen, die sich auf Youtube auch ganz gut machen würden. Dann Essenfassen mit tausend Sportlern, trotzdem nur 5 min. anstehen. Merke: Logistik an Zürcher Uni 1A. Nach dem Essen strömen Massen ins Unigebäude. Wir müssen auf eine Bühne, die verloren in einem riesigen Saal steht. Tausende Leute… niemand hört uns. Wir drehen durch. Schreien, flehen, beatboxen. Etwa hundert kapierens und gehen ab.

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    Schnitt, wieder Zürich, anderer Tag… Ich übergebe den M4MusicAward in den sparten Electronic und Urban, weil ich den Preis mit zwei verschiedenen Produzenten, unter zwei verschieden Namen, die letzten zwei Jahre jeweils gewonnen habe. Viele wichtige Leute aus der Musikbranche und vor allem aus Zürich. Mitten unter ihnen der Knackeboul oder Orlando Menthol oder auch Chris vo Bärn aus Langenthal… also ich. Wem das alles etwas hektisch und strange vorkommt. Könnt euch trösten. Geht mir genauso.

    PS: Knackeboul würde sich freuen, wenn ihr hier für seinen Clip „Meister Zeit“ abstimmt.

    Tourtagebuch Knackeboul Folge 2: Moods, Zürich

    Seit jeher leide ich unter panischer Klaustrophobie und habe mich deshalb vor Jahren entschieden eine Band zu gründen, damit ich nicht mehr im Gedränge stehen und schwitzen muss, sondern von der Bühne aus die Menge überblicken kann Es hat sich gelohnt. Am Freitag durfte ich endlich einmal die Bühne des Moods in Zürich betreten, machte mich beim Veranstalter, einem Leibesriesen namens Dänu, beliebt und gab ein Interview für StarTv. Diesem Interview wohnte auch Hänsu, mein Kumpel, Back-Up MC, Producer und Allrounder bei, der dafür sorgte, dass die Medienlandschaft nun davon ausgehen muss, dass der Knackeboul eine homoerotische Beziehung mit einem unbekannten Schönling führt. Hänsu, auch Chocolococolo genannt, hat nämlich das getan, was wir uns als kleines Medienkonzept ausgedacht hatten, nämlich nur dasitzen, gut aussehen und nichts sagen. Leider hat der gutaussehende Choco die Performance noch etwas ausgebaut, indem er während des Inteviews eine im Krempel Buchs geklaute Schweisserbrille trug und mir während den letzten Sekunden des Interviews die Hand aufs Bein legte, dieser unverbesserliche Profilierungsneurotiker.

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    Profilieren durfte ich mich später auf der Bühne. Das Publikum war tolerant, ausgeflippt und partywillig. Jede noch so plumpe Publikumsanimation wurde sofort kompetent umgesetzt und alles in allem fühlte ich mich als guter Act vor einem noch besseren Publikum. Wie immer habe ich die Leute aufgefordert mir Freestyle-Themen aufzugeben und siehe da,für einmal schrien die Leute nicht nur „Bier“ und „Titten“, nein da gab es philosophisch angehauchte Konzertbesucher, die mich mit Themen wie „7/8“ oder „Rassendiskriminierung“ konfrontierten, was mir ehrlich gesagt einiges abverlangte. Zu den Themen „Summer“, „Senegal“ und „Unspunnenstein“ schoss es aus mir wie aus einer Kanone: „I befürchte dr Knäck dä chunnt nümme hei/ wiu öii Theme si schwär wie dr Unspunnestei/ Aber i gloube de Lüt do isches eh egau/ dass dr Knäck verschwitzt isch wie im Summer ds Senegal!“

    Knackeboul Tourtagebuch, Folge 1: A propos…

    Kennt jemand die Kulturfabrik in Lyss? Also ich Banause kannte die nicht, aber am Freitag haben wir in diesem sehr sympathischen Club gespielt und jetzt weiss ich, dort wird Kultur am laufenden Band produziert. A propos Band: Endlich war ich wieder mal mit den Mundartisten, also der ganzen Kapelle unterwegs. Sonst immer als Knackeboul auf Beat und Wortakkrobatik fixiert, besann ich mich dieses Wochenende einmal mehr auf meinen Ursprung und liess Textsalven mit meinen Freunden und Freuden über Gitarrenriffs, Synthieklänge und Beatboxeinlagen fliessen. Es war der Himmel auf Erden.

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    A propos Himmel: Der Himmel ist nicht irgendwo dort oben, sondern ganz tief in der Innerschweiz situiert, so heisst nämlich der Club, in dem wir am Samstag in Schwyz gespielt haben, wo wir eine völlig durchgeknallte Fangemeinde haben. Mancher Yuppie würde diese Location eher als Hölle bezeichnen, denn wenn das Wort abgefuckt verwendet werden darf, dann bei der Beschreibung dieses Himmels. Aber wir lieben’s, wenn es nicht steril ist und spielen alle Jahre wieder. Legendär sind vorallem die Sessions, die dort in den frühen Morgenstunden abgehalten werden, manchmal einfach ohne Bassist, weil dieser schon leicht angesäuselt hinten auf vergammelten Matratzen liegt.

    A propos Matratzen: Am Sonntag Abend konnte ich endlich mal gemütlich schlafen, aber nicht am Montag. Nein, es ging gleich konzertant weiter. Nach anstrengendem Schulbankdrücken kam ich etwa drei Stunden zu spät im Sommercasino Basel an. Dem 1. Mai entsprechend sollte es ein politisch ausgerichteter Event werden, dem Publikum merkte man davon aber wenig an. Diese Basler freuten sich dermassen über ihren freien Tag, den sie mit einem Bierwettlauf noch viel attraktiver machen, dass sie ganz aus dem Häuschen waren. Wir konnten mit unserer Mucke diese Stimmung gut reflektieren und hatten übrigens die Ehre, mit Greis auf der selben Bühne zu spielen. A propos Greis: Wie so einer fühl ich mich jeweils nach solchen Wochenden. Aber es lohnt sich.

    Zum Interview mit Knackeboul geht’s hier lang.

    Tourdaten: 4.5. Moods (ZH), 5.5. Stimmen-Festival (BE), 18.5. Schüür (LU), 19.5. Kaserne (ZH), 25.5. Merker (Baden), 26.5. Eishalle (Winterthur), 6.6. Palazzo (Chur), 7.6. Bierhübeli (BE), 8.6. Beach Party (Wengen a.A.), 6.7. Touch The Lake (ZH)

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