Peter und der Wolf

Es war einmal ein junger Mann. Sein Name war Peter, doch alle nannten ihn Red Hunter, denn er war Jäger. Banjo und Gitarre waren die Waffen mit denen er die Ungeheuer erlegte, die im Zeichen des Wolfs Zerstörung und Leere zurückliessen. Und doch fühlte er sich, als wäre er der Gejagte – denn Red war ein Getriebener. Er war für Abenteuer geboren. Die See war seine Braut.

Eines Tages stach der vagabundierende Troubadour mit seinen Verbündeten unter der Flagge von Peter And The Wolf in See, um als Arche Noah der Neuzeit 2.0 das Gute vor dem bösen Wolf zu retten. Sie segelten der Küste des übermächtigen Imperiums entlang und gewannen die Herzen derjenigen Bewohner der Küstenstädte, die ihre Seele noch nicht dem Wolf verkauft hatten.

Auf Friedhöfen predigte Red gegen den dritten Weltkrieg und an Lagerfeuern sang er von Menschen, die Maschinen geworden sind. Seine Märchen über den realen Wahnsinn verbreiteten sich wie Lauffeuer. In jeder Stadt wurde er wie ein Messias empfangen.

Bei seinen Auftritten begleiteten ihn Freunde und Seelenverwandte, deren Bekanntschaft er auf früheren Reisen gemacht hatte. Manche reisten einige Tage mit ihm, andere länger, um sich schliesslich wieder auf den Heimweg zu machen und zu Hause an einem neuen Testament weiterzuschreiben. Schliesslich glaubten eines Tages so viele an Red und seine Lehre, dass sich der Wolf mit seinen Ungeheuern murrend in die Wälder verzog und nie mehr gesehen ward.

Und wenn sie nicht gestorben sind… So ähnlich hat sich dieses Märchen unlängst tatsächlich zugetragen – nur treibt der Wolf leider noch immer sein Unwesen. Peter And The Wolf’s neueste Sammlung von schaurig schönen und schamanisch scheppernden Liedern wird erstmals auch in den Läden, an denen der gierige Wolf beteiligt ist, erhältlich sein. The Worker’s Institute, das unter anderem auch die ersten Expeditionen von Sigur Ros unterstützt hat, hat die Scheibe in die Regale und Datenbanken geschmuggelt. “Lightness” erscheint im Wolfsreich an Halloween, in allen Kolonien des Imperiums am 6. November.

“Safe Travels”

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“The Fall”

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“Strange Machines”

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Dresden Dolls vs. Panic! At the Disco

http://www.youtube.com/watch?v=ewqkF_lzqRQ


Lovebugs mit Ausrufezeichen!!!

KKL, Luzern (8.10.06)

In Basel erhielten wir einen kurzen Einblick was es heisst die Klubschuhe gegen Hallenstiefel zu tauschen und so ging’s heute im KKL weiter…einfach noch eine Nummer grösser. Da ich mich um den Soundcheck kränkelte und erst Abends zum Konzert kam, kann ich über den Nachmittag nichts berichten. Darum schnell paar flotte Facts dazwischen, denn es gibt einige Korken zu knallen: “In every waking moment” hat soeben die Platin-Grenze überschritten!!! Das gab’s noch nie bis jetzt. Geilo und ich werd gleich mal den Nagel einschlagen!!! “Avalon” steht in den Top10 der Single-Charts (auch noch nie…) und das KKL war unsere grösste eigene Klubshow überhaupt. Also alles in allem läuft’s wirklich verdammt ziemlich gut im Moment und ein Riesendank euch allen die dazu beigetragen haben!!!

Der Abend war wundervoll und wenn ich an die ersten Shows zurückdenke wirklich eine andere Liga. Diesmal definitiv Center Court. Die Korkensache wurde verschoben auf’s nächste Wochenende, weil der Saal wurde schnell mal ungemütlich leer und auch der Backstage im KKL ist nicht gerade einladend für die grosse Sause. Das machen wir dann diese Woche, das ist ja das schöne auf Tour, es gibt immer ein nächstes mal…bis dann!!!


Von hinten bitte!

Das musikalische Grosshirn von Franz Ferdinand, Nick McCarthy, veröffentlicht ein verschrobenes Synthi-Pop-Tanz-Album. Box Codax heisst die neue Baustelle und zeigt uns eines: Das Prinzip lautet “von hinten”. Die Songs überrumpeln einem nämlich genau so, wie sich Box Codax am liebsten fotografieren lassen: von hinten.


Cover-Eminem schiesst scharf

Bei den netten Kollegen von Spreeblick gefunden: Was man mit etwas Kreativität aus alten Albumcovern machen kann: Dies hier. Wer alle verwendeten Cover erkennt, kriegt einen Preis. Ach ne, doch nicht, hab’s mir anders überlegt.


Heimspiel für die Lovebugs

Kaserne Basel (6. 10. 06)

Just another Heimspiel…ist ja das beste wenn man mal wieder in der eigenen Stadt auf die Bühne darf und da wird man natürlich fett abgefeiert und zu Hause ist es doch am schönsten und überhaupt. Ist eben nicht ganz so einfach dünkt mich, denn zu Hause ist auch da wo man nicht gerne eine Sauerei macht, weil man sie dann selber aufwischen muss und Zuhause ist auch manchmal nicht ganz so die lockerflockige Stimmung wie damals an dieser Strandbar im Sommer wo man sich selber plötzlich mit Cuba Libre in der Hand limbomässig unter dem Bambusstab durchwatscheln sieht, sich jede halbakzeptable Bikini(un-)schönheit gutaussehend trinkt und denkt: ah morgen gehen wir ja eh weiter nach Bilbao und ist doch Ferien und die seh ich ja eh alle nie mehr wieder hier… Zu Hause ist eben auch da, wo die Klobrille die beste Passform hat und das soll auch so bleiben…ähm ja, auch; aber eigentlich meinte ich:

Zuhause ist dort wo man am liebsten am besten sein will!!!

Die Kaserne war so richtig voll und wir so richtig nervös an diesem Abend, (den Buben von The Paces ging’s nicht anders…), und ich war so richtig neben den Schuhen. Irgendwie ist da grad der Wurm drin, oder der Bazillus oder sonst was…aber das Konzert ging ab wie Anton (warum eigentlich immer Anton?), und singen können die Basler halt schon am besten…

Alles in allem war’s in etwa das ähnlich fette Heimspiel wie in Zürich, 5:5 stand nach Ablauf der regulären Spielzeit, denn die Kaserne humpelt im Restaurant und lahmt an der Bar. Ihr alle die da wart könnt nichts dafür, ihr wart der Hammer! Dankeschön.


The sounds of earth

Musik ist gestaltete Zeit und dank Stereo auch gestalteter Raum. Doch der Raum ist unendlich und selbst die lauteste Musik verliert sich irgendwann in der Weite. Trotzdem schwebt 15 Mrd km von der Erde entfernt Musik von Beethoven und Louis Armstrong im Raum. An Bord der Voyager-Schwestersonden befindet sich eine Kupferlangspielplatte, die in extrastellaren Diskotheken für Furore sorgen soll. Mit einer Lebensdauer von 500 Mio Jahren stehen die Chancen gut, dass die Flaschenpost im kosmischen Ozean doch noch einen Adressaten findet.


Schmerz!

Gute Musik in Verbindung mit Sportbildern sind Gänsehautproduzenten. Ich weiss, nicht sentimental werden jetzt. Aber bei diesem Nike Air-Werbespot schauderts einem über den ganzen Rücken. Interessant wäre noch die Tantiemen-Verteilung zwischen Trent Reznor (Nine Inch Nails), der den Originalsong geschrieben hat und Johnny Cash (bzw. seine Erben), von dem die verwendete Coverversion stammt. Aber eben: Emotionalität geht hier eindeutig vor. Da sei Nike auch verziehen, dass sie diesen Hammersong zweckentfremdet haben, denn mit Sport hat er eigentlich nichts zu tun, viel eher mit Drogen, Gewalt und Macht. Obwohl Sport mit alledem irgendwie auch zu tun hat.
http://www.youtube.com/watch?v=SyC663M7EXs


Juwel zwischen Pickeln und Fäkalien

Jackass war gestern, You Tube ist heute. Das 1.5 Billionen $ schwere Teenage Wasteland stiftet Jugendliche zu immer unsinnigerem Unsinn an. Es werden Rülpswettbewerbe, Kotzrennen und Furzrallies veranstaltet oder mit Mentos und Diet Coke Raketen gebastelt. Was haben wir gelacht. Doch in Ausnahmefällen beschränkt sich die Kreativität der mitteilungsbedürftigen Adoleszenz nicht auf fäkale Albernheiten und picklige Handyvideos: Wieso nicht mal ein Video statt einen Song covern, hat sich ein Danielson-Fan gefragt. Das Original kommt im Vergleich dazu ziemlich semi-professionell daher.

 


Über Oxford, Indie Rock und Wertschöpfung

Der Must-Have-Soundtrack für die heutige Indie-Generation wird um eine weitere Perle angereichert. Oxford Collapse aus Brooklyn NY veröffentlichen auf Sub Pop mit “Remember the Night Parties” (Sub Pop/Irascible) ein weiteres Meisterwerk heutiger Indie Rock-Musik. Hier fliesst alles ein, was (us-amerikanischen) Indie Rock anno 2006 ausmacht. Pavement-Referenzen sind unerlässlich, etwas psychotische Sauce á la Sonic Youth darf natürlich auch nicht fehlen, dazu das larmoyant-schnarchnasig-repetitive Element von Clap Your Hands Say Yeah und das ungebundene, wilde Drauflosrocken der Tapes ‘n Tapes, das Fugazi und Mission of Burma memorieren lässt.

Grosse Platten bedürfen immer einer Einordnung in einen grösseren Kontext. Anstatt des längst überfälligen Grunge-Revivals erleben wir derzeit die grosse Indie Rock-Renaissance. Auch wenn da entgegnet werden muss, dass Oxford Collapse einige Ähnlichkeiten aufweisen mit einer Grunge-Band. Sie hiessen Seaweed, waren nie wirklich erfolgreich und stören hier verdammt nochmals die Argumentationsschleife. Aber bloss vordergründig. Ohne Grunge kein Indie Rock und ohne Hardcore und Punk kein Grunge. So lief die Evolution nun mal. “Oxford Collapse could have happened anywhere and anytime between 1980 and today”, steht zurecht in ihrer Bio. Indie Rock ist spätestens ab dem 14 November offiziell salon- nein sogar wertschöpfungsfähig und Oxford Collapse bringen das Ganze auf den Punkt.

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