Nothing but lies!

Wer zu seinem Leidwesen keine Zeit hatte, dem “The Divine Comedy”-Konzert am letzten Freitagabend beizuwohnen, sei hier abgeholfen. Neil Hannon on stage:
[flash]http://www.youtube.com/watch?v=nzZNXtxSVHs[/flash]


Grosi-TV kürt Polo Hofer: 78s schlägt zurück.

“Alperose” von Polo und seiner Schmetterband ist “der grösste Schweizer Hit der letzten 70 Jahre”. Finden nicht wir, aber der Teil des SF-Publikums, der gestern so abgestimmt hat (um genau zu sein: 12.8% der Abstimmenden, was ganz knapp zum Sieg gereicht hat). Was sagt uns das? Das TV Publikum erweist einem angeschlagenen Star die Reverenz, quasi ein Genesungsglückwunsch per Tele-Voting? Gut möglich. Ein Blick auf die weiteren Ränge offenbart den Kern der Sache: Hinter Polos “Alperose” folgt die Träne von einem Song, “Träne” von Francine Jordi und Florian Ast. Dann “Hemmige” von Mani Matter und “Kriminal Tango” von Hazy Osterwald. Der Siegersong ist aus dem Jahre 1985, Platz 3 wurde 1970 veröffentlicht, Platz 4 aus dem Jahr, in dem Fidel Castro an die Macht kam. Platz 2 schliesslich gehört einem Genre an, das, sagen wir, eher weniger junge Menschen anspricht. Nominiert waren auch ein paar jüngere Sachen, aber die Gunst des Publikums blieb denen verwehrt. Vielleicht sollte man der Fairness halber also sagen: “Alperose ist der grösste Schweizer Hit der über 70 Jahre Alten”. Wer die These erhärtet haben möchte: Moderiert wurde die Sendung von Sven Epiney.

Wenn also das Schweizer Fernsehen weiterhin Unterhaltungssendungen für AHV-Bezügerinnen produziert, das selbsternannte Junge Schweizer Fernsehen die Ex-Musiker von morgen hervorbringt, dann ist es an der Zeit, dass 78s in die Bresche springt. Wir suchen den grössten Schweizer Hit der letzten 10 Jahre, gewählt von den Leuten, die wissen was MySpace ist und die am Samstagabend nicht vor dem Fernseher sitzen. Inputs ab sofort herzlich willkommen in den Kommentaren, wir überlegen uns dann was schönes.


Blutsbrüder

Hier wird wieder fröhlich drauflosgeknüppelt. Die Blood Brothers sind kein bisschen barmherziger geworden und strapazieren unsere Ohrmuscheln gewohnt mit psychotischstem Post-Hardcore. Eine grosse Menge an Toleranz und Aufgeschlossenheit sind nach wie vor nötig, um The Blood Brothers zu mögen. Zur Einstimmung, hier die E-Card des neuen Albums “Young Machetes” (TBA), das nächste Woche erscheint.


Aus für “All of MP3″?

All of MP3, die Lieblingsseite aus Russland für Leute, die Musik downloaden, diese aber nicht gänzlich klauen wollen, sondern zur Beruhigung ihres Gewissens gerne ein paar Fränkli zahlen, könnte bald nicht mehr sein. Die Totengräberstimmung mag aber womöglich auch noch zu früh sein, denn im ganzen Schlamassel geht’s um Politik, und dann auch noch um russische und amerikanische Politik. Damit wollen wir euch aber nicht unnötig belästigen. Wen’s genauer interessiert: Nastrovje.


Heute Neu

Sleepy Brown – Mr. Brown (EMI)
Helene Fischer – Von Hier Bis Unendlich (EMI)
The Veronicas The Secret Life of (Warner)
Pow Wow – Chanter (Warner)
Rudoph “Hillary” Dietrich – Sheer Hilariousness (Musikvertrieb)
The Freestylers – Adventures in Freestyle (Musikvertrieb)
Luna – Best of (Musikvertrieb)
ISIS Project – Guy Chambers / Sophie Hunter
Die Aerhonauten – Hier:Die Aeronauten (Phonag)
Cee-Lo – The Collection (Sony/BMG)
Sir Colin – PPMCITY (TBA)
Cradle of Filth – From the Cradle to Enslave (Sony/BMG)
Hui Buh – Das Schlossgespenst – Polterbox (Sony/BMG)
Tina Dico – In the Red (Universal)


Dumpfbacke der Stunde: Brandon Flowers (The Killers)

The Killers ist ja diese bakannte Indie Rock Band. Die haben ein neues Album. Das sollte eigentlich für positive Schlagzeilen sorgen. Tut es aber nur in begrenztem Masse. Aber warum soll es auch. Denn gute Musik müssen die ja jetzt nicht mehr machen. bekannt sind sie ja schon. Jetzt folgt Phase zwei im Promotionsplan für inferiore Pop-Alben: Dummes Zeugs quatschen. Flowers meinte kürzlich, dass Thom Yorke (Radiohead) sein Talent für gutes Songwriting verschwende. Er solle doch besser wieder ein paar Hits schreiben wie “Creep” (Contact Music). In der Novemberausgabe von GQ liess er nun noch weiteren Stuss folgen. Er erzählte von seinem traumatischen Erlebnis, als er in betrunkenem Zustand einen Mann mit ca. 50 Meilen pro Stunde angefahren habe. Die Polizei wollte ihm allerdings nicht erzählen, was diesem Mann passiert sei. Sehr nachvollziehbar alles. Dem setzte er nach: “I think Bob Dylan said you can’t be a Mormon and be cool, but I don’t know. I feel pretty cool sometimes.” Ach. Viel sympathischer dagegen zeigt sich Brandons Bandkumpel David Keuning, der in der Weltwoche bekannte, dass er das Rockstar-leben eigentlich hasst. Er kann keine Clubs leiden und Drogen schwört er ab. Sex mit Groupies findet er ebenfalls scheisse. Vielleicht fahren The Killers aber auch nur eine besonders originelle Marketingkampagne und wir schnallen mal wieder nichts. Denn es gibt auch besseres zu berichten: Dieses Video zeigt The Killers durchaus sehr sympathisch. Wir sagen mal, dass es die Idee von David Keuning war.
The Killers – “When you Were Young” (Live Video)


78s kompakt: Alle Songs, alle Videos

Die Chefköche im Gault Millau ausgezeichneten 78s-Gourmetschuppen haben sich wieder was leckeres für euch ausgedacht. Auf zwei Seiten haben wir für euch alle hörenswerten Songs und alle sehenswerten Videos zusammengefasst. Für den schnellen Überblick und damit ihr nichts mehr verpasst. 78s kompakt heisst das Ding, einmal hier für die Songs und hier für die Videos. Da läuft euch das Wasser im Munde zusammen, nicht?


Charts-Verbot für Beck

Wer sich das neue Beck-Album gekauft hat - also so richtig physisch mit allem drum und dran und nicht nur in Einsen und Nullen - hat sicherlich mit Freude festgestellt, dass es das erste Album ist, dessen Cover man sich mit Stickern selbst zusammenbasteln kann. Was den Fan freut, verärgert die für die britischen Albumcharts zuständige O.C.C.: “Unfair Advantage” sei dieses Package und werde deshalb für die Charts nicht zugelassen.


Pete Doherty leckt die Stiefel einer Basler Band!

Stellt euch vor, eine Schweizer Band ist im Begriffe im Ausland durchzustarten und niemand in diesem Lande merkt es. Stellt euch vor – diese Band gibt es tatsächlich. Sie heisst Navel und kommt aus Basel. Der “NME” hat die drei Bebbis in die Rubrik “Breaking Bands” aufgenommen. Keine Ahnung, ob das schon einmal einer Schweizer Band widerfahren ist. Noch krasser ist das “NME”-Zitat: “Younger and better looking than the Arctic Monkeys while Pete Doherty is licking their boots for a lesson in Rock” (ohne knausrige Bescheidenheit: wir hatten das auch schon bemerkt). Und was passiert in der Schweiz? Nichts! Nada! Niente! Auch in Deutschland stehen die Drei zurzeit ganz hoch im Kurs. Ihr Label, Louisville Records, residiert in Berlin und am 18. November supporten sie in Köln die australischen Wolfmother. Da geht was. Die Jungs haben’s dicke hinter den Ohren. Auf ihrer MySpace-Seite steht folgendes: “You can’t let youngsters grown up with the believe that Franz Ferdinand is Rock Music!” Wie recht sie doch haben.


Linedancing auf fronsösisch

http://www.youtube.com/watch?v=ekQZPozjCX8

Nun zu Hause üben und am 8.12. im Mascotte selber tanzen.


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