78s FörderBand

Berühmt und reich werden?
78s FörderBand – der erste (und langatmigste) Online-Bandwettbewerb der Schweiz!

Die Entscheidung ist gefallen: Ihr habt The Big Bang Boogie zum Sieger des 78s FörderBands gekürt. Wir gratulieren und danken euch für die rege Teilnahme bei der Abstimmung.

The Big Bang Boogie spielen ihren Siegergig am 26. Oktober zusammen mit The Robocop Kraus im Mascotte in Zürich!

Das FörderBand ist ein Bandförderungsprojekt von 78s. Wir wollen bislang wenig bekannten Bands die Möglichkeit geben, sich einem grösseren Publikum zu präsentieren und wichtige Kontakte mit dem Musikbusiness zu knüpfen. Die Leserinnen und Leser von 78s erhalten die Möglichkeit, die Vielfalt der jungen Schweizer Musikszene kennen zu lernen. Und sie sind es auch, die bestimmen, wer rockt und wer saugt. Denn das Förderband ist der erste Online-Bandwettbewerb der Schweiz. Die Bands präsentieren sich online, die LeserInnen stimmen online ab.

> Alle Artikel, die wir bislang zum Thema FörderBand veröffentlicht haben, findet ihr hier.
> FörderBand in den Medien: 20Minuten, Persönlich.com, 20 Minuten Week, Radio Sunshine, Montag
> FörderBand in der Blogosphäre: Via Technorati


Ei Liebi

Feuilletonisten blasen voller Inbrunst Fanfaren während sich ein Teil der Schweizer Rapszene nervt, wenn Kutti MC ihr den Spiegel vors Gesicht hält. Der ehemalige Slam-Poet ist schwarzes Schaf und dunkler Engel zugleich. Auf dem Zweitling “Dark Angel”, zu welchem Elektronik-Künstler Benfay die gesamte Musik produzierte, steigt er in ausschliesslich düstere und pessimistische Tiefen ab. Kutti rappt nicht für die Pommes-Chips fressenden Homies in den HipHop-Internetforen, sondern “erschtens für mi und zwöitens für au die schwär erziehbare Meitli wo im Lory-Heim bi Münsinge sind oder gsi sind. Ei Liebi.” One Love. Im gleichnamigen DOK-Film von Susanna Hübscher und Hannes Hug manifestierte er jüngst sein Muttersöhnchen-Image an der Seite seines besorgten Grosi, welche darin die wichtigste Nebenrolle einnimmt. “Weisch, i bi nid andersch, i bi besser, wobi i immer e andere bi.” Anders sind auch die Gäste: keine Rapper dafür mit Has Endo, Kuno Lauener und Polar die besten ihres Fachs. Rap-Puristen dürften sich noch mehr darüber ereifern, ob Kutti nun “real HipHop” ist oder nicht. Doch “Besserwüsser wärde’s bim beschte Gwüsse nid besser wüsse – mini Energie heisst: Ei Liebi.”    


Die Fotos-Fotos sind da!

Endlich kann’s losgehen. In Zürich haben Fotos zum ersten Mal einen Club mit ordentlichem Internet-Anschluss angetroffen und uns die lange ersehnten Tourimpressionen schicken können. Es folgen die ersten Bilder unseres Fotos-Tourfotoalbums, ohne bestimmte Reihenfolge – was zählt, ist der Eindruck.

Weitere Bilder gibt es auf der Website von Fotos. Ausserdem hat MTV unsere Idee geklaut und bringt regelmässig Kurzclips von der Fotos-Tour auf seiner Website. Die nächsten Bilder folgen morgen.


Heute mindestens drei Platten kaufen!

Ab heute kann man zum Beispiel diese Platten im Laden kaufen. Mindestens drei davon würde ich persönlich zur Anschaffung empfehlen, welche das sind, könnt ihr raten oder recherchieren.

Arab Strap – Ten Years of Tears (Musikvertrieb)
Damien Rice – 9 (Warner)
DJ Tatana – A Tribute to Trance (TBA)
Foo Fighters – Skin And Bones (Sony BMG)
Oasis – Stop The Clocks (Sony BMG)
Tenacious D – The Pick of Destiny (Sony BMG)
The Blood Arm – Lie Lover Lie (Warner)
U2 – 18 Singles (Universal)
Snoop Dogg – Tha Blue Carpet Treatment (Universal)
Jay-Z – Kingdom Come (Universal)
All Saints – Studio 1 (EMI)
Olli Schulz und der Hund Marie – Warten auf den Bumerang (EMI)
The Beatles – Love (EMI)
Tiziano Ferro – Ed Ero Contentissimo (EMI)
Mephistosystem – Endless Crawl (Musikvertrieb)
Frederic Galliano – Kuduro Sound System (RecRec)


Die Beatles neu zusammengesetzt – in Dolby 5.1

Heute veröffentlichen die Beatles – oder was von ihnen übrig geblieben ist – ihr neues Album “Love” (EMI). Fragmente alter Songs wurden im Studio so aufbereitet, dass neue Versionen alter Hits entstehen, DVD-Edition und SurroundSound inklusive. Das tönt dann so, viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Interessant ist die Tatsache, dass das Album in der Schweiz bereits Platinstatus erreicht hat, bevor es überhaupt jemand gekauft hat – weil 30’000 Exemplare ausgeliefert wurden.


Drummer sind die Schlimmsten!

Normalerweise trommelt er bei Kashmir. Doch Asger Techau hat noch viel mehr zu bieten!

Ihr fordert eure Fans auf, zu eurer aktuellen Single ‘Kalifornia’ einen Videoclip zu drehen.
Wir waren ein paar Tage in Australien. Die australische Plattenfirma hatte dann die Idee, unsere MySpace-User ein Video zu ‘Kalifornia’ drehen zu lassen. Ich finde das eine sehr gute Idee, damit unsere Fans aktiv mitwirken können. Wir sind gespannt, was dabei rauskommen wird. Bis jetzt haben wir noch nichts gesehen.

Gibts im nächsten Jahr neues Material von Kashmir zu hören?
Es ist noch nichts entschieden, aber wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr mit den Aufnahmen beginnen können. Wir haben gerade unser Studio verloren, weshalb wir ein neues finden müssen. Ich hoffe, es ist noch nicht definitiv, dass wir im Herbst mit den Arbeiten beginnen können. Wir haben erst ein paar sehr sehr kleine Ideen. Songs sind beispielsweise noch keine fertig.

Wenn du dir die Musik von Kashmir anhörst und sie malen müsstest. Was käme dabei heraus?
Vielleicht würde ich jemanden zeichnen, der im Polarkreis steht, viel Eis, Berge und eine brennende Sonne. Es ist zwar gefroren, aber trotzdem gibts eine gewisse Wärme. Die Elemente verschmelzen. Es würde irgendwie nackt wirken, aber mit einer wunderbaren Aussicht.

Du spielst nicht nur Schlagzeug bei Kashmir, sondern singst noch in einer anderen Band.
Bei Little Jimmy Reeves. Das ist natürlich auch ein guter Ausgleich zum Schlagzeugspielen bei Kashmir. Es ist ein cooler Challenge, der mir auch für meine Arbeit bei Kashmir viel bringt. Ich denke, dass ich Musik jetzt besser verstehe. Und ich bin nicht mehr so egozentrisch, wie ich es früher als reiner Drummer war. Schlagzeuger sind die Schlimmsten. Für die gibts nur ‘me, me and me’.


Der grosse Indie Rock-Showdown

Achtung: Hier steht nicht nur Indie drauf, hier ist Indie drin. Swan Lake sind nämlich für den grossen Indie-Showdown in diesem Jahr besorgt. Sowohl Mitglieder von Wolf Parade, Destroyer, The New Pornographers als auch Sunset Rubdown und Frog Eyes sind in diesem Projekt involviert. Alles kanadische Bands, die in naher Vergangenheit mit ihren eigenen Platten brillierten. Die Vorfreude auf Swan Lake war darum “überall” sehr gross.

Die Frage, die man sich vor dem ersten Hören stellt, ist, wie tönen sie. Eher wie eine Mischung aller genannten Bands oder tendieren sie in eine bestimmte Richtung? Ersteres wäre positiv, letzteres eher suboptimal. Denn von einer sogenannten Supergruppe erwartet man nicht die Konzentration auf ein einzelnes Element, sondern die Summe der Einzelteile zu einem Superkonstrukt zusammengeknetet. Die Hoffnung auf Superknetmasse ist eingetreten. Ab und zu schimmert die positive Melancholie der New Pornographers durch, manchmal die eher weinerlichen Wolf Parade. Bei The Freedom denkt man zuerst, ah, ein neuer Destroyer-Song, bei All Fires, wird einem die Wolf Parade-Reverenz auf dem Silbertablett serviert.

Doch im Grunde ist dieses Namedropping Kokolores und damit auch das Gerede von der Supergruppe, bestehend aus Mitgliedern der Band X, Y und Z. Das Supergruppen-Ding erinnert sowieso eher an einen militärischen Spezialsierungsgrad oder sonstige stumpfsinnige Berufsbezeichnungen. In der Tiefe der Betrachtung sind Swan Lake eine neue Band im totalen Sinn von neu, mit dreizehn Indie-Perlen im Gepäck.

“All Fires”

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“The Freedom”

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All His Glory

Wenn christliche Musik etwas mit Rock zu tun haben will, ist sie in der Regel so fröhlich fromm wie Ned Flanders. Bei Woven Hand ist Musik im Namen des Herrn für einmal so dunkel wie ein schwarzer Talar.

David Eugene Edwards, der ehemalige Kutscher von 16 Horsepower, ist neben der Bühne ein angenehm ruhiger Zeitgenosse. Doch sobald er im Rampenlicht steht, scheint er von Dämonen besessen. “Je est un autre”, um mit Rimbaud zu sprechen.

Musik als Exorzismus? Der Teufel liegt im Detail: “Wenn ich Songs schreibe versuche ich etwas winziges wie mit einem Mikroskop zu vergrössern. Die kleinen Dinge im Leben – wie wir uns verhalten, unsere alltäglichen Gedanken. Wenn ich dies überhöht darstelle, kann ein leeres Versprechen so erschreckend wie ein Mord wirken. Natürlich nehmen wir das eine ernster, doch für Gott sind beide gleichwertig. Das ist beängstigend – und ernst.” Edwards lacht – als gäbe es das Böse nicht, mit dem er zwei Stunden später auf der Bühne ringt.

Gott war in Edwards Jugend allgegenwärtig: Sein Grossvater war Prediger, Church Music der Soundtrack seiner Kindheit. Danach der Ausbruch aus dem konservativen Elternhaus, um bei Freunden Punk zu hören und die verbotenen Drogen zu konsumieren (“Als Teenager willst du immer das was du zu Hause nicht hast”). Schliesslich hat Edwards Folk entdeckt und begann nach den Ursprüngen der amerikanischen Traditionals zu suchen, die auf dem alten Kontinent liegen.

Ein Anachronismus sind Woven Hand nicht nur, weil sich ihre Texte wie Gedichte aus vergilbten Büchern lesen, auch ihre Musik transzendiert die Moderne. Wurde Edwards im falschen Jahrhundert geboren? “Nein, aber ich mag die Romantik der Vergangenheit – genauso ich wie die Wahrheit der Vergangenheit mag. Alte Instrumente faszinieren mich – wie sie aussehen, wie sie klingen…”

Am Ende der Predigt wurde der Teufel mit einem Holzbanjo zu Grabe getragen. Und er erlöste uns von dem Bösen. Amen.

Wer Woven Hand im Boa verpasst hat, kann sich am 19.11. im Kiff bekehren lassen.


Eure Meinung zu Oasis ist gefragt

Heute veröffentlichen Oasis ihr Best-Of Album “Stop The Clocks” (Sony BMG). 18 Songs, die wir alle längst auswendig kennen. Wie das so ist bei Best-Of Alben. Es stellt sich also nicht die Frage, ob dieses Album gut oder schlecht ist (wobei man sagen muss: Die Auswahl der Herren Gallagher ist ziemlich exquisit). Die Frage, die wir in die Runde werfen, ist vielmehr: Sollten Oasis nach diesem Best-Of einen Schlussstrich unter ihre Karriere ziehen oder kann da noch was kommen? Eure Meinung ist gefragt.


Die 100 besten Platten ever

Das us-amerikanische Time Magazine und der Nachrichtensender CNN haben die 100 besten Platten ever gekürt. Und das nicht bloss mit einer langweiligen Liste, sondern mit ausführlichen Begründungen, Querverweisen, Podcasts, Umfragen etc. Eine sehr schicke Sache. Radiohead schafften es gleich mit zwei Alben in die Top-100-Liste, Pavement sind auch vertreten, allerdings nicht mit “Crocked Rain, Crocked Rain”, sondern mit “Slanted and Enchanted”. Einige diskutable Nennungen gibt’s und auch einige fragwürdige Weglassungen, aber alles in allem eine sehr stimmige Liste.


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