Der Jazz stribt aus

Aber nur in Montreux. Und nur als Währung. Und erst ab 2008. (Quelle: 20Minuten)


Der langweiligste Clip ever

Angesichts dessen und dessen (Grammy-prämiert) ist der neue Videoclip von OK Go zum Song “Do What You Want” der mit Abstand langweiligste Clip, den die Band aus den Staaten je gemacht hat. Immerhin gibt’s eine zweite Version gleich kostenlos dazu.

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=MUE-4FbM_XI[/flash]


Mehr als die Summe der einzelnen Teile

Gitarrenjazz ist langweilig. Die Ausnahme bestätigt die Regel: Zusammen mit dem amerikanischen Schlagzeuger Brian Blade macht der österreichische Gitarrist Wolfgang Muthspiel das Unmögliche möglich. “Friendly Travellers” (VÖ heute, Material Records) begeistert durch die Dialektik von Swing und Schwebe, Struktur und Freiheit, Song und Atonalität. Wes Montgomery, Syd Barrett, Gabor Szabor – Muthspiel hat sie alle studiert. Blakes Drums umgarnen dabei die Metamorphose der Gitarrenläufe derart wandlungsfähig, dass es sich hier um Brüder im Geiste handeln muss.

Live: 28.3. Moods, Zürich

(Dieser Beitrag ist ein Update zu: “Jazz isn’t dead it just smells funny”)


In Memory of Tony Williams

Heute vor zehn Jahren verstarb mit Tony Williams einer der bedeutendsten Jazz-Drummer. In Memory of the Late Great hier das unglaubliche Drumsolo vom damals zwölfjährigen Tony Royster Jr.

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=_i54YJ0_TuI[/flash]


Eine Britney für alles

Was man alles mit “Britney” anfangen kann bei Stereogum.


Trent Reznors spooky Schnitzeljagd

Wie man verdammt gute Online-Werbung für ein neues Album macht, zeigen dieser Tage Nine Inch Nails.

Von Frontmann Trent Reznor als Konzeptalbum angekündigt, entwirft das fünfte Album der Band, Year Zero, ein Bild vom Amerika des Jahres 2022. Staat und Kirche sind zu einer Einheit verschmolzen, die Regierung mischt Drogen ins Trinkwasser, die Menschen halluzinieren und nur Einzelne begehren auf; Eine Storyline, mit der Trent Reznor seine Abscheu gegenüber US-Regierung, Medien und Kultur zum Ausdruck bringen will.

In einer viralen Marketingkampagne zum Album, an der die Agentur 42 Entertainment beteiligt ist, verschmelzen Realität und Fiktion zu einem Alternate Reality Game (ARG).

Die virtuelle Schnitzeljagd begann mit dem Auftauchen des Tracks ‘My violent Heart’ auf einem USB-Stick, der letzte Woche nach einem NIN-Gig in Lissabon auf einem Klo gefunden worden sein soll, höchstwahrscheinlich jedoch von der Band selbst ins Netz geleakt wurde.

Parallel tauchten zwei weitere USB-Sticks, eine Voice-Mail-Message, sowie das Foto eines NIN-T-Shirts auf, das auf iamtryingtobelieve.com verwies.

Von dort aus gehend haben eifrige NIN-Fans mittlerweile sieben Websites, drei Tracks des Albums, diverse Audiofiles, Morse-Codes und Bildmaterial gefunden, und debattieren in einem brandneuen Wiki über die Bedeutung des Materials.

Heute tauchte artisresistance.com auf; Ein aktuelles Foto auf nin.com zeigt Trent Reznor bereits mit dem Symbol von Art is Resistance am Ärmel.

Eine spannende, spooky Kampagne; Perfekt um die Vorfreude auf das am 17. April erscheinende Album zu schüren.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Interscope und Universal haben Radiosender und Blogger, die die neuen Tracks gepostet haben, abgemahnt.
Die Industrie scheint nicht verstanden zu haben, wie virale Marketingkampagnen und Alternate Reality Games funktionieren. Und falls doch, scheint es einen massiven Konflikt zwischen Band und Label zu geben. Nichts neues und doch Schade.


The bianca Story Tourtagebuch: Keine Ruhe für Karl!


Der Abschied war tränenreich. Nun sind wir also losgezogen, frohen Mutes und mit der Gewissheit ein gemütliches, motorisiertes Fahrschlafessmobil unter uns zu wissen. Das fahrende Traumhaus heisst Josephine und wer unsere erste Deutschland Tour mitverfolgt hat, weiss um deren tragische Geschichte mit Happy End. Erste Station Karlsruhe war grosses Kino. Die Schotten rannten unseren Merchandisestand ein. Beeindruckend auch der spacy Mikrophonständer. Nun gehts definitiv ostwärts. Tschechische Republik: Allez-y! Mais attention… schon andere sind dort auf ihren Russlandfeldzügen gescheitert.


Grosse Nummer von Seven

Wäre Seven in Amerika und nicht in der Schweiz geboren, man würde seinen Namen heute wohl in einem Atemzug mit Künstlern wie D’Angelo nennen. Doch Wohlen ist nicht Philadelphia und trotzdem könnte dem Schweizer Hoffnungsträger mit seinem am Freitag erscheinenden, vierten Album “Home” (Nationmusic) der grosse Sprung gelingen. Ein Jahr lang reiste er alleine durch das Homeland des Soul, wo es zu Studio-Sessions mit Leuten wie Tamar Davis, Sheila E. oder dem Erfinder des orchestralen Philly-Souls Larry Gold kam. Würde mich nicht wundern, wenn bald Prince oder Pharrell Williams anrufen.


“Sexual Hearing”

‘Mit Musik geht alles besser’. Oder manchmal etwa nicht?

Vor ein paar Wochen saß ich mit Freunden zusammen, und wir kamen auf die Frage: Braucht Sex einen Soundtrack?

In der bizarren Welt der Frauenzeitschriften werden immer wieder vermeintlich große Ja/Nein-Sex-Fragen thematisiert. Licht an oder aus? Gibt einer den Ton an oder Beide? Deim ersten Date? Ich halte diese Klischees für ausgesprochen dämlich, muß jeder halbwegs reflektierte Mensch sie doch zwangsläufig mit ‘Kommt darauf an’ beantworten.

Genau das erwartete ich auch bei der Musik-beim-Sex-Frage.

“Musik und Sex gehören doch spätestens seit Elvis untrennbar zusammen!” meinte einer meiner Freunde, der Marvin Gaye-Platten besitzt. Eine Freundin schwor auf “Nicht zu auffälligen, aber auch nicht ganz spannungsfreien Electro”. Den hört sie sonst nie. “Aber zum Vögeln ist der super.”

“Niemals Musik beim Sex”, erklärte eine Andere. “Sonst sing’ ich aus Versehen noch die Texte mit.” Ein Freund pflichtete ihr bei: “Ich hör’ Musik viel zu genau, da kann ich mich nicht konzentrieren. Und den Rhythmus bestimme ich auch lieber selbst.”

Mein Freundeskreis spaltete sich in zwei Lager, ohne ‘common ground’. Bald wurden Horror-Stories von Sex mit Menschen des anderen Lagers ausgetauscht. “Reggae! Beim ersten Mal. Beim einzigen Mal!” “Es war so still; ich fühlte mich so observiert.” “Stevie Ray Vaughan!”

Nur eine vertrat eine ‘Kommt darauf an’-Haltung. Ich.

Ich kann den Schmerz von Sex zu Stevie Ray Vaughn verstehen und bevorzuge Stille gegenüber Marvin Gaye, aber manchmal muss es eben auch böser Elektro oder Noise oder das Nirgendwo von Sigur Rós sein; Meist ist das gut genug, was iTunes eben gerade dann serviert, wenn man zufällig Sex hat.

Denn: Wenn der Sex richtig gut ist, hört man die Musik irgendwann ohnehin nicht mehr, und im Afterglow, da fängt sie einen wieder auf.
Sollte dann ausgerechnet Reggae laufen, oder Marvin Gaye, kann man ja aufstehen, die Musik ausmachen. Und dann weiter.


78s FörderBand: Helicobakter im Portrait

Helicobakter ist im Rahmen vom 78s FörderBand der Nordostschweiz die vierte und letzte Band, die wir euch näher vorstellen. Helicobakter aus Chur (GR) streut seit sechs Jahren progressiven Helicorock.

Was sind eure musikalischen Einflüsse?

Florian: Interessante Musik jeglicher Art wie z.B. Fugazi, Mars Volta, Radiohead, Smashing Pumpkins und viele mehr.

Was war bisher euer grösster Erfolg?

Der Flitzer auf der Bühne beim Auftritt an der IGSA-WM letzten Sommer in Tomils (GR), scheinbar hat ihn unsere Musik inspiriert. Formell: 8. Platz am Web-Award in der Kategorie “Best Song” von MTV Deutschland.

Drei Dinge, die ihr am aktuellen Musikbusiness ändern würdet, wenn ihr könntet?

Es sollte mehr spezialisierte Radiosender geben, die dann von einer bestimmten Musikrichtung viel mehr bieten könnten. Den MUSIKsender VIVA sollte es auch am Tag geben, nicht nur in der Nacht. Man sollte vor allem polarisierende Freaks fördern.

Welche Schweizer Band würdet ihr pushen, wenn ihr die Möglichkeit dazu hättet?

The Pets – ansprechende Melancholie, die unter der Zunge brennt. Oder Project 12a30 – verrückte Jungs mit unkonventionellen Ideen und Umsetzungsdrängen.

Was geht momentan bei Euch ab? Release oder kleine Tour in Planung?

Wir starten das Jahr mit ein paar Konzerten und wollen es auch so beenden. Das nächste Highlight ist das Onstage-Festival am 24. Februar auf der Lenzerheide.

Was macht ihr neben der Musik?

Wir malen T-Shirts für unsere Fans und drehen tonnenweise Videos für VIVA.

Angenommen, ihr gewinnt das Voting in der Region Zürich/Nordostschweiz, was kann man von euch live im Salzhaus Winterthur erwarten?

Eine MASSENINFEKTION. Manche werden es aber erst Tage danach spüren.

> Hier geht’s zum FörderBand und zur Abstimmung


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