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  • Alle 17 Artikel von Supervania

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    Für mich und Dich

    Arbeiten sonst für Coop: Nova InternationalNova International spielten letzten Freitag im Mascotte in Downtown Switzerland, und, hm…sie waren ziemlich gut, haben solide gespielt, sich gefreut über das zahlreich erschienene Schweizer Publikum, super Stimmung gemacht und so. Viel mehr lässt sich darüber auch nicht sagen, denn, Hand aufs Herz, Nova kennt eh keiner. Das ist die Augsburger Newcomer-Band, die die Songs der Für-mich-und-dich-Kampagne von Coop geschrieben hat.

    Sie selber finden die Kampagne ganz toll, ihr tanzbarer Herzschmerz-Mitsumm-Wohlfühl-Poprock wird ja auch täglich zur Prime-Time in tausende Schweizer Haushalte gesendet. Aber auch wenn zu ihren MySpace-Freunden unter anderem Regina Spektor und Feist gehören, ist das Ganze nicht spektakulärer als die Dandy Warhols für Vodafone waren. Was solls, Coop engagiert sich für Junge, und Musik darf auch mal einfach nur schööööön sein.

    Albert Junior, wer?

    Albert Hammond Jr., Gitarrist der Strokes, wandelt auf Solopfaden. Was dabei herauskommt erinnert jeden Fan daran, wer bei den stilprägenden Strokes für die Melodien mitverantwortlich war. Würde der sympathische Krauskopf noch etwas prägnanter singen, müsste man sich um das Weiterleben der Strokes vielleicht sorgen. Glücklicherweise kann er’s nicht, was seinen Songs einen ganz eigenen Charme verleiht. Wenn dann Strokes-Kollege Julian Casablancas noch auf einem der Songs mitträllert, dann weiss man, dass Hammonds Soloprojekt nicht das Ende der Strokes einläutet, freut sich auf das nächste Album derer und geniesst einfach den coolen Sound. Das Album „Yours To Keep“ erscheint am 9.Okt. bei Rough Trade in England.

    Schmetterlinge prêt á manger

    Ihr müsst euch nicht entschuldigen: Sorry GilbertoWie schmecken wohl die Schmetterlinge im Bauch, wenn man in sie reinbeissen könnte? Kitschig, mmh. Aber Sorry Gilberto aus Berlin zaubern so federleichte verträumte Melodien, dass man den Kitsch vergisst, mitsummt, und sich an den letzten Regentag erinnert, den man so schön fand. Und wenn die Texte zum elfenhaften Indiefolk die Welt nicht neu erfinden…über gewisse Dinge der Welt kann nie genug gesungen werden.

    They say Party! We’re zu doof!

    Wer bin ich?Auf Einladung eines Fräuleins namens Peaches letzten Samstag in ihren Lieblingsclub nach Berlin-Mitte getigert. Das Rio feierte Sommerpausen-Re-opening, drum war neben dem Programm auch die Location brechend voll (und leider auch die Gäste…). So voll und heiss, dass die supertrashige Retro-Noise-Disco-Punk Band auf der Bühne im grossen Saal zwar zu hören, aber nur schlecht zu sehen war. Die Stimmung war überschäumend, je lauter die Leute schrien, desto lauter wurde die Sängerin, vor deren Gesicht ein Basshals kreiste wie eine Motorsäge. Im Glauben, auf der Bühne stehe eine von vielen eher unbekannten Berliner Bands, die bestimmt auch noch in entspannteren Locations als dem Rio auftreten würden, verliessen wir nach ein paar wunderbar lärmigen Nummern den Raum.

    Der zweite, kleinere Raum war auch dermassen stickig, dass wir uns in den dritten vermeintlichen „Künstler- und Ausstellungsraum“ verkrümelten, um an einer Bierflasche zu nuckeln und Luft zu holen. Bei Nachforschungen nach den Namen der Acts, stellte sich heraus dass die entzückende Indie-Formation ganz und gar nicht unbekannt war, sondern You Say Party! We Say Die! hiess, und dass wir unser ruhiges Plätzchen in ihrem Backstage gefunden hatten, den wir leider unwissend verliessen, nachdem er plötzlich „gestürmt“ wurde von ein paar Superdurchgeknallten, die zwar cool anzusehen waren, aber total am Ausflippen.

    Hätten wir im Konzertsaal Stelzen gehabt, hätten wir sie erkannt. They say Party! We’re zu doof!

    Wo Iggy nicht mehr spielt

    Nicht alle Bands schaffen es auf grosse Bühnen. Die „Boys“, die trotzdem Spass dran haben, spielen weiter vor Rasselbanden von wild pogodreschenden Ossipunks in versifften, ex-sozialistischen Jugendkulturhäusern. Zu Fuselwein für 2‚¬, kam man im KvU letzten Freitag in den Genuss einer furiosen Show der Bleach Boys mit lauten, dreckigen Riffs und manischen Posen. Ein wahrer Schmaus, denn das schöne am Punk ist, dass einer, der seit 30 Jahren spielt, immer noch ein schlechter Gitarrist sein kann.

    Pasta essen mit MSTRKRFT

    Jesse ist der relaxte Typ links im Bild. Der aggressive heisst Al.Die Stimmung im Hot Pasta könnte unkomplizierter kaum sein. Festival- und DJ-Erlebnisse werden ausgetauscht, Jesse von MSTRKRFT klopft ein paar Sprüche, erzählt von einem Set in Kanada, bei dem er einem betrunkenen Mädchen auf die Finger klatschen musste, weil sie zuerst den Kopf auf seinen Plattenteller legte, dann an Reglern drehte und schliesslich Kabel aus dem Mischpult gezupft hatte. Alle lachen, Kollege Al blickt mit einem unergründlichen Lächeln im Gesicht in die Runde, und in eine Automobilzeitschrift, die herumliegt. Zur Stärkung gibt’s Salat und Steinpilzravioli, dazu Weizenbier, dann Espresso und Grappa als kleine Erfrischung, die den beiden ziemlich gut zu schmecken scheint: „Das ist Grappa? Hey Al, der Typ in Toronto hatte uns doch einen Birnenschnaps als Grappa serviert! In Europa kennt man sich mit Wässerchen besser aus anscheinend.“

    Auf Nachfragen, wie es denn um Jesses Duo Death From Above 1979 stehe, erfährt man nur, dass er mit seinem Partner kein Wort mehr wechsle, und dass die Kehlkopfprobleme des singenden Schlagzeugers nur Vorwand gewesen seien, um nicht mehr zusammen auftreten zu müssen. Aber daraus solle man keinen Elefanten machen, schliesslich sei DFA nur ein Projekt von dreien gewesen und er habe noch viele andere Projekte vor sich. Ausserdem habe er mit MSTRKRFT Spass und sein ehemaliger Partner sei so was wie ein Schw…lutscher, ein Lügner und Idiot.

    Auf meiner Kamera sind Bilder des Konzerts von She Wants Revenge. „Ach die! Die rennen uns fast die Bude ein, damit wir einen ihrer Songs remixen. Aber irgendwie haben wir keinen Bock drauf!“ Und man kann’s ihm nicht mal verübeln, wenn man die Liste der Bands bedenkt, die sie schon geremixt haben. Zur Zigarette nach dem Kaffee wird noch ein bisschen über Tiga und andere Bekannte hergegezogen, und dann „Au revoir!“ geht’s auch schon ab an die Arbeit. MSTRKRFT spielen zur Eröffnung der Partyreiehe „Esance“ im Mascotte. Und sie haben gerockt. Oh yeah!

    Vale Tudo – Whatever the fuck you like

    Hoch die Tassen!Benannt nach einem brasilianischen Kampfstil, dessen (fast) einzige Regel „Anything Goes“ ist, führt uns der Zürcher Bier- und Barbequemob von Vale Tudo dieses Wochenende gleich viermal vor, was „the will to grill“ in seiner Sprache bedeutet: Tighter Hardcore, einfach aber saftig, erfrischend wie ein kühles Bier und roh wie Fleisch, bevor es auf den Grill kommt. Was könnte man da noch mehr wollen?

    25.08.06 Dynamo (ZH)
    26.08.06 Box (Davos)
    28.08.06 Hive (ZH)
    29.08.06 Dynamo (ZH)
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