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  • Alle 70 Artikel von Sven Zaugg

    Die Offenbarung des geschundenen Babys

    „We’re just searching for a bit of freedom“, sagt Nick Cave über sein jüngstes Projekt „Grinderman“ (Mute/MV; VÖ 02.03.). Gesteht man Cave eines der grössten Oeuvre in der jüngeren Musikgeschichte zu, so will ein Stückchen Freiheit nicht heissen, dass er sich mit Grinderman vor dem ökonomischen Diktat eines Majors oder popeligen Klauseln retten will. Nein, er tut es vor sich selbst. Nick Cave als eine polytheistische Kreatur. Wer ein solch majestätisches Universum kreiert hat, unterliegt zwangsläufig dessen Gravitation. Cave will sich nicht losreissen, viel mehr lässt er sich von seiner eigenen Anziehungskraft geleiten, um zum Kern seines früheren Schaffens zurückzukehren; zum ekstatischen Noise-Blues.

    Mit dem Violinisten Warren Ellis, dem Schlagzeuger Jim Sclavunos und dem Bassist Martin Casey verschanzt sich Cave anfangs 2004 in dem Misère Studios in Paris: „It wasn’t consciously two fingers to maturity but I remember thinking, all the way through, ‚This isn’t bad for a bunch of old farts“, wird Casey später über das Album sagen. Caves Arbeitsprozess verändert sich entscheidend: er spielt der Band keine „ready-made“ Melodien vor, sondern liefert Textmaterial, das sich vorerst als Fremdkörper über die Sound-Collage der Band hinwegbewegt, bald aber komplementär zum Entworfenen wirkt. Ein erdiges Stück Musik. Grinderman ist nicht Nick Cave, sondern eine Idee von vier Musikern mit überragender Schöpfungskraft.

    Das erste Produkt der Misère-Session wird alsdann auf die „kompletten“ Bad Seeds übertragen. Daraus entsteht das Doppelalbum „Abattoir Blues/The Lyre Of Orpheus“. Resultat: über eine halbe Million verkaufte Platten. Das Quartett zieht sich nach diesem „kleinen“ Erfolg in die Metropolis Studios zurück, um ausgehend vom Duktus des Doppelalbums eine schnelle und dreckige Platte einzuspielen. Das geschundene Baby Grinderman. Grotesk, zynisch und dunkle Infantilität sind das Resultat. Grinderman – die Pflicht Musik zu hören!

    C.H.O.P.S=Changing Homosexuals into Ordinary People

    Donnie Davis ist ein ganz famoser Typ. Auf seiner göttlichen Website listet der selbsternannte Schwulenheiler Musiker und Bands auf, die seiner Einschätzung nach bei Jungendlichen und Kindern Homosexualität evozieren: „One of the most dangerous ways homosexuality invades family life is through popular music. Parents should keep careful watch over their children’s listening habits, especially in this Internet Age of MP3 piracy.“ Uhhh, scary!

    Davis fragt sich gleich selbst, wieso er das tut: „Quite simply, it has become apparent that the Moral Majority has crumbled and lost the Way. If not obvious in the Corruption and Scandal in our Republican party, then one does not have to turn far to see the Abuses and Indiscretions espoused by our church leaders.“

    Die Zeit ist gekommen: „We feel that the time has come to stand up and address the issues challenging our Country and our Religion. If not Us then Who? / If not Now then When? /“ – ein kleiner Literat, unser Davis. Doch nicht genug, er musiziert auch noch selbst.

    Damit ihr den Schwulentest selbst machen könnt, anbei eine exklusive Auswahl der Liste: (Mann beachte die Klammern!)

    • The Rolling Stonesschmatz
    • David Bowie
    • Frankie Goes to Hollywood
    • Jay-Z
    • Depeche Mode
    • Ani DiFranco
    • John Mayer
    • Velvet Underground
    • Eminmen
    • Nirvana
    • Boy George (ultra gay)
    • The Killers
    • Lou Reed
    • Thirty Seconds to Mars
    • Frank Sinatra
    • Arcade Fire
    • Bright Eyes
    • Corinne Bailey Rae
    • Audioslave
    • Red Hot Chili Peppersmetallicahomosexualitysn0.jpg
    • Elton John (really gay)
    • Rufus Wainwright
    • Ravi Shankar
    • Wilco
    • Bjork
    • Eagles of Death Metal
    • The Faint
    • Interpol
    • The Grateful Dead (AIDS)
    • Marilyn Manson (dark gay)
    • The Doors
    • Sufjan Stevens
    • Morrissey (?questionable?)
    • Metallica (see picture)

    Damit es keine Missverständnisse gibt: Gemäss dieser Liste bin ich stockschwul! (und wenn auch)

    French Touch – le plus cool

    Alex GopherAlex Gopher betritt zum ersten Mal 1985 mit der Pop-Kollaboration Orange (Etienne De Crecy, Jean Benoît Dunkel und Nicolas Godin) die französischen Etablissements. Das Konglomerat sollte sich wenig später auflösen, um sich unter dem Namen Air (Dunkel/Godin) und dem Duo de Crecy/Gopher neu zu formieren. Die Pioniere des French Touch de Crecy/Gopher gründeten sodann das Label Solid.

    Der jüngste Wurf „Alex Gopher (V2/TBA; Vö: 23.2.) reiht sich ähnlich dem erst kürzlich veröffentlichten Album „Universe“ von Sebastian Tellier in die „Tradition des French Touch ein; doch wo sich Tellier mehr dem Chanson in seiner rezitativen Form widmet, ist Gophers Werk als Mixtur von Funk, Disco, Electronica und eben dem Touchieren des französischem gewissen Etwas zu verstehen. Gopher greift die frühe Musik von Orange wieder auf, erweitert sie mit solidem Pop-Songwriting, der Stimme von Helena Noguerra und dem Gitaristen Olivier Libaux (Nouvelle Vague).

    Dass Dunkel und Godin die Finger nicht von den Tasten lassen konnten und der kongeniale de Crecy für die Produktion zuständig war, riecht schwer nach Revival. Zweifelsohne ein Gutes. C’est plus cool!

    Breaking News: Biene Maja-Komponist ist tot

    Der tschechische Komponist Karel Svoboda hat sich vergangenen Sonntag im Garten seines Hauses erschossen. Ruhe in Frieden lieber Karel, Du warst mein Held.

    Intro „Biene Maja“


    YouTube Direktlink

    Eleni und das Singer-/Songwriter-Ding

    An aparten Schönheiten, die mit Engelszungen, feiner Instrumentierung und der Zerbrechlichkeit einer Elfe musizieren, ist eigentlich nichts auszusetzen. Nein, für sie würde man als tapferer Jüngling Drachen töten, Hexen schlachten und einmal mehr gen Moskau ziehen. Doch die Geschichte wiederholt sich. Künstlerinnen wie Maria Taylor, Sophie Zelmani oder gar die Grand-Dame Tori Amos machen sich selbst obsolet, weil risikoscheu und ungefährlich.

    Das Konzept der Apartheit mag wohl anfänglich funktionieren, ja es mag sogar zum Jauchzen, Schluchzen, Träumen, Schwelgen einladen, aber keiner Künstlerin wird Stillstand verziehen. So bedarf es freilich mehr als einer märchenhaften Erscheinungsform. Maria Taylor bewies erst kürzlich, das ihr Konzept nicht mehr aufgeht: Im el Lokal erlitt sie den vielleicht übelsten Schiffbruch, der eine Singer-/Songwriterin ereilen kann – niemand hörte ihr zu! Ihre Stimme war eine unkontrolliertes Hauchen, ihr Gitarrenspiel, das einer 16-jährigen Gymnasiastin, ihre Band überflüssig. Sie wagte es nicht, sich von ihren netten Liedchen zu lösen und verneinte jegliche musikalische Frechheit/Innovationen.

    Das Gleiche gilt für Sophie Zelmani. Anfänglich für ihre kindliche Art und simplen Lieder von der Journallie gefeiert, jetzt nur noch als Arbeitskolleginnen-Verführungs-Musik brauchbar. Auch sie hat sich kaum weiterentwickelt. Wer mit der immergleichen Leier auftritt, hat sich höchstens einen Platz neben Katie Melua oder Norah Jones verdient.

    Eleni Mandell – um die es hier eigentlich geht – reiht sich als risikoscheue Singer-/Songwriterin nahtlos in das erwähnte Gefüge ein. Sie kopiert auf ihrem jüngsten Album „Miracle of Five“ (V2/TBA, VÖ 2.2.07) 1:1 alte Standards und singt von Peinlichkeiten wie „true Love, just like sugar in my coffee“. Sie erinnert an ein schlechtes Replikat von Doris Day, die tod noch mehr Charme und Glamour versprüht als Mandell. Schade, es könnte – so wie hier und hier – auch anders gehen!

    Krank und Sexy

    Psychedelisch. Verschroben. Vielschichtig. Manisch. Episch. In etwa so lässt sich das neue Werk von Deerhunter „Cryptograms“ (Kranky/Irascible) umschreiben. Hier geht es nicht um schöne Refrains und nette Strophen, sondern um die Sogwirkung von minimalistischem Ambiente, technoider Rhythmik, begleitet von monotonen Gitarrenriffs. Kryptisch komponierte Musik, die mit des Hörers Trommelfell ein lustiges Spielchen treibt. „Cryptograms“ distanziert von gemeinen Songstrukturen und bildet als Konzeptalbum ein selbstreferentielles System – eine Neuordnung von Tönen. Irgendwie krank, irgendwie sexy.

    „Cryptograms“ kaufen

    Neuer Clip von Gwen Stefani – „Sweet Escape“

    No comment!

    „Sweet Escape“

    [flash]http://www.youtube.com/watch?v=VwAwHtUBU1g&eurl=[/flash]

    50 Cent – ein Literat, der Kondome verkauft

    Yeah, yeah whatever...Jungunternehmer aus Übersee sind ja wahrlich nicht dafür bekannt, in einem Metier qualitativ hochstehende Produkte zu züchten, sondern mischen aus Spass (hier Synonym für Ökonomie) an ihrer eigenen Marke – ihrem eigenen Label – gleich in mehreren Märkten mit. Nun auch 50 Cent aka Curtis Jackson. Wie der NME heute berichtet, hat der gute Curtis soeben bekannt gegeben, eine Kondom-Linie zu lancieren. Der nebenbei als Co-Autor („Death Before Dishonor“, „Baby Brother“, „The Ski Mask Way“) arbeitende Gängschterräpper sagte gegenüber der New York Post, dass ein kreativerer Umgang mit Erziehungsfragen gefunden werden muss: „The kids become immune when you constantly beat over the head – ‚read a book, read a book‘.“ Der Mann spricht aus eigener Erfahrung – „smoke crack, smoke crack“ (Anm. der Redaktion). Nevertheless, ich bleib bei meinen M-Budget Kondomen – die halten, was sie versprechen und kosten nur 42 Rappen das Stück.

    Geschichten vom Struwwelpeter

    The End of HistoryDa anfangs Jahr alle orakeln, auf dass die Zukunft für uns erkennbare Konturen gewinnen könnte, widme ich mich der Aufarbeitung des Vernachlässigten. Wer mag wohl dieser Struwwelpeter sein, der solch liebreizende Lieder dichtet. Richtig. Fionn Regan. Nun will ich eure kostbare Zeit nicht mit tadelnswerten Floskeln vergeuden, vielmehr sollt ihr teilhaben. Bitteschön:

    „Put a Penny in the Slot“ [flash]http://www.youtube.com/watch?v=Bjq0V4Wz_to[/flash]

    „Be Good or Be Gone“
    [flash]http://www.youtube.com/watch?v=pj66XgK3NvE[/flash]

    Die Boa ist noch nicht am Ende…

    titel_big.gifDer Kulturbetrieb in der Luzerner Boa ist vorerst gesichert, meldete der Vorstand Andreas Gschwend. Wir applaudieren:

    Die Bedingungen der IKU Boa wurden von der Stadt Luzern akzeptiert
    Der Kulturbetrieb in der Boa geht weiter!

    Sehr geehrte Medienschaffende

    Die IKU Boa hat bereits vor über einem halben Jahr auf das zu erwartende
    Szenario einer leer stehenden Boa hingewiesen und vergeblich eine
    Vertragsverlängerung gefordert. Deshalb waren wir ausserordentlich überrascht,
    als uns die städtischen Behörden vier Tage vor dem allerletzten Konzert in der
    Boa anfragten, den Betrieb nun doch weiterzuführen. Eine weitsichtigere Planung

    hätte uns die Weiterführung stark erleichtert.

    Wir sind nicht bereit, nun die Rolle als billige Lückenbüsser zu spielen, um
    eine Besetzung verhindern zu können. Eine Weiterführung des Betriebs kommt für
    uns nur in Frage, wenn eine Programmation im gewohnten Ausmass und auf dem
    bisherigen Qualitätsniveau möglich ist und wenn der Vertrag über den Sommer

    2007 hinaus verlängert wird, sobald klar ist, dass sich der Einzug der Post
    verzögern wird. Die städtischen Behörden haben diese Bedingungen anlässlich

    einer Sitzung von gestern Mittwoch akzeptiert. Das bedeutet: Wir werden den
    Boa-Betrieb mit Freude und Engagement weiterführen.

    In erster Linie ist dies jedoch unseren bewährten MitarbeiterInnen zu
    verdanken. Wir mussten ihnen wegen der (vermeintlichen) Schliessung der Boa

    kündigen; trotzdem haben sie sehr kurzfristig ihre Bereitschaft erklärt, sich
    so zu arrangieren, dass sie weiterhin in der Boa arbeiten können.

    Mit freundlichen Grüssen

    Vorstand der IKU BOA
    Andreas Gschwend

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