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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

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    Blut und Gehirnerschütterungen

    brandneu.jpgAlternative Rockmusik gibts zwar schon lange, Brand New lassen dank impulsiven Krachern allerdings aufhorchen. So auf ihrem aktuellen Album „The Devil And God Are Raging In Me“. So am 30. Januar im Abart in Zürich. Und so im Interview mit 78s!

    Wie habt ihr es geschafft, eine solch geballte Ladung Energie auf euer Album zu packen?  

    Jesse: Am schwierigsten war die lange Zeit, die das Album benötigte bis zur Fertigstellung. Es dauerte rund drei Jahre seit dem Album vor „Devil And God“. Aber weil wir so lange warteten, kam viel Energie wie von selbst. Es hatte sich viel angestaut über die Jahre. Sobald wir die Instrumente eingestöpselt hatten, explodierte es irgendwie. Es war schwierig, damit umzugehen. Wir in Amerika würden sagen, dass es heavy ist. Sobald es vorbei war, waren wir wirklich glücklich mit dem Resultat.  
     
    Was können wir von eurem Konzert hier in der Schweiz erwarten?

    Ich weiss nicht. Blut, denke ich. Und einige Gehirnerschütterungen. (lacht) Aber ich gebe die Frage zurück, was sollen wir von der Schweiz erwarten?
     
    Alles.

    Ich hoffe, es wird grossartig. Ich kann es gar nicht beschreiben, wie aufgeregt wir sind, hier zu sein. Die Schweiz ist eines dieser Länder, in dem noch keiner von uns vorher war. Ich hoffe, es werden einige Leute erscheinen, um uns zu sehen.
     
    Wenn eure Band Gott wäre und all die anderen Bands der Teufel. Wer würde den Kampf gewinnen?

    Oh Mann, ich weiss nicht. (lacht) Wenn wir gegen all die anderen Bands antreten müssen, dann würde ich sagen, dass der Teufel wohl gewinnen würde. So stark sind wir nicht.
     
    Aber seht ihr eure Band als die beste an?

    Nein, überhaupt nicht. Wir sind die beste Band, die wir sein können. Ich denke, wir sind wichtig für einige andere Leute. Aber es gibt so viel Musik da draussen. Und wir sind einfach froh, ein Teil davon sein zu können. Wir werden einfach so weiterfahren wie bisher.

    Live, am 30.01. im Abart in Zürich! 

    Kommt der einarmige Travis?

    fast-blink.jpgAm 25.01. spielen 2/3 von Blink 182 als +44 im Volkshaus in Zürich. Doch genug der Zahlen, übergeben wir das Wort an Mark Hoppus.

    Wie gehts Travis?
    Mark Hoppus: Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, seit er nach Los Angeles zurückgekehrt ist. Er geht heute zum Arzt.

    Er wird am 25. Januar nicht in die Schweiz kommen?
    So wie es momentan aussieht nicht. Aber mal schauen, was der Arzt sagt.
     
    War es eine schwierige Entscheidung, ohne Travis weiterzutouren?
    Ähm, ja, es war eine schwierige Entscheidung. Wir wollen eine komplette Band sein, mit Travis. Aber wir mussten die Tournee weiterführen obschon sein Arm kaputt ist. Wir sind unterwegs und wollen die Shows weiterspielen. Deshalb haben wir einen guten Freund von Travis, Gil Sharone, als Ersatz geholt. Er ist ein grossartiger Drummer und sorgt dafür, dass wir weitertouren können.

    Erinnerst du dich an den Tag, als Blink 182 offiziell aufgelöst wurde?
    Ja.

    Wie hast du dich im ersten Moment gefühlt?
    Ähm, im ersten Moment, als unser Manager angerufen hat und gesagt hat, dass Tom aus der Band ausgestiegen ist… Keine Ahnung, es fühlte sich irgendwie unecht an. Es fühlte sich nicht so an, als ob das wirklich passieren konnte. Es erschien mir zu lächerlich, um wahr zu sein.

    Hat dein Herz aufgehört zu schlagen?
    (lacht) Nein, weisst du, das Ende öffnete im Grunde genommen ja die Tür für +44. Und wir sind sehr glücklich mit dieser Band. Wir lieben die Musik, die wir spielen und wir sind glücklich, touren zu können.

    Welche Band hat das grössere Potential: Blink 182 am Anfang ihrer Karriere oder +44?
    Ähm, ich weiss nicht, wenn ich ehrlich bin, dann fühle ich das genau gleiche mit +44 wie damals mit Blink 182. Wir waren aufgeregt, Shows spielen zu können, wir wollten touren, wir wollten die Welt bereisen, wir hatten eine grossartige Zeit und das ist genau das, was wir bei +44 auch fühlen. Es fühlt sich an wie ein Neubeginn. Eigentlich ist es ziemlich das gleiche wie damals.

    Erotisch-knisternde Stiere und Finken

    uristier.JPGUristier und die Tight Finks sind feste Institutionen in der Thuner Rockmusikszene. Die Stiere um Sänger Jörg „Jot“ Amstutz donnern einem Mundart-Toiletcore um die Ohren, während die Finken um Jamous Dettwyler eine sympathische Rock-/Punk-/Kleinzirkusshow auf die Beine stellen. Am 29. Dezember spielen die beiden Bands im Mokka in Thun eine erste von mehreren Shows im Rahmen der Buchveröffentlichung über die Thuner Musikundergroundszene.
     
    Stiere und Finken. Was ist das für eine Mischung?
    Amstutz: Eine erotisch-knisternde Mischung. Sie riechen immer gut, sehen zum anknabbern aus, stehen aber gerne im Mittelpunkt. Deshalb spielen wir als erste Band im Mokka und überlassen ihnen als Hauptband das Feld. Obschon alle wissen, dass wir die eigentlichen Headliner sind! Haha!

    Dettwiler: Sie wurden liebe Freunde von uns auf der letzten Tour. Respektive, das waren sie schon immer. Wir haben uns jetzt aber noch ein bisschen näher beschnuppert. Es werden zwei gute Bands im Mokka auftreten, die dort ihre Jugend verbracht haben und dort gross geworden sind.
     
    Jot, wie  schätzt du als „Experte“ die Entwicklung der Thuner  Musikszene in den letzten zehn Jahren ein?
    Amstutz: Die Thuner Musikszene ist sehr vielfältig und hat sich stetig entwickelt, was sicher auch dem Mokka zu verdanken ist. Da ich persönlich mehr die lärmigen und lauten Bands kenne, kann ich nicht für die ganze Musikszene sagen, wie sich die entwickeln wird. In unserem Bereich kommen gute Bands nach wie zum Beispiel Dizzy By Fortune, die uns «alte Säcke» in Zukunft an die Wand blasen werden. Wir werden uns dann mehr auf unsere Kinder, Gärten und Einfamilienhäuser konzentrieren. Unsere CD-Kleinauflagen werden über Ebay zu Liebhaberpreisen gekauft und dienen der Handy-Download-Billig-Kultur-Generation als Kapitalanlage. Wir alle werden hörgeschädigt am Stammtisch sitzen, den guten alten Zeiten nachweinen und billigen Rotwein budlen

    Die weiteren Shows gibts hier: Subrec.

    www.scheisscombo.de

    sibbipanzer1.jpgItchy what? Poopzkid motherfucker

    Eure Bandgeschichte geht so, dass ihr drei Jungs mit drei Instrumenten und drei Akkorden aber ohne Talent seid. Hat sich daran etwas geändert in der Zwischenzeit?
    Sibbi: Wir haben vier Akkorde gelernt.
    Panzer: Kann man Talent lernen?
    Sibbi: Nee, ich glaube Talent ist angeboren.
    Panzer: Dann ist das scheisse für uns (beide lachen). Hätten wir doch nur einen anderen Begriff hingeschrieben.

    Man kann sich weiterentwickeln…
    Sibbi: Ja genau, wir haben uns talentmässig weiterentwickelt.

    Ist das neue Album schon fertig?
    Panzer: Ja, das wird jetzt gemischt. Und dann werden wir im Vorlauf noch bei der Covergestaltung mitarbeiten. Das ist alles von uns gelenkt.

    Was erwartet uns musikalisch?
    Sibbi: Death Metal. Purer Death Metal mit Gegrunze. Nee, es wird ein bisschen reifer und abwechslungsreicher – noch abwechslungsreicher – als unser Debüt. Aber man hört immer noch, dass es wir sind.
    Panzer: Das lässt sich auch nicht vermeiden. So wie wir die Instrumente spielen und singen… (lacht) Das können wir nicht verdecken.

    Es geht ja auf Weihnachten zu. Was wünscht ihr euch vom Christkind?
    Panzer: Einen Kasten Bier.
    Sibbi: Ich wünsch mir… Ja gut, natürlich Gesundheit.

    Weltfrieden?
    Sibbi: Das ist auch ok. Und dass es mit dieser Band gut weiterläuft. Und dass wir noch oft interviewt werden.
    Panzer: Und dass viele Leute auf unsere Homepage gehen. Kann man die noch kurz erwähnen?
    Sibbi: Das wünschst du dir zu Weihnachten? Das wird das Geschenk von mir.
    Panzer: Die lautet: http://www.scheisscombo.de/.

    Ich hätte jetzt etwas spektakuläreres erwartet. Zum Beispiel eine Welttournee als Headliner…
    Panzer: Das machen wir ja sowieso, das brauchen wir uns nicht mehr zu wünschen (beide lachen).
    Sibbi: Ah ja, und wir wünschen uns weniger von… Jetzt hab ich das Wort vergessen… Weniger von allem.

    Rosettenpunk

    rosette.jpgWas wir schon immer vermuteten, haben wir jetzt auch schwarz auf weiss: In Thuns Musik-Untergrund brodelt es gewaltig – seit mindestens 16 Jahren! Toiletcore, Rosettenpunk und Gentlemenrock heisst die 240 Seiten starke, bebilderte Bibel über die Rockbands aus Thun und Umgebung, welche die dortige Szene in den letzten Jahren geprägt haben. Und der Autor weiss, wovon er spricht: Jörg Amstutz ist Sänger bei der Mundart-Punkrock-Truppe Uristier aus Schwanden.

    Und weil ein Grossteil der heutigen Jugend mit dem Lesen auf Kriegsfuss steht, wird zusätzlich zum Buch eine CD mitgeliefert, auf der nebst Uristier weitere Bands zu hören sind: Die Gentlemen-Rocker Fuckadies fehlen natürlich ebenso wenig, wie die phänomenalen Tight Finks oder die Black-Metaller Nekropolis. Wer bei besagten Bands nur Bahnhof versteht, dem dürfte die Lektüre nicht schaden – zumal das Buch mit einem Nachwort von MC Anliker versehen ist. Er konnte diese Woche das 20-jährige Jubiläum seines Kultlokals Café Bar Mokka feiern!

    Das Zeitdokument kann bei Subversiv bestellt werden. Ausserdem liest Jörg Amstutz am 6. Dezember um 21 Uhr im Mokka aus seinem Werk vor. Zürcher und Co., gehet hin und staunet!

    Drummer sind die Schlimmsten!

    kashmiryo.jpgNormalerweise trommelt er bei Kashmir. Doch Asger Techau hat noch viel mehr zu bieten!

    Ihr fordert eure Fans auf, zu eurer aktuellen Single ‚Kalifornia‘ einen Videoclip zu drehen.
    Wir waren ein paar Tage in Australien. Die australische Plattenfirma hatte dann die Idee, unsere MySpace-User ein Video zu ‚Kalifornia‘ drehen zu lassen. Ich finde das eine sehr gute Idee, damit unsere Fans aktiv mitwirken können. Wir sind gespannt, was dabei rauskommen wird. Bis jetzt haben wir noch nichts gesehen.

    Gibts im nächsten Jahr neues Material von Kashmir zu hören?
    Es ist noch nichts entschieden, aber wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr mit den Aufnahmen beginnen können. Wir haben gerade unser Studio verloren, weshalb wir ein neues finden müssen. Ich hoffe, es ist noch nicht definitiv, dass wir im Herbst mit den Arbeiten beginnen können. Wir haben erst ein paar sehr sehr kleine Ideen. Songs sind beispielsweise noch keine fertig.

    Wenn du dir die Musik von Kashmir anhörst und sie malen müsstest. Was käme dabei heraus?
    Vielleicht würde ich jemanden zeichnen, der im Polarkreis steht, viel Eis, Berge und eine brennende Sonne. Es ist zwar gefroren, aber trotzdem gibts eine gewisse Wärme. Die Elemente verschmelzen. Es würde irgendwie nackt wirken, aber mit einer wunderbaren Aussicht.

    Du spielst nicht nur Schlagzeug bei Kashmir, sondern singst noch in einer anderen Band.
    Bei Little Jimmy Reeves. Das ist natürlich auch ein guter Ausgleich zum Schlagzeugspielen bei Kashmir. Es ist ein cooler Challenge, der mir auch für meine Arbeit bei Kashmir viel bringt. Ich denke, dass ich Musik jetzt besser verstehe. Und ich bin nicht mehr so egozentrisch, wie ich es früher als reiner Drummer war. Schlagzeuger sind die Schlimmsten. Für die gibts nur ‚me, me and me‘.

    Richard Ashcroft: Das Beste kommt noch

    ashcroft-78.JPGRichard Ashcroft, du bist jetzt seit einiger Zeit unterwegs
    Ja, das geht schon eine Weile so. Aber nicht so lange wie bei Neil Young oder Bob Dylan. Dylan veröffentlichte eines der besten Alben dieses Jahres. Das gibt mir Hoffnung, dass ich noch nicht einmal begonnen habe.

    Denkst du das wirklich?
    Ja, auf eine gewisse Art und Weise schon. Ich denke nicht, dass ich die besten Songs schon bereits geschrieben habe.

    Du betrachtest diejenigen auf Urban Hymns also nicht als deine besten Songs?
    Das sind meine Songs. Ich habe sie geschrieben. Wenn du Urban Hymns anschaust, dann steht da: Geschrieben von Richard Ashcroft. Es heisst nicht, dass die von The Verve stammen, sondern sie sind von mir. Es sind grossartige Songs, es geht auch nicht darum, diese zu toppen. Viel mehr geht es darum, sich in verschiedene Richtungen zu bewegen und verschiedene Farben auszuprobieren. Ich sage nie, dass jedes Album besser wird, es geht immer ums gleiche. Ich denke, dies ist das Problem: Jeder will ein Comeback, jeder will irgend etwas sein. Wenn ich sterbe, sollen alle Songs zusammen als eine Einheit wahrgenommen werden.

    Und die Plattenfirma wird ein Greatest Hits Album daraus machen.
    (lacht) Genau. Oder ein Box Set…

    Du sagtest, dass 2006 ein gutes Jahr werden könnte, wenn wir alle die Vogelgrippe überleben. Das Jahr ist fast vorüber…
    All die Vögel sind noch nicht angekommen. Musikalisch war es ein superbes Jahr, es ging nur vorwärts. Mit diesem Album habe ich einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Meine Gruppe an Fans ist weltweit angewachsen, was brillant ist. Das ist aufregend für die nächste Platte. Ich denke, die Geschichte wird sagen, wie merkwürdig es ist, dass ein Typ all diese Songs geschrieben hat. Es wäre interessant gewesen, zu sehen, was passiert wäre, wenn die Songs auf Urban Hymns meine erste Solo-CD geworden wären. Ich freue mich auch aufs nächste Jahr, weil dann meine neue Platte rauskommen wird.

    Breakfast at the Veronicas

    veronicas78s.JPGRock-Zwillinge aus Australien: The Veronicas!
     
    Im Booklet eures Debütalbums „The Secret Life Of…“ steht, dass Jess die böse Zwillingsschwester sei.
    Lisa: Das ist wahr. 
    Jess: Das ist tatsächlich wahr. 
    Lisa: Es gibt immer einen Zwilling, der böse ist. Und in unserem Fall ist es Jess. Sie ist diejenige von uns beiden, die die schlimmeren Dinge macht.
     
    Und was für eine Art Zwilling ist Lisa? 
    Jess: Sie ist der gute Zwilling. Also eigentlich ist sie so ein Zwischending. Weil im Grunde genommen sind wir beide gute und böse Zwillinge. Lisa (lacht): Nicht böse, aber einfach nicht so nett…
     
    Kann man davon ausgehen, dass ihr ein ähnliches Imperium aufbaut, wie die Olsen-Zwillinge? 
    Lisa: Wir sind an vielen Sachen interessiert neben der Musik. Mode, aber auch das Schauspielen interessieren uns. 
    Jess: Wir hatten in der letzten Zeit ein paar Gastauftritte in TV-Shows. Zudem haben wir Werbung für Kosmetika und Pflegeartikel gemacht. All diese Sachen interessieren uns zwar nicht so stark wie die Musik, aber es gehört alles zusammen.
     
    In den Medien werdet ihr gerne mit Avril Lavigne oder Kelly Clarkson verglichen. Langweilt euch das? 
    Jess: Das ist ein riesiges Kompliment und ganz und gar nicht langweilig. Der Punkt ist doch, dass man immer mit jemandem verglichen wird. Allerdings beschränkt sich der Vergleich wirklich nur aufs Album, nicht auf unsere Liveshows. Wenn wir Konzerte spielen, werden wir vielmehr mit Bands verglichen.
     
    Im Song ‚I Could Get Used To This‘ singt ihr übers Frühstücken im Bett. Wann war das bei euch zum letzten Mal der Fall? 
    Jess: Das war heute morgen. Es dauerte etwa fünfzehn Minuten, bis ich der Bedienung im Hotel erklärt hatte, was ich wollte. Aber schlussendlich funktionierte es. 
    Lisa: Mom hat uns vor kurzem auch das Morgenessen ans Bett gebracht. 
    Jess: Hat sie? Auf jeden Fall versuchen wir so oft wie möglich, im Bett zu frühstücken!
     
     

    „Die Leute sollen lieber zu meinem Konzert kommen“

    bela-foto.JPGWer sehen will, wie der Ärzte-Schlagzeuger Bela B. eine Gitarre durch die Luft wirbelt, der darf seinen Auftritt am 22. September im Rohstofflager nicht verpassen!

    War Farin von den Texten oder von der Musik auf deinem Soloalbum „Bingo“ mehr überrascht?
    Eigentlich mehr von der Musik. Wir kennen uns ja schon sehr lange und er weiss auch, womit ich mich beschäftige. Er war überrascht über die amerikanischen Einflüsse, das Country-mässige, und von solchen Sachen.

    Am 6.10. erscheint die neue Best-of-CD der Ärzte. Was empfiehlst du deinen Schweizer Fans? Sollen sie die CD kaufen oder dein Konzert besuchen?
    Naja, ich glaube, die CD werden sich die Leute, die sie haben wollen, sowieso kaufen. Weil es halt ein Doppelalbum ist mit einer CD voll mit B-Seiten, mit vielen nicht so bekannten Songs. Zudem ist sie toll verpackt, und es gibt ein Booklet mit Liner-Notes von Zeitzeugen. Ich finde, die Leute sollen lieber zu meinem Konzert kommen und sich die CD zu Weihnachten kaufen. Zum Beispiel.

    Du spielst das Schlagzeug bei den Ärzten immer stehend. Hast du dir fürs Gitarre-Spielen nicht auch eine ausgefallene Technik zugelegt?
    (lacht) Das Spektakuläre ist, dass ich halt bei meinem Gitarrenspiel mehr auf Bewegung und Show achte als immer auf die richtige Spielweise. Die ist inzwischen aber deutlich besser geworden als bei den ersten Konzerten. Gestern habe ich in Hamburg gespielt und das Spektakuläre dort war, dass ich mit meiner Gitarre etwas versucht habe. Nämlich, sie einmal am Gurt komplett um den Körper zu werfen. Das passiert wie folgt, dass man den Gitarrengurt halt richtig fest macht an der Gitarre und dann verlässt die Gitarre einen auch nicht, wenn man sie durch die Luft wirft. Blöderweise war es aber eine Gitarre, die mir mein Lieblingsverein, der FC St. Pauli, geschenkt hat. Und die war noch nicht präpariert. Ich konnte sie grad noch so auffangen, dass sie nicht kaputt ging.

    Jugendliche Unbefangenheit

    paolo-nuti.jpg

    Paolo Nutini ist trotz seines zarten Alters von 19 Jahren ein gefeierter Star in England. Am 8. September erscheint sein Debütalbum „These Streets“ (Warner) endlich auch bei uns.

    Englische Medien präsentieren dich als „male KT Tunstall“. Fühlst du dich geehrt?
    KT ist wirklich nett und ich hab auch schon ein paar Mal mit ihr zusammen gespielt. Ich hoffe, dass bei mir auch alles so gut läuft wie bei KT. Mir ist das lieber, als mit James Blunt verglichen zu werden. (lacht)

    Zu früh gefreut. Auch dieser Vergleich und jener mit David Gray sind nicht ausgeblieben…
    Was bedeutet das? Ich mag diese Vergleiche nicht wirklich. Manche Leute kommen an meine Shows und sehen einen Marvin Gaye, andere sehen einen James Blunt. Jedermann muss das in mir sehen, was er will. Aber ich persönlich gehe meinen eigenen Weg.

    Die Rolling Stones haben dich höchstpersönlich zweimal als Vorband ausgewählt. Wie kams dazu?
    Keine Ahnung. Das ist grossartig. Das ist für mich eine grosse Ehre. Schon alleine weil sie wissen, wer ich überhaupt bin. Die erste Show mit ihnen zusammen habe ich in Österreich gespielt. Die nächste wird in England stattfinden. Ich hoffe, dort werden mehr Leute aufkreuzen, die meine Musik kennen und die mitsingen werden. Ich werde acht Songs spielen.

    Als Vorband der Rolling Stones spielst du vor Tausenden von Zuschauern. Hier in Zürich spielst du einen Überraschungs-Gig (Longstreet Bar, Zürich) vor vielleicht hundert Personen. Würdest du sagen, dass dein Leben zur Zeit verrückt ist?
    Ja, auf jeden Fall. Aber ich spiele gerne in diesen kleine Lokalen wie hier. Man nimmt die Reaktionen aus dem Publikum besser wahr, als bei Stadion-Shows. Ich fühle mich wohler bei den kleinen Shows. Das ist mir beim ersten Auftritt vor den Rolling Stones bewusst geworden.

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