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  • Alle 83 Artikel von Gregor Frei

    Common On The Top

    common.jpgHip Hop sei am Boden, heisst es. Eigentlich ist das etwa so daneben wie zu behaupten, der FCB sei gerade in Hochform. Der jüngste Beweis heisst Lonnie Rashid Lynn und besetzt mit „Finding Forever“ die Nr. 1 der US Billboard-Charts. Dies ist bemerkenswert, weil Conscious Rap gerade in Amilanden normalerweise die Geschichte von Perlen und Säuen erzählt. Dass trotz allseits lauernden Muskelspiel-Verblendungen eine Perle wie Common Erfolg hat, macht mir fast so viel Freude wie der letzte Sonntag.

    Die Schweiz hat endlich einen Gangsta-Rapper

    Lachen ist gesund. (Original)

    [flash]http://www.youtube.com/watch?v=NBnDTLqTRqA&mode=related&search=[/flash]

    Madlib, das Jazz-Quintett

    madlib.jpgIm Hause Stones Throw bewegen sich Verrückte der Extraklasse. Der Mann mit unendlich vielen Persönlichkeiten, Madlib, nennt sich auf seinem neusten Streich „Yesterdays New Quintet“ und mimt eine fünfköpfige Jazzband. „Yesterdays Universe: Prepare For A New Yesterday“ (Musikvertrieb) ist seit letzter Woche draussen und entführt Hip Hop in vollgerauchte Jazz-Räume, die Platz geben für virtuose Spielereien abseits musikalischer Normalität. Eine Hommage an den True School Jazz und auch ein Wegweiser – ein weiterer Geniestreich der Innovation.

    Böses Kid ganz gross

    kidkan.jpgWo das Problem liegt, weiss ich nicht, die Lösung ist jedenfalls gefunden. Kidkanevil, Englands neuer Stern am Produzentenhimmel, hat mit „Problems & Solutions“ (First Word Records / RecRec) ein ganz feines Werk hingelegt, das erst noch Dilemmen löst: Der junge Londoner vermischt unverschämt die Verspieltheit von J Dilla mit der Hynotik von M.I.A., die Chrom-Hymnen von Madlib mit der Weite von RJD2. So stilvoll hat Club Sound schon lange nicht mehr getönt.

    Thriller auf Indisch

    Gefunden und gefressen: Die Bollywood-Variante von Jackos Jahrhunderthit.

    [flash]http://www.youtube.com/watch?v=TtJRNyPK-lc&mode=related&search=[/flash]

    Straigt outta Montreux Vol. 3: Der Clan kam

    ghost.jpgWu-Tang Clan. Drei Silben, sieben lebende Legenden, ein Jahrzehnt. In Montreux wurde gestern Abend einmal mehr Geschichte geschrieben. Mit nur einer Stunde Verspätung standen sie plötzlich da: alle ().

    Der am besten gelaunte auf der Bühne war Method Man. Die „Iron Lung“ schmiss die Party, wie man es von ihm gewohnt ist. Der omnilächelnde Ghostface Killah blieb jeweils einem Bodyguard gleich dicht im Schatten. RZA philosophierte, GZA schlich rum wie ein Fuchs, Raekwon droppte seine Salven wie zu besten Zeiten. Masta Killa, Cappadonna und DJ Mathematics an den Tasten spielten die Edelstatisten beim Dream Team Auflauf.

    Von Wu-Tang Clan Ain’t Nuthing Da Fuck Wit‘ über Bring Da Ruckus über Shimmy Shimmy Ya über Cream über Ice Cream über Reunited über Gravel Pit über… Geschichte.

    Entlassen wurde die schwitzende Menge mit zwei Songs vom kommenden Album „8 Diagram“ – auf CD. Das mag exklusiv sein, aber kein würdiger Schlusspunkt für ein historisches Konzert. Ein bitterer Nachgeschmack, trotz vielen unvergessenen Momenten.

    Straigt outta Montreux Vol. 2: Claude Nobs rockt

    Vor ein paar Tagen, 03h00, Montreux Jazz Café: Der 71-Jährige Festivalgründer beim Mundharmonika-Solo.

    nobs.jpg

    Straight outta Montreux Vol. 1: Clash & Flash

    Nach vier Tagen Jazzfestival ist es Zeit für einen kleinen Report vom Musikplaneten am See. Da ich bis jetzt noch nicht in Claude Nobs Chalet eingeladen wurde und das Montreux Palace meine finanziellen Möglichkeiten leider überfordert, kann ich euch nur Fragmente vom bisherigen Geschehen weitergeben. Wichtiges verpasse ich aber nicht, ausser den Prince vielleicht.

    Am Eröffnungstag ging ich Ismael Lo und Youssou N’Dour mit dem Jazz Goirée Project hören. Dass beide Konzerte wunderschön waren, ist überflüssig zu sagen. Viel spannender war, wie das Publikum auf Youssou N’Dours Jazz reagierte: Bei längerenen Gesangs-Absenzen begaben sich die Sitzenden in intellektuelle Andächtigkeit, während die rundherum Stehenden angeregt zu diskutieren begannen. Der Clash zweier gegensätzlicher Konzertkulturen erlebt man in Montreux nicht selten. Am Freitag gipfelte er in lauten „Psscht!“-Attacken aus den Sitzreihen und dem sehr offensiven Versuch eines Senegalesen, mit Youssou N’Dour Kontakt aufzunehmen. Der kläglich scheiterte. Der Weltstar diskutierte gerade mit seinem blinden Pianisten.

    beastieb.jpgDas gestrige Konzert der Beastie Boys war ein Meer der Superlativen: Die grösste Bühnenpräsenz, die wildeste Show, die überraschendsten Samples, das tanzbarste Hip-Hop-Konzert, das ich je erlebt habe. Die pflotschnassen T-Shirts links und rechts waren nicht Resultat der hohen Temperaturen im Auditorium Stravinski, sie bezeugten vor allem, was die alten New Yorker Rap-Punker auf der Bühne boten: Hot Shit. Aufregend hohe Qualität zum Bouncen, Bangen, Pogen. Da war selbst der Afterparty Jam mit Spank Rock, William White & Co. ein Nichts dagegen. Und das sagt einer, der die Beastie Boys etwa so gut kennt wie Sir Colin den Rap.

    Heute werde ich sehen, ob Mike D, MCA, Adrock, Mixmaster Mike & Co. auch ohne Sprechgesang eine Show der Superlative bieten können. Wer mir ein bisschen Sonne oder ein Fresspäckli schicken will:

    Gregor Frei
    Rue du Bon-Port, 2
    1820 Territet-Montreux

    Sir Colin, der Rapper

    sc.jpgEines Morgens fragte sich Sir Colin, vor dem Spiegel stehend, warum seine Mütze eigentlich immer so schräg auf seinem schönen Kopf sitze. Na klar! Weil in seinen Venen Rapper-Blut fliesst. Und ein guter Rapper zu sein ist eh ganz einfach: Man sagt im Sekundentakt „Ich bin die Nummer 1“ und engagiert ein paar hübsche Chicks für den Videodreh. Oder? Da es hier keinen Platz für peinliche Scheisse Tragödien hat, muss hier klicken, wer sich’s antun will. 4 real.

    Auch Flüchtlinge sind nur Menschen

    wyclef.jpgNeuigkeiten aus dem Refugee Camp: Während Lauryn auf den Bühnen Amerikas ausgepfiffen wird, heckt Wyclef Pläne für ein neues Album aus. „The Second Wind“ heisst das sechste Studio-Album des haitianischen Wirbelwinds, produzieren wird T.I. Dass sich der Karneval-König mit einem Club-Prinzen zusammentut, erstaunt. Viel lieber an der Seite von Clef würden wir sowieso Lauryn Hill sehen. Vertraut man dieser Seite, scheinen Pfeifkonzerte allerdings nicht das einzige Problem der Frau mit der schönsten Stimme zu sein.

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