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  • Zwei Tropenköpfe im globalen Dorf

    Von    |   15. Oktober 2014   |   0 Kommentare

    Als 2008 das Debüt von Larytta erschien, hatte dieser Blog eben erst laufen gelernt. Bevor wir uns einen Rollator anschaffen müssen, veröffentlicht das Lausanner Duo nun doch noch das langerwartete zweite Album.

    laryttaFast auf den Tag genau sechs Jahre sind seit dem Release von „Difficult Fun“ vergangen. Eine Split-EP war das einzige Lebenszeichen, das Guy Meldem und Christian Pahud seither von sich gaben. Man hatte sich fast schon mit dem Ableben von Larytta abgefunden, da legen die beiden Lausanner doch noch nach. „Jura“ eignet sich für die Altersgymnastik der angegrauten Fans ebenso wie für das Radioprogramm.

    Die Vorabsingle „Osama Obama“ hat es angedeutet: Larytta haben ihren Humor über die Jahre nicht verloren. Vor allem aber sind sie noch poppiger geworden. Die neuen Songs könnten problemlos nach einem Song von Stromae über den Äther gehen. Meldem und Pahud haben die Ecken und Kanten ihres Debüts rund geschliffen. War „Difficult Fun“ für den Durchbruch noch etwas zu schräg, könnte es diesmal klappen.

    Die Voraussetzungen für den Erfolg sind gut. Larytta gehören zu den wenigen Schweizer Bands, die das Interesse der US-Blogs auf sich zu ziehen vermögen. Weil die Musik des Duos innovativ ist und Creaked Records sie global zu vermarkten weiss. Larytta machen denn auch Pop im Zeichen der Globalisierung. Sie holen die Tropen in den Jura und tragen den welschen Charme hinaus in die Welt.

    „Jura“ bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Eingängigkeit und Ausverkauf. Die Gratwanderung gelingt über weite Strecken. Das orientalisch angehauchte „Love Love Banana“ ist unwiderstehlich, „Broken Leg Theory“ stampft unverbesserlich und „Baby Come Back“ hätten Vampire Weekend nicht besser hingekriegt. Weniger originell ist hingegen, wie plump in „Revolution 10“ die Beatles zitiert werden. Der Refrain von „All I Do“ ist so cheesy, dass es bis zu George Michael nicht mehr weit ist. Mit dem pumpenden „Les Bambous“ und dem sphärischen „Medication“ findet das Album jedoch einen versöhnlichen Abschluss.

    Ein Vergleich, der sich bereits beim Debüt angeboten hat, liegt diesmal von Beginn weg an auf der Hand: Soulwax. Mit der gleichen Präzision wie die Belgier führen Larytta Groove und Hooks auf der Tanzfläche zusammen. Soulwax haben angeblich ebenfalls ein Comeback-Album im Kasten. Ob es „Jura“ toppen kann?

    Larytta live:

    24.10. Bad Bonn, Düdingen
    25.10. Stall 6, Zürich
    31.10. Indoor B-sides Festival, Luzern
    08.11. Metropop Festival, Lausanne

    Larytta - Jura

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