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  • Nos Primavera Sound Porto

    Von    |   12. Juni 2014   |   0 Kommentare

    Altbewährtes, Neues Altes… und schlechte Konzertfotografie.

    Zum dritten Mal fand vergangenes Wochenende der Ableger des Primavera Sound Barcelona – des angeblich besten Festivals der Welt – in Porto statt (über die 2013 Edition wurde hier berichtet). Mit grossen Erwartungen pilgerten zehntausende Besucher in den gemütlichen grünen Parque da Cidade, um sich an drei Tagen zwischen vier Bühnen, über 50 Künstlern und preiswertem Alkohol hin und her zu bewegen. Verändert hat sich im Vergleich zum Vorjahr ausser dem neuen Hauptsponsor wenig. Das Festival bleibt überschaubar und die Organisation vorbildlich; zu essen gibt es hauptsächlich Fleisch im Brot.

    Die Besucher aus – gemäss Aussage des Festivals – über 40 Nationen dürften angesichts der Breite an Bands in musikalischer Hinsicht wohl kaum enttäuscht worden sein, denn wiederum handelte es sich beim Lineup um eine abgemagerte Barcelona-Version. Abgemagert natürlich im Sinne von Masse und nicht Qualität! Massentaugliche Headliner wie The National, die Pixies, Neutral Milk Hotel oder das brasilianische Urgestein Caetano Veloso zogen die Besucher in Scharen an, und schienen auf manche als quasi-religiöse Erfahrung zu wirken.

    Die Rolle von The Breeders, die 2013 ihr Album «The Last Splash» von A bis Z durchspielten, wurde dieses Jahr von Television mit «Marquee Moon» übernommen – was die Band für jeden, der sich für dieses Konzept begeistern kann, natürlich von vornherein zu einem Highlight machte. Mit einem ikonischen Album wie «Marquee Moon» funktioniert das ganz gut, doch verliert ein solcher Auftritt für die weniger eingefleischten Fans trotzdem ein wenig an Spannung und Magie.

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    Auch sonst setzte das Festival neben den üblichen Bands der Stunde, wie z.B. Darkside, Haim oder Dum Dum Girls, oder 2000er-Überlebenden wie Spoon, Midlake und !!!, zum grossen Teil auf Altbewährtes. Pitchfork rechnet uns freundlicherweise vor, dass Slint, Godspeed You! Black Emperor, Slowdive, Television, die Pixies, Neutral Milk Hotel und Shellac in den letzen zehn Jahren insgesamt gerade mal drei Alben veröffentlicht haben. Gestört schien das aber kaum jemanden zu haben. Was für den Festivalbesucher am Ende zählt, ist die Erfahrung, diese Bands mal live gesehen zu haben.

    Zu den persönlichen Highlights des Festivals zählten unter anderem die Post-Rocker von Godspeed You! Black Emperor, Slint und Mogwai. Dies aber vielleicht eher aus Sympathie-Gründen, denn Enttäuschungen, aber auch grosse Überraschungen, blieben dieses Jahr aus. Potenzielle Neuentdeckungen mussten wegen Überschneidungen und übernächtigtem Zustand mehrheitlich Vorfreuden und der Neugier auf Veteranen weichen. Am Ende waren es die alten Favoriten, die sich bewährt und bestätigt haben, und schon nur deswegen hat sich die Reise mehr als gelohnt.

    Da sich die HiRes-Pressebilder jeweils innert ca. 24 Stunden selbst zerstörten, folgen hier noch einige Exemplare schlechter Natel-Festival-Konzertfotografie:

    #1 Mogwai. Nur an der aktuellen Bühnendeko erkennbar.

    #2 Godspeed You! Black Emperor. Gedimmte Post-Rock-Bühne kämpft gegen Neonlichter.

    #3 Slowdive. Man kann sogar den Schriftzug lesen.

    78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.

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