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  • Zerdehnte Monotonie: Karen Gwyer

    Von    |   23. April 2014   |   0 Kommentare

    Eine Viertelstunde ist in Zeiten der abnehmenden Aufmerksamkeitsspanne verschwenderisch viel Zeit für einen Song, geschweige denn für ein Musikvideo. Karen Gwyer ist dies egal. Sie veröffentlicht gleich zwei davon.

    Karen GwyerEine Hecke, die im Wind zittert, eine zerplatzte Frucht, die aussieht wie ein Kadaver, ein verstörter Chi­hu­a­hua auf einem Meer von Smarties, ein brennendes Eichhörnchen und eine Rentnerin, die abwechslungsweise mit einem Dachs an einem Strohhalm nuckelt. Dies sind die Protagonisten des neuen Videos von Karen Gwyer, in dem abgesehen von Bildfetzen aus der Vorstadthölle und einem Stroboskopgewitter nicht viel passiert. Auch musikalisch nicht. Fast vier Minuten vergehen, bis der Beat einsetzt, und das Stück allmählich an Fahrt gewinnt.


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    Der monontone Fluss von „Missisissipippi“ verleiht der Zusammenhangslosigkeit der Bilder, die der Londer Videokünstler Ross Blake zu einem epileptischen Clip montiert hat, Stringenz. Der Track kommt so geisterhaft pulsierend daher als hätte Gwyer das 10-minütige „Dancing Ghosts“ von CTI auseinandergezogen und unter Beihilfe von Tim Hecker zu einem fast doppelt so langen Faden weitergesponnen. Das Stück ist auf Gwyers neuer EP „New Roof“ zu finden, die technoider klingt als das IDM-affine Album „Needs Continuum“, mit dem die in London lebende Amerikanerin im letzten Jahr auf dem Label No Pain In Pop (u.a. Grimes, Forest Swords) debütierte.

    Noch weniger als im Clip zu „Missisissipippi“ passiert im Video zu „Lay Claim To My Grub“, das ebenfalls von Gwyers aktueller EP stammt. Getaktete (A-)Symmetrie:


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