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  • Populärkultur mit Joe Mount

    Von    |   7. März 2014   |   0 Kommentare

    Metronomy schlagen auf ihrem neuen Album den Bogen von ihrem frühen Electro hin zu ABBA.

    Wenn die Band um Joseph Mount heute ihr viertes Album namens “Love Letters” veröffentlicht, kann sie auf einen beachtlichen Werdegang zurückblicken. Seit dem rohen, vorwärts preschenden und rein instrumentalen Debüt “Pip Paine” hat sich nicht nur die Bandformation, sondern auch die Stilrichtung ihrer Musik weiterentwickelt.

    Metronomy_Photo

    Nachdem der Vorgänger “The English Riviera” einen grossen Schritt die Karriereleiter empor bedeutet hatte, durfte man auf dem neuen Album eine ähnliche poppige Grundausrichtung erwarten, welche die elektronischen Auswüchse zugunsten von harmonischen Melodien in den Hintergrund drängt.

    Erfreulicherweise jedoch werden trotz der gleichbleibenden verträumten und melancholischen Grundstimmung wieder vermehrt Ausbrüche hin zur bewährten Electro-Erfolgsformel unternommen. So beispielsweise auf “Boy Racers”, welches Metronomy zurück auf die Tanzfläche führt. Verglichen mit den mitunter sehr zappeligen Frühwerk ist dem Songwriter Mount jedoch eine wesentlich grössere Gelassenheit anzumerken.

    Eine weitere Seite der Band zeigt sich auf der zweiten Single-Auskopplung “Love Letters”: schamloser Pop nach Vorbild von ABBA. Ja, ein Vergleich mit den schwedischen Ikonen ist unumgänglich, was nicht zuletzt am mitreissenden Gesang der Schlagzeugerin Anna Prior liegt. Diesem Song wurde ein Video unter Leitung des französischen Filmemachers Michel Gondry spendiert, welches die Wandelbarkeit der Musik von Metronomy clever in Bilder umwandelt.

    Viele Songs des neuen Albums scheinen jedoch eher zurückhaltend produzierte Lo-Fi-Vehikel zu sein, welche dem Album einen authentischen Charme verleihen. Exemplarisch hierfür sind der Opener “The Upsetter” oder die erste Single “I’m Aquarius” zu nennen.

    Mit “Love Letters” dürften für Metronomy die grossen Bühnen der Sommer Open Airs offen stehen. Zu recht, denn die relaxte und dennoch durchdachte “Popmusik” ist ungemein raffinierter als vieles, was sich mit diesem Allerwelts-Prädikat schmückt. Doch zuerst werden die Briten im April für zwei Konzerte in Zürich (Kaufleuten) und Lausanne (D! Club) erwartet.

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