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  • Blind Butcher: „Albino“ mit Albini

    Von    |   28. Januar 2014   |   1 Kommentar

    Steve Albini hat die unbändige Energie von Blind Butcher auf Band gebannt. „Albino“ heisst der grosse Wurf, den die Luzerner aus Chicago mit nach Hause bringen.

    Blind ButcherBlind Butcher stellen sich durch die Reduktion aufs Wesentliche in die Tradition von US-Duos wie The White Stripes und The Black Keys. Dabei haben die beiden weder ein „The“ im Namen noch einen amerikanischen Akzent. Dem Pidgin-Englisch nach Innerschweizer Art ist vielfach kein Sinn abzuringen, doch manchmal sind es auch gar keine Worte, sondern tierische Laute, die Sänger und Gitarrist Christian Aregger von sich gibt. Wie etwa das Bellen in „Ohnidisi“, dem eine Liebeserklärung im Luzernerdialekt vorangeht: „I ma nümm ohni di si“.

    Ihrem dialektalen Einschlag zum Trotz klingen Blind Butcher am Ende aber eben doch recht amerikanisch. Die Liebe zum Blues-Rock und Outlaw-Country zeigt sich in den Riffs von Aregger ebenso wie in den galoppierenden Rhythmen des Drummers und Bass-Pedalisten Roland Bucher. Die beiden Luzerner sind jedoch alles andere als Traditionalisten. Aus Mali-Blues wird urplötzlich Crossover und das „Cannonball“-Riff der Breeders wird von einem Rhythmuswechsel zerhäckselt. Die Single „I Like You“ kommt hingegen ohne Umschweife auf den (Post-)Punk(t):

    Steve Albini ist seit seiner Arbeit mit Fugazi, The Pixies und Nirvana dafür berüchtigt, dass er die Energie im Studio einzufangen weiss. Mit Blind Butcher gelingt ihm dies einmal mehr. Die elf Songs klingen so roh und wuchtig wie die Live-Auftritte des Duos. Obwohl sich die Ideen bis zum abschliessenden Country-Stomper „White Horses“ überschlagen, fällt „Albino“ nicht auseinander und wirkt homogener als der Vorgänger „New Orleans“. Dass das The Knife-Cover „Heartbeats“ den Eigenkompositionen nicht ganz das Wasser reichen kann, spricht für die Originalität von Blind Butcher.

    > „Albino“ ist bei Subversiv Records erschienen

    > Blind Butcher live:
    1.2. Rössli, Küssnacht am Rigi
    3.2. Boschbar, Zürich
    13.2. Galvanik Wahu!Bar, Zug
    22.2. Villa Seebli, Emmenbrücke
    10.5. Kleintheater, Luzern

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