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  • Eurosonic Noorderslag 2014 – Tag 3

    Von    |   18. Januar 2014   |   0 Kommentare

    Der letzte Abend bescherte uns luxemburgische Electro-Helden sowie die Retter der britischen Gitarrenmusik.

    Vera Groningen

    Am letzten Tag des Eurosonic-Festivals trat nochmals eine Vielzahl vielversprechender Bands und Künstler auf. So zum Beispiel die Belgierin Scarlett O’Hanna, welche im kleinen Dachgeschoss des Jazzcafe De Spieghel eine abwechslungsreiche Show bot. Die junge Dame aus Brüssel, welche bereits als Support-Act von Wilco auf Europa-Tournee war, sprang mühelos zwischen den Genres hin und her. Ihre Musik oszillierte zwischen klassischer Singer-Songwriter-Musik und elektronisch angehauchtem Indie-Sound, bei dem sie sich bisweilen nahe an Karen O’s Klangwelten herantastete.

    Die nächsten Künstler stammen aus Polen und tragen den Namen Kamp!. Leider ging die Auszeichnung für die hirnverbrannteste Ansage an diesem Festival an den untersetzten holländischen Moderator, welcher die Jungs mit der folgenden Idiotie ankündigte:

    „Usually the people from Poland come over here to rebuild our bathrooms or fix our ceilings…“

    Die Band jedoch zeigte sich unbeeindruckt und begann gleich mit ihrem besten Song „Cairo“, der bisweilen sehr stark an die australischen Cut Copy erinnert. Leider folgte darauf wenig Inspiriertes. Dennoch können die jungen Männer von sich behaupten, elektronische Musik aus Polen auf die europäische Landkarte gehievt zu haben.

    An der Kunstakademie fand als Nächstes der Auftritt der schwedisch-norwegischen Postiljonen statt. Ein sehr geeigneter Rahmen für die Show, welche mit Visuals im Retro-Look begleitet wurde. Auf diesen wurden nostalgische Szenen von tanzenden Frauen in edlen Roben, Strandurlauben und Eisenbahnwaggons (!) dargestellt. Musikalisch scheint sich das Trio einiges von der träumerischen Musik von M83 abgeschaut zu haben.

    Wir setzten den Abend in der Musikschule fort, wo wir weggeblasen wurden von Say Yes Dog. Mit einem Feuerwerk an gleichermassen relaxt groovenden wie extrem mitreissenden Electro-Tracks schafften es die jungen Luxemburger in ihrer gut halbstündigen Show, das eher zurückhaltende Publikum in Tanzlaune zu versetzen.

    Blaenavon, welche im letzten Jahr mit der Veröffentlichung ihrer Koso EP haben aufhorchen lassen, bestritten den nächsten Auftritt. Obwohl die drei Jungs kaum erwachsen sind, haben sie bereits mehrjährige Banderfahrung sammeln können und klingen erstaunlich erwachsen. Ihr Indie Rock klang facettenreich und mutig, immer wieder wurden innerhalb des Songs abrupte Richtungswechsel vollzogen. Von ihrem Debütalbum darf man sich neue Impulse für die stagnierende britische Gitarrenmusik erhoffen.

    Wir entschlossen uns, als letzten Act am diesjährigen Eurosonic-Festival Nadine Shah anzuschauen. Die Britin wird immer wieder mit PJ Harvey und Nick Cave verglichen, ihre Musik hat jedoch durchaus eine eigenständige Note. An diesem Abend hörten wir mehrere Songs ihres Debütalbums „Love Your Dum And Mad“. Der Opener „Dreary Town“ sowie der letzte Song „Runaway“ waren schlicht fantastisch, während die restlichen Songs leider nicht die gleiche Intensität erreichten.

    Nadine Shah ‚Dreary Town‘ from Guts & Glory Films on Vimeo.

    Photo: Bart Heemskerk

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