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  • twentythirteen: Beste Alben 2013

    Von    |   23. Dezember 2013   |   2 Kommentare

    78s packt das Jahr 2013 in Listen. Heute: 13 Mal mehr als bemerkenswert, 13 Mal Beste Alben 2013. Die Redaktion von 78s kürt ihre Jahreslieblinge, von A wie Anaheim bis V wie Volcano Choir.

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    Anaheim

    Anaheim – Gone West
    „Gone West“ heisst ihr Debüt und tatsächlich sind die beiden jungen Frauen westwärts gezogen. Aus der Ostschweiz nach Zürich. Ihre Musik klingt als wären sie noch viel weiter nach Westen gereist. Nach Anaheim, wo auf der Veranda Banjos gezupft und Murder Ballads gesungen werden. Mit einem Koffer voller Americana ist das Duo zurückgekehrt und hat ein Album veröffentlicht, das unserer Redaktion so tief unter die Haut geht wie „Epilog“ von Doomenfels, der gelegentlich bei Anaheim an den Drums aushilft. Zwei Stimmen so messerscharf als wären sie tödlich.

    Bill Calahan

    Bill Callahan – Dream River
    Weil ein jedes Album von Bill Callahan das Jahr verschönert und die Welt verbessert.

    Boards of Canada

    Boards of Canada – Tomorrow’s Harvest
    «Tomorrow’s Harvest» von Boards of Canada aus Edinburgh kann wohl als beste Überraschung des Jahres bezeichnet werden. Seit 2005 hatte die Band kein Studioalbum mehr veröffentlicht, und die kryptische Marketing-Kampagne um das neue Album liess am Ende nicht mehr viel Zeit für Vorfreude. Boards of Canada haben sich auf «Tomorrow’s Harvest» zwar nicht neu erfunden, aber nach einer so langen Durststrecke freute man sich ohnehin auf Vertrautes und Bewährtes. Die Band ist und bleibt eine anscheinend unfehlbare Grösse des Ambient-Genres.

    Deerhunter_Monomania

    Deerhunter – Monomania
    Knackiger Lo-Fi Rock, der nur an wenigen Stellen an die Deerhunter von «Halcyon Digest» erinnert. Die Truppe um Bradford Cox hat sich mit «Monomania» verändert; nicht besser, aber anders. Ungeduldiger, vielleicht? Die vielen Hooks, die unwiderstehlichen (Pensacola! Sleepwalking!), sind in einen dicken Noise-Vorhang gewickelt, aber nicht versteckt. Deerhunter kommen zum Punkt, und wir auch: Ihr diesjähriges Album hat uns gezeigt, dass Gitarrenmusik 2013 nicht tot ist.


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    Doomenfels

    Doomenfels – Epilog
    Ene, mene, miste, es rappelt düster in der Kiste. Bedrohlich züngelnd und stürmisch durchtrieben: Doomenfels beschenkt uns 2013 mit einem Mundartwerk, das durch seine Einzigartigkeit besticht. Das drohende Unheil, das sich auf dieser Platte zusammenbraut, ist nicht nur zum Greifen nah, es scheint auch unaufhaltsam zu sein. Dominic Oppliger manövriert sich mitten rein ins Getümmel, dorthin, wo es am meisten schmerzt. Um in einem besinnlichen Moment festzustellen, dass es im Leben Rückgrat braucht. Wir verneigen uns.


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    Fuck-Buttons-Slow-Focus

    Fuck Buttons – Slow Focus
    «Slow Focus», das hochgelobte dritte Studioalbum von Fuck Buttons aus Bristol, erreichte im Juli als erstes auf ATP Recordings veröffentlichtes Album die UK Top 40. Die sieben Titel sind etwas leichter zugänglich als das frühere Material der Band, kommen aber genauso mühelos daher, schwanken irgendwo zwischen erfrischend und düster, und sind einfach anders. «Slow Focus» ist eines der wenigen Alben dieses Jahres, die es vermögen, einen von Anfang bis Ende in den Bann zu ziehen. Der Opener «Brainfreeze» ist der beste Beweis dafür.

    girls-in-hawaii-everest

    Girls in Hawaii – Everest
    Sensibler Pop, in Melancholie getunkt. Reicht, oder?

    Kurt Vile

    Kurt Vile – Wakin On A Pretty Daze
    Gut Ding will Vile haben. Mit seinem fünften Longplayer ist Kurt Vile in den Charts und auf dem vorläufigen Zenit seines Schaffens angekommen. „Wakin On A Pretty Daze“ hat das Zeug zum Klassiker. Während der Slacker aus Philadelphia in den Texten diesmal mit den Gegensätzen Vergangenheit/Gegenwart, Innen/Aussen und Nähe/Ferne und arbeitet, klingt seine Musik mehr denn je wie aus einem Guss. Rock, wie ihn so leichtfüssig noch niemand gemacht hat. Ein Gitarrengott, der sich ganz ohne Soli sein eigenes Universum geschaffen hat.


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    lapalux-nostalchic

    Lapalux – Nostalchic
    Zu Ehren des einzigen Briten bei Brainfeeder – ein Haiku:

    Oh, Stuart Howard.
    Wie du deine Klänge spinnst –
    Gemütswohlsein pur.

    Mount-Kimbie

    Mount Kimbie – Cold Spring Fault Less Youth
    Als «Post-Dubstep» bezeichnet man es hie und da, wir nennen es elektronische Musik der feineren Sorte. Mount Kimbie aus London, danke für die Eingängigkeit. Bitte mehr davon.


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    The National

    The National – Trouble Will Find Me
    Vielleicht das zugänglichste Album der Band um Matt Berninger und die Gebrüder Dessner wurde «Trouble Will Find Me» diesen Frühling von der Kritik nicht mit einer Loblawine, sondern mit einem erleichterten Aufatmen empfangen. The National darf im Indie-Olymp einen Thronplatz behalten. Das Album lediglich als Nicht-Enttäuschung abzutun, wird der Sache nicht gerecht; viel zu nonchalant schmunzelnd (Pink Rabbits), leidenschaftlich (Sea Of Love) und entwaffnend filigran (Humiliation) ist es dafür.


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    Saltland

    Saltland – I Thought It Was Us But It Was All Of Us
    Nicht ein echtes Debüt, aber das erste Album von Rebecca Foon unter dem Moniker Saltland, erschienen beim kanadischen Qualitätslabel Constellation Records. Als Quilt aus Dream-Pop, Ambient und Post-Rock verweben sich schwebender Gesang, bodenständiges Cello und dezente Perkussion zum stimmungsvollen Klangfilter, der die Welt in Zwielicht taucht. Momente magischer Ambience, einlullend und zugleich belebend.

    volcano-choir_repave

    Volcano Choir – Repave
    Einmal mehr beweist Justin Vernon sein Können und verbreitet mit Volcano Choir eine Harmonie, die nach seinen Bon Iver-Ergüssen fast schon selbstverständlich erscheint. Eine Hass-Liebe, der man sich öffnet oder verschliesst. „Repave“ ist womöglich das beste, bei dem Vernon seine Finger im Spiel hatte, nicht nur lyrisch und bandtechnisch. Es ist eine Fortsetzung des archaischen Schaffens des Kauzes, der der Blockhütte entwachsen ist und die Sterne erreicht hat. „Repave“ ist Aufbruch und Ankommen, denn ungewiss mag die Zukunft sein, doch auch spannend, unbekümmert und wertvoll. „Set sail“.


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    2 Reaktionen

    1. #1 eselhudi

      15:40 Uhr, 24.12.2013, Link

      vampire weekend? arcade fire? james blake?
      geschmacksache halt :)

    2. #2 chris

      12:54 Uhr, 3.1.2014, Link

      Etwas überrascht hier nicht noch die neuen Alben von And So I Watch You From Afar und/oder Deafheaven anzutreffen. Trotzdem eine gute Liste!

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