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  • Da stampft der Muezzin im Kreis

    Von    |   29. Juli 2013   |   2 Kommentare

    Zwei Formationen aus dem Libanon und Syrien revolutionieren arabische Folklore und sorgen für erfreuliche Nachrichten aus dem Maschriq-Gebiet.

    Schlechte Meldungen aus dem Nahen Osten gibts zur Genüge, da nehmen wir nach der frohen Kunde „Shoegaze auf Hebräisch“ gern noch weitere entgegen. Dröhnten solcherlei Klänge von den Minaretten, würde wohl nicht nur manch sündiger Westler seine Lauscher lieber gen Mekka richten und in den gestampften (Halb)Kreistanz eines modernisierten Dabke einstimmen.

    far1Im Multimedia-Projekt Jerusalem In My Heart experimentiert der Libanese Radwan Ghazi Moumneh mit arabischer Folklore sowie Filmprojektionen und Lichtinstallationen, wobei keine der spärlichen Shows je gleich ausfallen. Aus Rücksicht auf diesen grösseren, dynamischen Kunstrahmen hatte er während acht Jahren auf das Definitivum von Aufnahmen verzichtet – bis zur Veröffentlichung seiner Debütscheibe „Mo7it Al-Mo7it“ (sprich: Ocean of the Ocean) im Frühling.

    Wenngleich Moumneh seit Jahrzehnten als Musiker, Produzent und Miteigentümer des berühmten Hotel2Tango-Studios in Quebec und Montreal lebt, taucht er für einige Monate im Jahr in Beiruts Experimentalszene ab.

    Omar_Souleyman_creditHisham_Bharoocha_lores01Der momentan im türkischen Exil weilende Syrer Omar Souleyman setzt dabei weniger aufs Experiment als auf Party und etwas angerosteten Techno. Ein Rezept, das ihn während den Neunzigern als Hochzeitmusiker in der Heimat zur Legende machte und ihn seit den Nullerjahren auf so manch internationale Festivalbühne führt.

    Erst Mitte Oktober aber erscheint sein erstes Studioalbum „Wenu Wenu“ auf Domino Records. Als Produzent stand kein Geringerer Pate als Kieran Hebden von Four Tet.

    „Ein Feuerball nahöstlicher Leidenschaft“


    Omar Souleyman – Wenu Wenu (Album Trailer) von domino

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    2 Reaktionen

    1. #1 Thomas

      09:25 Uhr, 31.7.2013, Link

      Danke für den schönen Bericht! Wer sich mehr für alternative, subkulturelle, experimentelle Popsounds aus Beirut interessiert, dem empfehle ich dieses Buch: Local Music Scenes and Globalization – Transnational Platforms in Beirut. Alle Infos gibt es hier: http://beirut.norient.com/

      This book offers the first in-depth study of experimental and popular music scenes in Beirut. (Bestellen am einfachsten via Amazon.com)

    2. #2 Marco Durrer

      15:02 Uhr, 3.8.2013, Link

      merci dir fürs feedback und den tipp. da könnt man sich ja noch schön vertiefen…

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