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  • Frühlingserwachen mit Kurt Vile

    Von    |   12. April 2013   |   2 Kommentare

    Mit „Wakin‘ On A Pretty Daze“ legt Kurt Vile sein bislang elaboriertestes Werk vor. Der Sommer kann kommen.

    Kurt VileEs gibt in dieser Saison wohl keinen Song, der einen behutsamer in einen Frühsommermorgen begleiten könnte, wie „Wakin‘ On A Pretty Day“. Neun Minuten lang bettet der chronisch verschlafene Kurt Vile seine Hörer auf die fluffigsten Wolken, die der Gitarrenhimmel zu bieten hat. Dass der Name des vermeintlichen Titelstücks von „Wakin‘ On A Pretty Daze“ mit dem Albumtitel nicht ganz identisch ist, ist bezeichnend für das Werk von Vile, das sich aus selbstreflexiven Variationen speist.

    Obwohl sich der Songwriter aus Philadelphia in seinen Songs lyrisch wie musikalisch immer wieder selbst zitiert, kann von Redundanz bis anhin nicht die Rede sein. Die Ideen scheinen Vile so schnell nicht auszugehen. „Making music is easy, watch me“ singt er – mit Recht. Es gibt gegenwärtig kaum einen Songwriter, der seine Songs anstrengungsloser aus dem Ärmel schüttelt wie Vile, der in den letzten vier Jahren nicht weniger als vier Alben und vier EPs veröffentlicht hat.

    Der fünfte Longplayer ist der bis anhin längste und elaborierteste. Der Schlafzimmer-Tom-Petty, wie Kollege Menzl Vile zu Beginn seiner Karriere treffend nannte, ist im High-End-Studio angekommen. Sein Sound klingt edler und epischer, ohne poliert oder überproduziert zu klingen. Die elf Stücke sind äusserst facettenreich: Von süffigen Popsongs wie „Never Run Away“ über psychedelischen Folkrock wie „Pure Pain“  bis hin zu ätherischen Balladen wie „Too Hard“ ist alles dabei, was das Herz begehrt.

    Auch die neusten Songs von Vile spiegeln sich in sich selbst: Das einfache „Whoo“ von „KV Crimes“ multipliziert sich in „Shame Chamber“, dessen Cowbell wiederum in „KV Crimes“ auftaucht. Ein erfreuliches Novum sind die kosmischen Vibes der langen Nummern, wie die Krautrock-Einflüsse in „Was All Talk“ oder der vernebelte Spacerock von „A Girl Called Alex“. Mitverantwortlich dafür dürfte Viles Backing-Band The Violators sein, die ihn auch auf seiner kommenden Tour begleitet.

    Dass Kurt Vile mit „Wakin‘ On A Beautiful Daze“ auf dem vorläufigen Zenit seines Schaffens angekommen ist, dürfte niemand bestreiten. Mit diesem Album in den Ohren kann das eigentlich nur ein guter Sommer werden.

    Kurt Vile – Wakin‘ On A Pretty Daze


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    2 Reaktionen

    1. Sonntagsmusik - 78s – bessere Musik!
    2. Kurt Vile: Tolles Mixtape, neue EP - 78s – bessere Musik!

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