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  • Phosphorescent: Back to the future!

    Von    |   3. April 2013   |   0 Kommentare

    Ganz vorbildlich hat er den Medienrummel um sein letztes Album mitgemacht und sich die Finger wund gespielt. Danach war für Phosphorescent eine Auszeit fällig. An der Riviera Maya fand er wieder zu sich – und zu seinen musikalischen Wurzeln.

    Phosphorescent_Muchacho

    Man hat es kommen sehen: Das Trara um Phosphorescents letzte Platte war riesig. Angetrieben von einer gut geschmierten Promomaschine artete „Here’s To Taking It Easy“ zu einem Megaprojekt aus – und war dabei auch akustisch eine Tour de Force. Überschwänglich und strotzend vor Vitalität, irgendwie befremdlich, was aus dem einst so kauzigen Eigenbrötler geworden war. Und so schien die Ernüchterung nach dem Sturm, die Frage nach dem Sinn, unausweichlich.

    Während sich andere Musiker auf der Suche nach Inspiration in abgeschiedenen Log Cabins im Unterholz verbarrikadieren, zieht es Matthew Houck nach Tulum, Mexiko. Karibikküste, Sonne, Girls? Eine wahrlich entspannte Wahl, hörte man sich denken, aber ob er dort wieder zu sich finden würde?

    Nun, man darf beruhigt sein, Mexiko hat der verlorenen Seele hörbar gut getan. Schon im Intro-Song von „Muchacho“ ist alles wieder da: Der rustikale Appeal von Houcks Stimme, ein andächtig schwelender Chor aus sich endlos überlagernden Stimm-Loops – ganz so wie 2007, als Phosphorescent zum ersten Mal mit „Pride“ von sich hören gemacht hat. Und damit das kein kalter Aufguss von seinem dritten Album wird, schiessen im Jahr 2013 neonfarbene Synthie-Laser durch die Morgendämmerung und lassen SciFi-Arpeggien prickeln.

    Houck zeigt sich zurückgelehnt wie nie, wirft souverän die unterschiedlichsten Zutaten in einen Topf und vermählt sie in einer hochglänzenden Produktion. Auf „Muchacho“ trifft Mariachi auf Country, alt auf neu, gestern auf morgen. Und um uns als Tüpfelchen auf dem i dann endgültig ein kleines bisschen Fernweh einzuimpfen, kredenzt Phosphorescent „The Quotidian Beasts“  – seine ganz persönliche Version von Chris Isaak’s feuchtem Sandtraum „Wicked Game„. Karibikküste, Sonne, Girls? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

    Phosphorescent – Song for Zula

    Phosphorescent – The Quotidian Beast

    Phosphorescent – A Picture Of Our Torn Up Praise (vom Album „Pride“)

    [audio:http://www.scjag.com/mp3/do/tornuppraise.mp3]

    > „Muchacho“ ist am 19. März auf Dead Oceans erschienen.

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