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  • José James: Auf das Maximum reduziert

    Von    |   31. Januar 2013   |   0 Kommentare

    „No Beginning No End“ hat als Aufnahme zwar Anfang und Ende, dazwischen aber wird alles für den passenden Augenblick aufgespart.

    no beginning

    Jeder Trommelschlag, jeder Trompetenstoss versichert sich, lange bevor er ausgeübt wird, seines maximalen Nutzens und Effekts. Dieses Gefühl zieht sich wie ein Versprechen durch die zwölf Stücke auf „No Beginning No End“. In Erwartung der nächsten Sensation wird selbst die Luft dazwischen zum Instrument. Am Ende eines bis ins Innerste verdichteten Taktes lässt der aufgebaute Druck die Stille zu einem hervorragenden Transmitter für Spannung werden. Der Groove ist dann am spürbarsten, wenn er eigentlich kaum mehr gespielt wird.

    José James hat für sein neues Album eine illustre Runde versammelt. Stimmlich hat sich der versierte Sänger Verstärkung bei Hindi Zahra und Emily King geholt. Die Herren Robert Glasper, Kris Bowers und Pino Palladino schnüren musikalisch ein extrem engmaschiges Päckchen für James‘ Blue-Note-Debut. Eine Über-Exaktheit, welche gefühlt oft etwas Verzögertes hat, lässt dieses Kollektiv in einer eigenen Kategorie aufspielen. Einmal schneidig und kanalisiert, dann breitgefächert in einem Delta von Klängen zerfliessend.

    Die vielseitige Prägung von „No Beginning No End“ wiederspiegelt José James‘ musikalisches Freiheitsbekenntnis. Er sehe sich nicht als reinen Jazzsänger, sondern bewege sich frei von Limitierungen in seiner Musik. Seinen angestammten Soul-Jazz versieht er mit unterschiedlichen Färbungen von Folk bis World Music. Das Album hält so eine reichhaltige Palette von Schätzen bereit, die von den Musikern und Musikerinnen um José James spektakulär vorgetragen werden. Mit „No Beginning No End“ ist James ein brillanter Clou gelungen.

    José James live: Montag, 22. April im Kaufleuten, Zürich.


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