Tagebuch eines Drummers

365 Tage im Zeichen der Klangforschung: Julian Sartorius, Drummer von Sophie Hunger und Kutti MC, veröffentlicht ein audiovisuelles Tagebuch mit 365 Beats.

Beat DiaryAm 1. Januar 2011 begann Julian Sartorius sein Beat-Tagebuch. Die Regeln: Keine Loops, keine Effekte. Seine Werkzeuge: Schlagzeug und ein Fieldrecorder. Innert einem Jahr sind 365 Beatimprovisationen entstanden. Die Geräuschkulissen bilden Hotelzimmer, Backstagebereiche, Städte, Industriegebiete, Züge, Flugzeuge und die Natur. Für das Schlussbouquet sorgt das Silvesterfeuerwerk.

Sartorius’ Schlagzeugspiel ist auf verschiedensten einheimischen Erfolgsalben zu hören, von Kutti MCs “Sunne” bis hin zu Sophie Hungers “1983″. Mit seinem ersten Soloprojekt lebt der Berner seine experimentelle Seite aus. Die Tagebucheinträge bestehen aus perkussiven Patterns, in die sich ab und zu ein Piano, ein Xylophon oder eine Gitarre verirrt. Die vermeintlichen Loops klingen so unberechenbar wie das Leben selbst. Die Stimmungsbilder sind mal nervös, mal ruhig, mal schön, mal hässlich.

“Beat Diary” drängt sich als Geschenkidee für Schlagzeuger auf, die einen Plattenspieler ihr eigen nennen. Das Projekt erscheint auf sage und schreibe 12 LPs und wird von einem Bildband mit 365 Fotos begleitet, die das tägliche Klangmaterial veranschaulichen. Matthew Herbert, der renommierteste Klangforscher der Gegenwart, liefert das Testimonial: “Beat Diary brings us one step closer to a permanent blurring of distinctions between sound and music, music and art, art and life.”

> “Beat Diary” erscheint am 14. Dezember auf everestrecords

Julian Sartorius live:

15.12. Sedel, Luzern
18.12. Instore Gig Plattfon, Basel
18.12. SUD, Basel
19.12. Ecurie de I’ilot 13 by Cave, Genève
20.12. Taptab, Schaffhausen
21.12. Dachstock, Bern
22.12. Hesinki, Zürich
23.12. Botanischer Garten, Bern


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