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  • Platte der Woche: The xx – Coexist

    Von    |   6. September 2012   |   3 Kommentare

    „My heart is beating in a different way“ singt Oliver Sim auf „Coexist“. Eine Songzeile programmatisch für eine ganze Band. The xx waren und sind immer noch anders als der ganze Alternative Mainstream ihrer Zeitgenossen. Und genau darum hören wir uns das an.

    „Die einzige Band dieser Generation, die deine Kinder in deiner Plattensammlung suchen werden“, so bezeichnet die alternative Radiostation Flux FM The xx zurecht. Die Engländer veröffentlichen ihr Zweitwerk „Coexist“. Grösser können die Erwartungen kaum sein. Alles andere als eine Enttäuschung wäre demnach eigentlich – eine Enttäuschung. Eine Bestätigung ihres Ausnahmestatus‘ mit einer weiteren grossartigen Platte, würde ihre Relevanz auf ein noch höheres Level hieven.

    Vor drei Jahren haben uns drei Teenager namens Romy, Oliver und Jamie eine Platte geschenkt (78s-Artikel), die eingeschlagen hat wie eine Bombe. Zurückhaltend, steif und schüchtern zeigten sie sich vor Live-Publikum, dennoch zogen sie einen mit dem Klang der Stille in ihren Bann.

    Minimal-Pop mit R&B- und Electro-Facetten. Das Konzept der Reduktion und der Zurückhaltung haben The xx beibehalten und gar noch weiter geführt. Die Gitarre scheint noch spärlicher vor zu kommen, Bass und Drumcomputer tragen die Kompositionen und auch der Gesang nimmt deutlich mehr Raum ein. Wohl auch auf Grund des gesteigerten Selbstwertgefühls von Sängerin Romy Madley Croft und Bassis Oliver Sim, die sich die Gesangsarbeit aufteilen. Auch die stärkere elektronishe Akzentuierung der Songs fällt auf, überrascht aber nicht und wurde ehrlich gesagt auch erwartet, da Jamie alias Jamie xx mit seinen elektronischen Seitenprojekten ja mehr als aufhorchen liess.

    Natürlich ist mittlerweile der Novitäts-Faktor weg, aber „Coexist“ ist eine gute Platte geworden. Angesichts des Erwartungsdruckes sogar eine äusserst Gute.

    > „Coexist“ bei NPR im Stream anhören

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    3 Reaktionen

    1. #1 bhlogiston

      14:17 Uhr, 8.9.2012, Link

      kann mich dieser zusammenfassung nur erleichtert anschliessen. den teilweise bösen verriss in manchen blogkommentaren (zumeist in uk und übesee) kann ich nicht mal annähernd folgen. für mich ist die platte ein mehr als würdiger zweitling, der mit jedem hören besser wird.

    2. #2 Simon Aeschbacher

      18:25 Uhr, 9.9.2012, Link

      Bekanntlich schlägt der Blitz nur einmal an der selben Stelle ein. Im Falle von Coexist und dem so überzeugenden Debut liegen die Schlaglöcher aber ziemlich nahe beieinander. Wenn überhaupt, dann klingen die neuen Songs noch spärlicher, und deren Lücken wiegen noch schwerer. Wie macht man weiter, wenn man den Nagel schon beim ersten Album so vollständig auf den Kopf getroffen hat? Die neuen Songs sind vielleicht etwas weniger einprägsam, kommen aber genauso wie deren Vorgänger aus dem tiefsten, verschütteten Herzen. Sehr sympathisch!

    3. #3 seb

      09:45 Uhr, 10.9.2012, Link

      alle positiven eigenschaften der platte, die sie unbestritten hat gehen für mich durch den teilweise wirklich falschen gesang verloren. das mag bis zu einem gewissen grad attitude sein und ich bin da auch meist relativ tolerant, aber wenn sich meine zehennägel rückwärts aufrollen, weil die beiden einfach nicht den gleichen ton singen wollen/können verfliegt die sympathie für den gesamtsound…

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