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  • RUSCONI nehmen Free Jazz wörtlich

    Von    |   8. März 2012   |   0 Kommentare

    RUSCONI befreien den Jazz von seiner Engstirnigkeit. Statt durch Solos profilieren sich die Zürcher auf ihrem neuen Album „Revolution“ als Rockband mit Lead-Piano.

    Dass Jazz sich irgendwann selbst in den Schwanz gebissen hat, ist paradox. Ursprünglich das freigeistigste aller Genres, hat es sich nach der Freejazz-Revolution in Konventionen festgefahren. RUSCONI brechen diese auf. Vor zwei Jahren hat das Trio ein erstaunliches Tribute an Sonic Youth veröffentlicht. Zwei Stücke davon finden sich als Live-Versionen auch auf dem neuen Album „Revolution“.

    Nach dem Manifest, das den Release angekündigt hat, folgt nun also die musikalische Revolution. Sie besteht aus sieben neuen Kompositionen, die gratis erhältlich sind, sofern man den Mut hat bei der Preiswahl für den Download eine Null einzutippen. Mit dem altbewährten Radiohead-Modell emanzipieren sich RUSCONI von Sony Music. Auch musikalisch findet die Band mit „Revolution“ zu sich selbst.

    Die kompakten Stücke „Berlin Blues“ und „Tempelhof“ glänzen beide mit einem eingängigen Thema, das immer wieder in sich zusammenfällt, um sich neu zu formieren. Harmonie verliert sich in der Improvisation. Fliessender sind die Übergänge in der zehnminütigen Ausschweifung „Alice In The Sky“. An der Gitarre zu hören ist die Avantgarde-Legende Fred Frith, der im letzten Jahr als Gastdozent an der Musihochschule Basel tätig war, und RUSCONI im Studio in Basel kurzerhand einen Besuch abstattete.

    Auch wenn das Piano von Stefan Rusconi im Mittelpunkt steht, agieren die Zürcher nicht als Jazz, sondern als Rockband. Statt selbstverliebter Virtuosität dominiert das Zusammenspiel von Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. Mittels Klangmanipulationen überschreitet man die Grenzen der klassischen Trio-Besetzung. Das Ende von „Massage The History Again“ ist von Post-Rock nicht weit entfernt. In einigen Stücken singen RUSCONI erstmals. Zwar nicht in Worten, aber immerhin in Silben. Man versteht sie trotzdem, denn ihre Musik sagt mehr als tausend Worte.

    > Download „Revolution“ auf rusconi-music.com. Via Band-Website ist das Album ist auch auf Vinyl erhältlich.

    > RUSCONI auf Europatour:

    21.3. Innsbruck, Treibhaus
    22.3. Wiesbaden, Schlachthof
    24.3. Karlsruhe, Kulturzentrum Tempel
    28.3. Berlin, HBC
    29.3. Hamburg, Kampnagel
    30.3. Bremen, Kito – Altes Packhaus
    01.4. Kiel, Die Pumpe
    04.4. Zürich, Kaufleuten
    06.6. Lausanne, Le bourg
    03.5. Boulogne-Billancourt, Carré Belle Feuille

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