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  • Peter Broderick vertont trügerisches Idyll

    Von    |   17. November 2011   |   0 Kommentare

    Peter Brodericks neustes Werk ist der Soundtrack zu einer Doku über eine mysteriöse Serie von Verbrechen. Eine Vertonung des hinter kleinbürgerlicher Idylle schwelenden Wahnsinns.

    Nach einiger Zeit in Dänemark – auch als Tourmitglied von Efterklang – fand Peter Broderick in Berlin seine Traumwohnung. In einem Haus, worin nur Musiker leben, mit einem Klaviershop, worin sich der Multiinstrumentalist nach Ladenschluss austoben kann.

    Letzten Winter schloss er sich darin ein und komponierte „Music for Confluence“ (Erased Tapes). Den Soundtrack zu einem Dokumentarfilm über das mysteriöse Verschwinden fünf junger Menschen (Trailer). Geschehen um 1980, irgendwo im idyllischen Idaho. Unweit vom Ort, wo Broderick selbst aufgewachsen ist. Nur drei sind wieder aufgetaucht. Verstümmelt. Die Spuren deuten auf ein und den selben Täter hin, die dürftige Beweislage verhinderte jedoch dessen Verhaftung.

    „Eingeschneit und mit den Schichten verschiedenster Instrumente experimentierend, versuchte ich eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die zum schwierigen Gefühl passte, welches mir der Film verlieh.“

    Brodericks Kompositionen ergänzen die Spannung der Geschichte ohne aufdringlich oder suggestiv zu sein. Leichtfüssig tänzeln sie auf dem schmalen Grat zwischen kitschiger Glückseligkeit und psychotischem Abgrund. Eine Vertonung der unheimlichen Ahnung, wenn nicht Gewissheit, dass auch oder gerade unter oberflächlicher Idylle bedrohlicher Wahnsinn lodert.

    Peter Broderick – It wasn’t a deer skull
    [audio:http://www.peterbroderick.net/wp-content/uploads/2010/05/07-It-Wasnt-A-Deer-Skull.mp3]

    „In der Silversternacht sass ich in meiner Wohnung und nahm die letzten Noten für die Filmmusik auf. Ich hatte bis auf den Nachspann alles fertig. Mit einem der Filmdirektoren, Vernon Lott, wurde beschlossen, dass der Song dafür anders sein musste als für den Rest des Films. Während also draussen das Feuerwerk explodierte, nahm ich ‚Old Time‘ auf, einen Song, der sich für mich wie ein Hauch von frischer Luft anfühlte – nach einer Geschichte, die nur verwundert zurück lassen kann…“


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