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  • Obskuradio: Günter Schickert – Wanderer

    Von    |   8. November 2011   |   2 Kommentare

    Günter Schickert war einer der grossen Innovatoren der Berliner Schule. Während seine Kollegen mit dem Synthesizer experimentierten, griff Schickert zur Gitarre.

    Günter Schickert war ein Pionier der Drone-Gitarre. Mit dem exzessiven Einsatz von Hall und Overdubs lotete der Berliner das Klangspektrum seines Instruments bis an die Grenzen des Möglichen aus. Bei seinen Klangexperimenten halfen ihm die Erfahrungen, die er als Roadie und Tontechniker des legendären Klaus Schulze gesammelt hatte.

    Seine erste Band gründete Schickert 1973, allerdings sind die Aufnahmen des Trios GAM erst Mitte der 80er-Jahre veröffentlicht worden. Sein erstes Solo-Album „Samtvogel“ ist anfänglich im Eigenvertrieb erschienen, worauf die Platte 1975 von der Krautrock-Institution Brain veröffentlicht wurde. Für seinen zweites und letztes Album „Überfällig“, das erste Anzeichen dessen enthält, was wir heute Post-Rock nennen, wechselte Schickert 1979 schliesslich zu Sky Records.

    „Überfällig“ besteht aus lediglich vier Stücken, die nahtlos ineinander verwoben eine kreisförmige Bewegung beschreiben. Die Platte beginnt und endet mit dem Glucksen des Wannsees, dazwischen sind neben Schickerts Gitarre das Atmen und Lachen eines Babys namens Jimena, Synchronschwimmerinnen, Regen, die Ostsee, der Gesang von Brigitta Nabucet und die exzellenten Drums von Charles M. Heuer zu hören. Die träumerische Klangreise endet mit dem Stück „Wanderer“, dem die Plattenhülle folgendes Motto mit auf den Weg gibt: „10 Zentimeter über dem Boden schweben und doch einer gewissen Festigkeit nicht entbehren“.

    Günter Schickert – Wanderer

    [audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2011/11/Wanderer.mp3]

    2 Reaktionen

    1. #1 Simon Aeschbacher

      18:53 Uhr, 9.11.2011, Link

      Günter Schickert mag das anders sehen, aber die Tatsache, dass seine Musik in der Schublade für Obskures landete, hat auch sein Gutes. Frei von Vermarktung und all dem anderen Käse, der häufig von der Industrie beigefügt wird, kann man heute noch seine Musik um ihrer selbst willen geniessen. Mehr als 30 Jahre nach der Entstehung klingt „Wanderer“ noch immer völlig unverbraucht.

    2. #2 Schickert

      14:13 Uhr, 2.1.2012, Link

      Sehr nett und gut erkannt.
      Mit diesem K Rock hatte ich nie wirklich was am Hut.
      Das ist einfach Musik.
      Danke

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