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  • „The Wicker Man“: Wo man singt, da lass dich nieder…

    Von    |   20. Oktober 2011   |   2 Kommentare

    …denn böse Menschen haben keine Lieder. Denkste! Der britische Kultstreifen „The Wicker Man“ ist ein grausliges Juwel der Filmgeschichte. Nicht zuletzt des Soundtracks wegen.

    Der 1973 erschienene Film „The Wicker Man“ ist so dermassen grossartig, dass ihm Iron Maiden Jahre später einen Song widmen und Nicolas Cage sich am Remake fast unweigerlich die Finger verbrennt. Die Geschichte des filmerischen Zwitters aus Thriller und Musical ist schnell erzählt: Der Polizist und fromme Christ Howie wird auf die Insel Summerisle gerufen, um einen Fall zu lösen. Doch anstatt ihn bei der Aufklärung zu unterstützen, machen sich die eigenartigen Bewohner des Eilands einen Spass daraus, dem Festländer mit fleischlicher Verlockung und heidnischem Fruchtbarkeitskult den Mund wässrig zu machen. Am Ende läuft alles auf ein Treffen mit dem Wicker Man hinaus, bei dem Howie in endgültiger Konsequenz einsehen muss, dass die vermeintlich gottlose Gesellschaft sehr wohl an etwas Höheres glaubt.

    Neben Eigenkompositionen adaptiert der Musikchef Paul Giovanni für „Wicker Man“ auch überlieferte Traditionals, die direkt im Film performt werden. Da ist jeder Song ein Hit. Das sieht auch Giovanni ein, weshalb er zusammen mit seinem Assistenten die Band Magnet gründet, um später die Musik zum Film im Studio einzuspielen. Das Album wird nie erscheinen und auch der in den Neunzigern veröffentlichte Soundtrack, der auf den IT-Bändern des Films basiert, enttäuscht. Erst 2002 gelingt es Silva Screen Records in einem zweiten Versuch, den mitreissenden Sound des Films auf Platte zu bannen.

    Seit 2009 bietet sich dem Filmmusik-Fan ausserdem die Gelegenheit, auf dem Album „Willows Songs“ die originalen Folk-Songs einzuhören, die den Filmsound inspirierten. Darauf ist auch eine instrumentale Version von Giovannis ureigener Komposition „Willow’s Song“, dem unbestrittenen Song-Highlight des Films, enthalten.

    Song (ohne Willow) hier anhören: Paul Giovanni & Magnet – Willow’s Song (via XXJFG)

    [audio:http://www.20jazzfunkgreats.co.uk/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Paul-Giovanni-and-Magnet-Willows-Theme.mp3]

    Oder noch besser direkt bei Youtube (mit Willow) begutachten:


    YouTube Direktlink

    2 Reaktionen

    1. #1 StormOnTheSea

      09:22 Uhr, 20.10.2011, Link

      And on that tree there was a limb
      And on that limb there was a branch
      And on that branch there was a nest
      And in that nest there was an egg
      And in that egg there was a bird
      And from that bird a feather came
      And of that feather was
      A bed

      And on that bed there was a girl
      And on that girl there was a man
      And from that man there was a seed
      And from that seed there was a boy
      And from that boy there was a man
      And for that man there was a grave
      From that grave there grew
      A tree

      Meiner Meinung nach der beste Film aller Zeiten mit dem besten Soundtrack aller Zeiten. Erotischer und derber geht es ja wohl nicht. Für die Amerikanischen Untertitel (jawoll, das brauchen die Amis für diesen Film) wurden sogar Textzeilen gefakt, weil es den Machern zu heikel war. Dieses Jahr wurde der Nachfolger „The Wicker Tree“ (ebenfalls von Regisseur Paul Hardy) zum ersten Mal aufgeführt! Die Kritiken waren allerdings nicht besonders gut und der Film kam noch nicht in die Kinos. Auf den Soundtrack bin ich ganz besonders gespannt…

    2. #2 nico

      15:56 Uhr, 20.10.2011, Link

      zusammen mit „valerie and her week of wonders“ von lubos fiser einer derjenigen soundtracks, die mir von broadcast in deren anfängen schmackhaft gemacht wurden.

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