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  • Rockzipfel verteilt Kopfnüsse

    Von    |   21. September 2011   |   5 Kommentare

    Rockzipfel hat eine neue EP draussen. Mundart-Pop-Experiment und Sozialkritik. Auch die Musikjournalisten kommen nicht ungeschoren davon.

    Nach seinem Mammutprojekt „Stück für Stück“ legt der Wahlbasler Gregi Sigrist alias Rockzipfel die 4Song-EP „Könnsch Maschine?“ nach – digital only. Dieser Release bedeutet ihm ne Menge. Weil er ohne Erwartungen ins Studio ging und ohne jegliche Kompromisse aufnahm, was grad so im Kopf und Herzen brodelte. Dabei unterstützt hat ihn einmal mehr Tobi Gmür.

    Obwohl er die Songs liebt und er das Studio im guten Gefühl verliess, dass ihm völlig egal sei, was die Welt dazu sagt, hat er nun panische Angst vor den Reaktionen. Weil er sich sicher ist, „dass der eine oder andere von der einen oder anderen Seite her eins an die Rübe kriegen könnte“.

    Die öffentliche Meinung zu seinen Babies kann er nicht mehr beeinflussen, aber fordert zumindest (und zurecht) Respekt gegenüber ihrer Eigenwilligkeit: „Vielleicht quengeln sie rum, schlagen aus, scheinen sperrig oder ungestüm. Sie wissen eben, dass sie lauter schreien müssen als andere“. Wie bei Kindern kann solch ein Schreien aber ziemlich nerven. Im Gegensatz dazu kann man hier aber auf Stopp drücken. Wenn man denn will.

    Ungewöhnlich sind sie tatsächlich, und vermögen mit seltsamer Melodie(losigkeit) und verschrobenem Singsang durchaus zu provozieren. Es sind keine Songs im konventionellen Sinne. Sie folgen keinen Regeln und sind immerhin bemerkenswert eigenständig – auch abgesehen vom Schweizerdeutsch, das in der Musik wie auch im Film schnell mal seltsam künstlich klingt.

    Eher als musikalisch sind sie an dieser Stelle inhaltlich interessant. Denn der Eigenbrötler nimmt auch die Musikjournis ins Visier und auf die Schippe. Im Klartext singt er von den undankbaren Alkoholikern, die eher wegem Bier als der Musik ans Konzert kommen. Die keine Noten lesen können und doch wissen wie man’s besser macht.

    Auf viele der „schräge Sieche“ mag dies zutreffen. Auf uns nicht. Wir kriegen das Bier nie gratis. Leider. Trinken aber trotzdem gern ein paar. Und das ist ja wieder in Ordnung. Glück gehabt! Die akustischen Kopfnüsse gelten andern.

    Rockzipfel – Musikjournalischte
    [audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2011/09/2-MUSIKJOURNALISCHTE-MASTER.mp3]

    Rockzipfel – Könnsch Maschine (ned eso yeah yeah)
    [audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2011/09/1-KÖNNSCH-MASCHINE-MASTER.mp3]

    5 Reaktionen

    1. #1 lucmon

      18:12 Uhr, 21.9.2011, Link

      ooch mann, mit dem „Gesang“ kann ich einfach nichts anfangen! Die Wortbetonung und Reime gehen mir sowas auf den Säckl. Getroffen gesagt künstlich. Tschau Frau, Sau schlau, solche Reime erfinde ich beim Morgenessen. Halbe Sache. Wenn schon Banalitäten dann bitte ohne aufgetragene Coolness. Dennoch sind die Lieder eigenwillig und aus diesem Grund auch sehr spannend, aber für mich leider nicht genussvoll hörbar.

    2. #2 tom

      00:03 Uhr, 22.9.2011, Link

      rockzipfel ist einfach unnötig und vor allem nicht lustig. live noch schlimmer, da schämt man sich fremd…

    3. #3 Agnes

      09:29 Uhr, 22.9.2011, Link

      ca. 1 Schweizer Band wird hier wochentlich präsentiert und 78s entscheidet sich für Rockzipfel?!?!?

    4. #4 Simon Aeschbacher

      09:58 Uhr, 22.9.2011, Link

      Na, wie geht man sowas unvoreingenommen an? Schon im Bandnamen steckt mir zuviel Humor. Musik und Humor, das geht sehr selten gut. In der Regel leidet die Musik, ausser vielleicht, wenn der Humor in der Musik steckt, anstelle von Humor in den Texten. Den Beitrag Könnsch-Maschine? finde ich in seiner spartanischen Art – nur Schlagzeug – etwas weniger schrecklich. Vom plumpen Kraftwerk-Witz will ich gar nicht reden. Gelungene Beispiele von Musik und Humor? Mein erster Gedanke war Frank Zappa, der griff aber auch oft und gerne daneben.

    5. #5 zotto

      18:52 Uhr, 22.9.2011, Link

      bestes beispiel, wie man eben nicht schweizerdeutsch texten sollte. auch (nicht) gut: dodo mit „stagedive“. der brüller….

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