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  • Musikgewordene Teenage Paranoia: Supreme Dicks neu aufgelegt

    Von    |   4. September 2011   |   0 Kommentare

    Der Bandname mutet erst mal infantil an, im Sound jedoch zeigen sich Supreme Dicks ordentlich ausgereift. Jetzt wird die Band, die in den Neunzigern aktiv war, mit einer Reissue in Erinnerung gerufen.

    Man könnte meinen, wir hätten Nineties-Wochen hier bei 78s. Unlängst widmete sich Kollege Menzl dem Musik-Jahr 1991 und tags drauf offenbart sich mir eine Band, die ihre beste Zeit ebenfalls in den frühen Neunzigern durchlebte: die Supreme Dicks. Wie eine kleine Umfrage im Freundeskreis zeigt, bin ich nicht die Einzige, der die Band damals durch die Ohrlappen ging.

    Zum Glück für säumige Musikfreunde plant Jagjaguwar auf den 17. Oktober eine Reissue des gesamten Backkatalogs der Supreme Dicks. Angedacht ist eine 4-CD-Box mit dem Titel “Breathing And Not Breathing”. Das Set vereint beide Studio-Alben der Band, bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und die EP „This Is Not A Dick“. Für Liebhaber schwarzer Scheiben werden die Alben „The Unexamined Life“ und „The Emotional Plague“ erstmals auch auf Vinyl aufgelegt.

    Supreme Dicks wurden 1982 in Amherst gegründet und waren frühe Exponenten einer Massachusetts-Szene, die Jahre später Dinosaur Jr. oder Sebadoh hervorbringen sollte. Das Line-Up der Band um die Songwriter Daniel Oxenberg und Jon Shere änderte sich laufend, auch Lou Barlow hat immer wieder bei den Dicks mitgemischt. Im Rückblick gehen Supreme Dicks, die ihrer Karriere 1996 ein Ende setzten, als die wohl unbeachtetste Band der Massachusetts-Szene in die Geschichte ein.

    Welch Sünde! Rein oberflächlich betrachtet, machen Supreme Dicks dissonanten Lo-fi Slacker Indie – wie viele andere auch. Im Gegensatz zur Musik ihrer Kollegen ist der Sound der Dicks zerfressen von Paranoia und einer Teenage Angst, die ohne Ironie auskommt. So hat der Protagonist des Songs „In A Sweet Song“ das Selbstbewusstsein eines einsamen Klassennerds, der zuhause mit einer glänzenden Pistole liebäugelt, diese aber immer wieder in die Schublade zurücklegt. Oder es kommt ein mulmiges Gefühl auf, wenn im Song „Azure Dome“ der Schultag endlich überstanden ist und die Schüler mit den Worten „Out from the tomb / where girls and boys go nuts…“ in eine ungewisse Freiheit entlassen werden.

    Supreme Dicks – In A Sweet Song

    Supreme Dicks – Jack-O-Lantern

    [audio:http://alteredzones.com/dl/audio/1843/supreme-dicks-jack-o-lantern.mp3]

    Supreme Dicks – Azure Dome

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