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  • Coverart: Bill Callahan – Apocalypse (unheimisch)

    Von    |   11. Juli 2011   |   2 Kommentare

    Auf seinem jüngsten Album befasst sich der Amerikaner Bill Callahan mit seiner Heimat. Mit dem Gestern und dem Heute eines Landes und damit, wie es sich anfühlt, in ihm zuhause zu sein. Auch der Künstler, dessen Bild das Plattencover ziert, setzt sich mit der Geschichte seines Herkunftslandes auseinander – und sorgt damit für eine Kontroverse.

    The soul of your country called and left you a message. Seven messages“ schreibt Drag City in der Ankündigung des fünfzehnten Albums von Bill Callahan, der früher unter dem Pseudonym Smog werkelte. „Apocalypse“ erzählt davon, wie das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für seine Bewohner grad ebenso viele Herausforderungen bereithält. In rustikal arrangierten Songs und Textpassagen voller Sprengkraft hält der Songwriter dem amerikanischen Lebensgefühl den Spiegel vor: „Is this what it means to be free? / Or is this what it means to belong to the free? / To be free in bad times / And good / To belong to being derided for things I don’t believe / And lauded for things I did not do“ (aus dem Song „Free’s“.)

    „Apocalypse“ wurde in Callahans Heimat Texas aufgenommen und entsprechend präsentiert sich das Plattencover.

    „Apocalypse at Mule Ears Peak, Big Bend National Park in West Texas“ nennt sich das Werk des australischen Künstlers Paul Ryan, welches das Album ziert. Ende 2010 hatte der Mittvierziger in seiner Heimat für einen Sturm der Entrüstung gesorgt, als er in der Wollongong City Gallery die Bilderreihe „No country for dreaming“ ausstellte. Zahlreiche Vertreter indigener Kulturen stiessen sich an Ryans Werken und den provokanten Untertiteln: So zeigt beispielsweise das Bild mit dem Namen „The local boys just seem to hang about all day“ einen Aborigine, der im Gehölz an einem Strick baumelt.

    Ryan steht hinter seinem Werk. In einem Interview gibt er an, mit seiner Kunst auf die Vergangenheit Australiens zu Zeiten der Kolonialisierung aufmerksam machen zu wollen. Schaut man sich dann das am 4th of July erschienene Callahan-Video zum Song „America!“ an, wird endgültig klar: Hier haben sich zwei Künstler gefunden, die die Geschichte ihrer Heimat, die vaterländischen Errungenschaften und die eigene Identität mit kritischem Blick aufarbeiten.


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    Dass die beiden Männer noch mehr verbindet, lässt ein Blick auf Ryans Gesamtwerk vermuten. Der Künstler scheint eine besondere Beziehung zur Popmusik und zum texanischen Songwriter zu haben. So zitieren einige Bildunterschriften der Reihe „No country for dreaming“ mehr oder weniger eindeutig die Songs von Callahans Album „Sometimes I Wish We Were An Eagle“. So zum Beispiel die Werke „One last blackbird“ oder „The the sky is full of black and screaming leaves„.

    Künstler: Bill Callahan
    Album: Apocalypse
    Label: Drag City
    Jahr: 2011
    Cover-Bild von: Paul Ryan

    In der Serie Coverart stellen wir Plattencover vor, die besonders sehenswert sind.

    > Alle Cover im Archiv

    2 Reaktionen

    1. Bill Callahan im Kino (Sitzplatz gewinnen) - 78s – bessere Musik!
    1. #1 StormOnTheSea

      12:22 Uhr, 11.7.2011, Link

      Schöne Story. Bill Callahan ist definitiv einer der Guten. Das letzte Album gefiel mir aber um einiges besser…

    78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.

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