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  • Platte der Woche: Wu Lyf – Go Tell Fire To The Mountain

    Von    |   14. Juni 2011   |   5 Kommentare

    Der „dicke Mops“ ist gelandet. Die Feuilletons dürfen endlich wieder, wie alle sechs Monate, über eine Popplatte schreiben. Wu Lyf haben ihr Debüt-Album „Go Tell Fire To The Mountain“ veröffentlicht. Und alle fallen drauf rein.

    Vor einem halben Jahr wusste man, und damit meinen wir hier das Internet, fast noch nix über die Mancunians. Ausser dass sie sich gerne in Tücher hüllen, ihr Name ein Akronym von World Unite: Lucifer Youth Foundation ist, sie in ihren Videos ähnlich verschwommen agieren wie in ihren Songs, gerne skurille Bilder ins Netz stellen, einen Manager beschäftigen, der sich War God nennt, sie keine Labels mögen – auch das Debüt kommt auf der eigenen Dependance heraus – und die Band früher unter dem Pseudonym Vagina Wolf figurierte – ein mediokrer Bombay Bycicle Club-Verschnitt. Man denkt: Tja, was soll man machen, wenn man so schlechte Musik macht, man kreiert halt einen Mythos um die eigene Existenz und macht Ambiente-Indie-Rock. Das war vor einem halben Jahr.

    In der französischen Liberation kann man lesen:

    «Ce n’est pas un calcul ou un plan marketing, justifie Ellery Roberts. Lorsqu’on a commencé à jouer, en août 2009, on voulait présenter notre musique différemment. Le site internet, les vidéos, les images et le vinyle qu’on vend en ligne racontent chacun une partie de la même histoire. On veut que les gens se posent et réfléchissent au lieu de passer d’un MP3 à un autre en se demandant quel est le prochain groupe à la mode. On souhaite être écoutés pour notre projet artistique : Wu Lyf n’est pas un fast-food.»

    Aha.

    Das „Aha“ beiseite geschoben, auch wir sind dem eleganten Pathos erlegen, der gepaart mit Sigur Ros-scher Unverständlichkeit und der Arty-Fartyness eines voll gepackten Klassenzimmers mit Kunststudentinnen, operiert und musikalisch irgendwie nach Indie-Ambiente macht mit dezenten Hooklines und vorgegaukelter Langsamkeit und Eingekehrtheit. Die Songs verstecken sich und kriechen langsam in den Hirnbereich, in dem die Hits sitzen, die man nicht nachsingen kann. So wie bei The xx oder vor kurzem bei The Weeknd. So meinte doch auch Kollege Matze noch Ende Mai in voller Vorfreude: „Das wird ein dicker Mops“. Und hey: Believe the hype or believe nothing.

     

    WU LYF – DIRT from LUCIFER YOUTH FOUNDATION on Vimeo.

    5 Reaktionen

    1. Song des Tages » Blog Archive » Wu Lyf: LYF
    1. #1 Dominik

      11:57 Uhr, 13.6.2011, Link

      Hippiekacke-Marketing.

    2. #2 1.STOCK [Bar/Klub]

      12:59 Uhr, 13.6.2011, Link

      Ich würde jetzt mal sagen, dass das eine der originelleren Kampagnen war, die in letzter Zeit gefahren wurde. Mal was anderes als die übliche Sharing-Schwemme via Twitter & Co. Und ich sehe da auch keine KunststudentInnen am Werk. Die beschäftigen sich zusammen mit der versammelten Arty-Fartyness lieber mit MGMT & Co. Was da zusammen mit dem Management aufgezogen wurde, ist einfach nur konsequent. Ich würde vorschlagen, die Jungs mal live anzuschauen. Ganz grosse Klasse. Mit einer Dringlichkeit sind die ausgestattet, die man nur äusserst selten zu sehen bekommt. Und die gewählte Ästhetik – man kann sie jetzt mögen oder nicht – passt wunderbar zur Musik und zum Auftreten der Band. Und ‚überraschenderweise‘ auch zum Zeitgeschehen.

    3. #3 Kathrin

      11:39 Uhr, 15.6.2011, Link

      Man, so megamega gut!

    4. #4 Sick

      14:32 Uhr, 17.7.2011, Link

      Wenn interssiert das Marketing? Hört euch das Album an.
      Schlechte Musik? Quatsch mit Soße? Eins der spanendsten Debüts des Jahres.

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