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  • iTunes geht in die Wolke: nicht mehr als eine Übergangslösung

    Von    |   8. Juni 2011   |   1 Kommentar

    Apple hat am Montag wie erwartet iTunes in the Cloud angekündigt. Musik wird geräteunabhängig, das ist aber nur ein Zwischenschritt in die nahe Zukunft.

    iTunes in the Cloud, das vorerst nur in den USA und erst als Beta-Version verfügbar ist, ermöglicht es, die eigene digitale Musiksammlung vom Computer loszulösen und über mehrere Geräte synchron zu halten. Die Musik wird dazu in der sogenannten Cloud gespeichert und kann auf bis zu zehn Geräte (PC, Mac, iPad, iPhone, iPod Touch) drahtlos übertragen werden. Das mühselige Synchronisieren via Kabel vom Computer fällt weg.

    Sehr elegant gelöst hat Apple das Problem, dass die digitale Musiksammlung des Durchschnittsnutzers nicht nur aus Songs besteht, die via iTunes gekauft wurden, er diese aber selbstverständlich weiterhin hören will. Es wird nicht nötig sein, diese Songs alle in die Cloud hochzuladen, sondern lediglich mit der Apple-Datenbank abzugleichen (iTunes Match nennt Apple diesen Dienst, der 25 Dollar pro Jahr kosten wird). Alles, was das System (mit einer Datenbank von 18 Millionen Songs) erkennt, wird in der eigenen Sammlung in der Cloud freigeschaltet, was dann immer noch fehlt, kann manuell hochgeladen werden.

    Apple hat damit dem wichtigsten digitalen Vertriebssystem für Musik ein dringend nötiges Update verpasst. Mehr nicht. Das System beruht weiterhin auf dem Besitz von Musik, der, wie ich in „Heul doch! Musikdownloads müssen sterben.“ vor einem Jahr dargelegt habe, ein Auslaufmodell ist.

    Das weiss auch Apple. Schon Ende 2009 hat Apple den Musikstreamingdienst Lala gekauft. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis iTunes den Wandel zum Streamingdienst vollzieht und auch Flatrate-Zugriff auf Millionen Songs verkauft, wie dies heute Spotify, Simfy und Konsorten schon tun.

    Dass Apple diesen Schritt vorerst nicht macht, ist nachvollziehbar. Man würde damit das eigene Downloadgeschäft empfindlich schwächen – dazu wird man erst bereit sein, wenn die konkurrierenden Streamingdienste Apple signifikant in den Markt schneiden. Dann wird auch Apple den Wandel vollziehen. Sonderlich schmerzen wird er Apple nicht. iTunes ist schon jetzt nur ein marginaler Gewinnbringer in der Geldmaschine Apple – und wird in Zukunft als starker Musikdienst vor allem als gewichtiges Verkaufsargument für Apples tatsächliche Cashcows dienen, iPods, iPhones und iPads.

    Eine Reaktion

    1. #1 Magnetfisch

      21:32 Uhr, 8.6.2011, Link

      Back to the future: Musik war wohl schon immer was geräteunabhängiges… Schon zu Mozarts und Beethovens, Saint-Saëns oder Faurés Zeiten. Aber Instrumenten- oder Komponistenunabhängig, das wird sie nie sein.

    78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.

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