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  • Ein Restorm im Wasserglas

    Von    |   2. Juni 2011   |   9 Kommentare

    Das neue MySpace bedrängt iTunes. Klingt wie die nächste Erfolgsgeschichte im Web. Ist aber: ein Schweizer Märchen.

    Noch nicht allzu lange ist es her, dass sich die Schweizer Musikplattform Restorm als „das neue MySpace“ angepriesen hat (was von zahlreichen Medien nachgeplappert wurde).

    Das mit dem neuen MySpace hat noch nicht so richtig klappen wollen, war jetzt vielleicht auch nicht das allerbeste Branding der Welt. Immerhin: In Sachen Nutzerzahlen ist man MySpace in den letzten Monaten auf jeden Fall näher gekommen – weil ihnen MySpace von oben mittlerweile sehr grosszügig entgegen kommt.

    Sei’s drum, bei Restorm hat man bereits ein neues Vergleichsprodukt gefunden, das man nun den Journalisten dieses Landes in die Notizblöcke diktiert. „iTunes erhält Konkurrenz“, können wir also in einem 20-Minuten-Artikel über Restorm lesen.

    Restorm macht iTunes Konkurrenz, das interessiert uns natürlich. Und wir lesen in besagtem Artikel auch gleich, was der grosse Trumpf ist. Künstler können via Restorm nun ihre Musik auch verkaufen – und behalten dabei 90 Prozent des generierten Umsatzes für sich – „statt 50 Prozent wie branchenüblich“, wie uns 20Minuten netterweise erklärt.

    Woher diese 50 Prozent kommen, ist rätselhaft. Selbst wenn man Apples iTunes aufgrund seines grossen Marktanteils als alleinigen Masstab für das „branchenüblich“ nimmt, wären die 50 Prozent zu hoch angesetzt. Tatsächlich vergleichbar mit dem Sell-It-Yourself-Produkt von Restorm sind aber ohnehin jene von Bandcamp oder Topspin. Dort beträgt die Provision jeweils 15 Prozent – dies bei einem umfangreicheren, technologisch ausgereifteren Produkt und einer soliden Community.

    Nichts gegen Restorm und ihre lobenswerten Versuche, Musikschaffenden nützliche Tools anzubieten. Aber wer sich „neues MySpace“ auf die Flaggen schreibt und Teile von Steve Jobs‘ Imperium erobern möchte, der muss irgendwann mal vom Fleck kommen. Sonst folgt auf die grossen Töne der leise Abgang.

    9 Reaktionen

    1. #1 greg

      13:09 Uhr, 2.6.2011, Link

      restorm, meine güte, was für ein schreckliches design!

    2. #2 Elroy

      18:39 Uhr, 2.6.2011, Link

      restorm hat jedenfalls auch eine solide community. bei bandcamp fehlt mir persönlich das aktive handeln untereinander. irgendwie machen das die künstler nur, um musik zu verkaufen via bandcamp. das finde ich schade. sehe das gleiche problem auch bei rootmusic oder reverbnation. ich entdecke auf restorm jedenfalls gerne neue musik.

    3. #3 philippe

      22:41 Uhr, 2.6.2011, Link

      restorm ist ein Seich und nervt mich mehr und mehr, besonders die Mailflut! Und diese ewig öden Bandcontests, mein Gott!

    4. #4 Trauert

      00:21 Uhr, 4.6.2011, Link

      Sehr schön auch der erste redaktionelle Text, den ich gerade erwischt habe: „Neben Großbritannien entwickelt sich Schweden mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt des Pop.“

      Braucht man wohl nicht weiterlesen.

    5. #5 Mathias

      13:56 Uhr, 5.6.2011, Link

      Die SonntagsZeitung lügt: http://my.kooaba.com/periodical_pages/360312. zitat: „diese möglichkeit (musik ohne itunes und ohne plattenvertrag zu verkaufen) ist weltweit einzigartig.“

    6. #6 Johannes Sieber

      17:20 Uhr, 5.6.2011, Link

      Medienmacherzickerei No. 30’982.

    7. #7 Magnetfisch

      18:28 Uhr, 5.6.2011, Link

      Fazit: „le portail parfait n’existe pas“

    8. #8 JV

      14:43 Uhr, 7.6.2011, Link

      mir scheint, dass die kitiker allesamt wenig restorm-erfahrung aufweisen…?
      ein vergleich mit mx3 wäre wohl auch mal angebracht…?
      Zudem frag ich mich ja schon, wer mir ein portal nennen kann, welches all die möglichkeiten wie restorm bietet?
      falls die communitiy fehlt, wäre es hier ja mal möglich, die szene (insb. die musiker) zum beitritt zu ermutigen? (netzwerkeffekte… hilft am ende der ganzen szene…)

    9. #9 Magnetfisch

      16:29 Uhr, 11.4.2014, Link

      der leise Abgang von Restorm hat mittlerweile stattgefunden…

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