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  • Favez: Angriff ist die beste Verteidigung (Albumprelistening)

    Von    |   11. Februar 2011   |   0 Kommentare

    Alle Zeichen stehen auf Sturm und Angriff. Favez lassen auf ihrem neuen Album „En Garde!“ die Emotionen hochleben.

    Irgendwann stand es fünf vor zwölf. Mit einem Fuss befanden sich Favez bereits im Abgrund, der sich vor ihnen auftat. Doch für die Band um Sänger Chris Wicky kamen weder ein endgültiger Abschied, noch der Rückzug in die eigene musikalische Vergangenheit in Frage: „Wir wollten nicht mehr so tönen, wie wir mit 17, 18 Jahren klangen“, erklärte uns Wicky damals. Es blieb also nur die Flucht nach vorne. Eine Flucht, die vor vier Jahren mit der Veröffentlichung von „Bigger Mountains, Higher Flags“ endete und viele alteingesessene Anhänger der wichtigsten Schweizer Rockband vor den Kopf stiess. Zu poppig seien Favez geworden, lautete eine oft geäusserte Kritik.

    Heute sind diese Kritiker natürlich weiser. Denn rückblickend betrachtet war das letzte Album der logische und notwendige Zwischenschritt auf dem Weg zum (vorläufigen) Band-Höhepunkt. „En Garde!“ ist das stärkste Album, das Favez bis jetzt veröffentlicht haben. Es kombiniert die gnadenlos rockenden, impulsiven Momente der Anfangszeit (vom wunderbaren „A Sad Ride On the Line Again“ mal abgesehen) mit der Intensität aus der ruhigen Schaffensphase von Chris Wickys Nebenprojekt The Sad Riders. Und es ist gezeichnet von Emotionen und Leidenschaft.

    Dies ist auch das Verdienst von Andrew Scheps, einem Schwergewicht der Musiklandschaft. Scheps hat in der Vergangenheit mit Bands und Künstlern wie Social Distortion, Iggy Pop, Johnny Cash oder den Stones zusammengearbeitet. Umso erstaunlicher also, dass er von sich aus auf eine Gruppe aufmerksam wurde, die nach fast zwei Jahrzehnten Bandgeschichte in ihrer Heimat immer noch als Geheimtipp durchgeht. Doch Andrew Scheps liebt Favez seit er deren vor neun Jahren erschienenes Album „From Lausanne, Switzerland“ zum ersten Mal gehört hat.

    Auch dank seines Mitwirkens meistern die Lausanner – abgesehen von zwei Durchhängern – den schmalen Grat zwischen den impulsiven Rocksongs, die an ihre Anfangsphase erinnern („Tearing Down the Highway“, „The Heart of A Cynic“) und den sanften Klängen als Anleihe an die jüngere Bandgeschichte („End the Show“) mühelos. Mehr noch: Mit „Like the Old Days“ schaffen Chris Wicky und seine Band einen Song für die Ewigkeit.

    Exklusives Albumprelistening in Zusammenarbeit mit simfy.ch.

    Favez live:
    19.02. Lausanne, Le Romandie
    25.02. Chur, Selig
    04.03. Bern, ISC
    05.03. St. Gallen, Grabenhalle
    11.03. Winterthur, Gaswerk
    12.03. Luzern, Sedel
    09.04. Schaffhausen, Kammgarn
    23.04. Biel, Burnrock

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