Obskuradio: Jean Vasca
Von Ralph Hofbauer | 14. Januar 2011 | 0 Kommentare
Obwohl er Musik und Poesie so eindringlich wie Jacques Brel verknüpfte, stand Jean Vasca stets im Schatten der grossen Chansonniers.
In einem TV-Interview von 1967, das dank youtube der Nachwelt erhalten ist, antwortete Jean Vasca auf die Frage, wie er Poesie definieren würde, mit einem Zitat des Schriftstellers Jean Cocteau: Einen Poeten nach einer Definition von Poesie zu fragen sei dasselbe, wie eine Blume nach der Bedeutung von Agrikultur zu fragen.
Die dritte LP von Jean Vasca, die zur Zeit dieses Interviews gerade erschienen war, liefert eine sehr treffliche Definition von Poesie. Die zwölf existentialistischen Lautgedichte des Albums spielen in der Liga des grossen Jacques Brel. Untermalt werden die Texte des Lyrikers und Chansonniers aus Paris, der bis heute insgesamt 24 Alben und 7 Gedichtbände veröffentlicht hat, von einer aussergewöhnlichen Instrumentierung: In “Les Forêts” legt eine Kirchenorgel den pastoralen Klangteppich, in “Insolation” sorgt eine Marimba für exotische Melancholie.
Jean Vasca – Les Forêts
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Jean Vasca – Insolation
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