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  • Coverart: Pink Floyd – Animals (vom Winde verweht)

    Von    |   14. Dezember 2010   |   0 Kommentare

    Für einige ist es die beste Pink Floyd-Platte aller Zeiten, andere sehen im zehnten Album der Band einen Kniefall vor der Punk-Bewegung. Eines ist „Animals“ auf alle Fälle: das einzige Album, für dessen Cover-Shooting ein Scharfschütze angeheuert werden musste.

    „Animals“ ist ein Konzept-Album wie es im Buche steht. Im Buche George Orwells genau genommen. Angelehnt an dessen „Animal Farm“ führen uns Pink Floyd ihre Sozialkritik anhand einer tierischen Dreiklassengesellschaft vor, lassen die Schweine regieren, die Hunde den schnellen Profit wittern und die Schafe blindlings der Herde folgen.

    Musikalisch entfernt sich die Band mit ihrem 77er-Album vom sphärischen Hitgespann „Dark Side of The Moon“ und „Wish You Were Here“. „Animals“ zieht ausufernden Synthscapes den Stecker und konzentriert sich auf einen rohen, reduzierten Sound, der weithin als floydsche Antwort auf den Stinkefinger der Punk-Bewegung verstanden wird. Roger Waters fährt üppiges, verbales Geschütz gegen den Kapitalismus auf und Dave Gilmour lässt endlich wieder die Gitarren sprechen.

    Das Cover des Albums ziert die Battersea Power Station in London, zwischen deren Schornsteinen ein riesiges, aufblasbares Schwein schwebt. Die Idee hinter dem Artwork stammt von Waters und wurde vom australischen Künstler Jeffrey Shaw in Zusammenarbeit mit dem Designteam Hipgnosis und einem deutschen Zeppelin-Produzenten umgesetzt.

    Das 12 Meter grosse, heliumschwangere Gummischwein, das mittlerweile auf den Namen Algie hört, soll im Dezember 1976 für ein Fotoshooting in die Luft gehen. Für den Fall, dass es sich losreissen sollte, musste vom Manager der Band eigens ein Scharfschütze angeheuert werden. Umsonst, denn aufgrund der Wetterbedingungen wird die Aktion am ersten Tag abgeblasen und auf den nächsten verlegt. Tags drauf steht die gesamte Crew wieder in Bereitschaft – alle ausser dem Scharfschützen, dem niemand Bescheid gesagt hatte.

    Und so kommt es, wie es kommen muss. Das Schwein wird vom Winde verweht, steigt der Legende zufolge in Windeseile auf eine Höhe von 18000 Fuss und zwingt Heathrow als unbekanntes Flugobjekt sämtliche Flüge umzuleiten. Später am Abend landet Algie auf einer Farm in Kent, wird repariert und am nächsten Tag erneut zwischen den Schornsteinen gehisst. Diesmal posiert das Schwein ohne zu zicken, doch leider ist der Himmel wolkenlos, was nicht so recht zur endzeitigen Stimmung der Platte passen will.

    Für das endgültige „Animals“-Cover muss – allem Aufwand zum Trotz – doch gemogelt werden und das Foto von Algie im Sonnenschein wird mit einem bewölkten Bild vom ersten Tag hinterlegt.

    Pink Floyd – „Dogs“ (Part 1/2)

    Pink Floyd – „Dogs“ (Part 2/2)

    Künstler: Pink Floyd
    Album: Animals
    Label: Harvest Records
    Jahr: 1977
    Design by: Roger Waters in Zusammenarbeit mit Hipgnosis

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