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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

  • kickass lyrics
  • Orlando Menthol: Knackeboul geht fremd

    Von    |   23. November 2010   |   0 Kommentare

    Er schrieb ein Tagebuch auf 78s, rappt, ist ein Beat-Box- und Freestyle-Monster, ein Teil der Mundartisten sowie Moderator. Und jetzt hat Knackeboul zusammen mit Simon Kallweit ein Electro-Album aufgenommen.

    Orlando MentholWie kommt ein Mundartist dazu, ein Electro-Album aufzunehmen?
    Knackeboul: Mein erstes Soloalbum als Rapper Knackeboul habe ich im Studio von Simon „Menthol“ Kallweit aufgenommen. Er machte damals Electro. Und zum Spass habe ich eine trashige, gebrochene English-Line über einen Electro-Beat von ihm gerappt. Für uns war das ein Witz, aber in unserem Umfeld kam es gut an. Wir haben das Stück bei der M4Music Demotape-Clinik eingeschickt und gewannen den ersten Preis in der Kategorie Electronic. Weil uns das Projekt Orlando Menthol Spass machte, konkretisierten wir es.

    Und trotzdem dauerte es fünf Jahre, bis zum Release des Debütalbums. Wieso?
    Wir setzen uns nicht unter Druck. Die Freude an der Musik steht im Vordergrund. Insbesondere die Live-Auftritte von Orlando Menthol sind jedes Mal ein spezielles Erlebnis. Wir „brätschen“ morgens um 2 Uhr Beats rein und können uns verkleiden.

    Schon auf dem letzten Mundartisten-Album gabs elektronische Momente. Haben da Orlando Menthol abgefärbt?
    Auf jeden Fall. Bei Orlando Menthol handhaben wir es so, dass Simon Kallweit die Musik macht und ich für die Texte und Arrangements verantwortlich bin. Als wir für unser Mundartisten-Album geübt haben, war Menthol oft auch anwesend, um an seiner Musik zu arbeiten. Ein paar seiner Sachen, die wir so mitkriegten, mussten wir einfach auf unserem Album drauf haben. Simon gehört zwar nicht direkt zu den Mundartisten, aber er ist ein Teil der Familie. Wie ein Onkel.

    Aus Spass wird ernst? Ihr habt auch einen Ausland-Release geplant.
    Die Musik polarisiert. „Boomberry“ wurde ja damals schon international veröffentlicht. Die Leute, die die Musik unseres Labels hörten, waren englische Breakbeat-Konsumenten. Die fanden den Song wahrscheinlich nicht sehr „real“. Für uns ist ein Ausland-Release ein Experiment. In erster Linie haben wir das Album für die Leute aufgenommen, die an unsere Konzerte kommen. Aber wenn plötzlich die Amis die Musik auch cool finden sollten und wir bei ihnen auftreten könnten, wäre das natürlich geil.

    Hast du keine Angst davor, die Hip-Hop-Szene in der Schweiz vor den Kopf zu stossen?
    Ich würde nicht sagen, dass ich mich von dieser Szene entfernt hätte. Aber ich mache längst das, was ich will. In meiner Pubertät habe ich noch eher darauf gehört, was die Hip-Hop-Szene sagt. Inzwischen frage ich nicht mehr danach. Orlando Menthol versuche ich von dem abzukapseln, was ich als Knackeboul oder bei den Mundartisten mache.

    Vor drei Jahren hast du auf 78s ein Tourtagebuch geschrieben. Wie fest hast du dich seither verändert?
    Im Moment gehts unglaublich ab. Als ich das Tourtagebuch geschrieben habe, war ich der Rapper Knackeboul. Inzwischen bin ich Moderator bei Virus und mache Freestyles bei der Kindersendung Zambo im Fernsehen, ich erhalte viele Anfragen aus der Kleinkunstszene oder von Firmen. Ich bin also zum Entertainer geworden. Ein musikalischer Entertainer. Das unterscheidet meine Shows von normalen Rap-Shows.

    Das Album „The Message Is the Media“ von Orlando Menthol erscheint am 26. November 2010!


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