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  • The Bianca Story gewinnen den Basler Pop-Preis

    Von    |   18. November 2010   |   46 Kommentare

    Wir lagen mit unserer Prognose falsch und sind so gar nicht traurig. The Bianca Story gewinnen verdientermassen das Basler Pop Preis.

    Am 25. Oktober hatten wir vorausgesagt: „Gewinnen wird Anna Aaron, gewinnen müssten The Bianca Story.“ Die Singer/Songwriterin muss trotz der zweiten Nominierung im zweiten Jahr weiter auf die Auszeichnung warten, die Jury hat gestern Abend die von uns geforderten The Bianca Story mit dem Basler Pop Preis ausgezeichnet und damit um 15’000 Franken reicher gemacht.

    TBS sind damit Nachfolger von Navel, die letztes Jahr den ersten Basler Pop-Preis gewonnen hatten. Im öffentlichen Voting gingen Brandhärd als klare Sieger hervor, sie beerben damit die Lovebugs als offizielle Publikumslieblinge.

    Der Preis kommt für The Bianca Story genau zur richtigen Zeit. Das neue Album ist im Kasten, jetzt gilt es, zum nationalen und internationalen Höhenflug anzusetzen.

    Eine erste audiovisuelle Ankündigung:

    YouTube Direktlink

    46 Reaktionen

    1. #1 marygold

      11:27 Uhr, 18.11.2010, Link

      sehr schön

    2. #2 kurt

      14:15 Uhr, 18.11.2010, Link

      absolut verdient. warte gespannt aufs neue album

    3. #3 Romina

      19:08 Uhr, 18.11.2010, Link

      Man mag denken was man will über sie, aber ich freu mich rieesig auf die neuen Songs! Züüri Openair war groooosss!

    4. #4 Patrik

      00:27 Uhr, 19.11.2010, Link

      @Romina: An welchem Züüri Openair haben sie denn gespielt? Habe ich da was verpasst?

    5. #5 kleineundgrosse

      13:06 Uhr, 19.11.2010, Link

      ich freu mich für sie bin ja mal gespannt auf den stern der da kommen mag

    6. #6 Nora

      20:20 Uhr, 19.11.2010, Link

      Hat 78s eigentlich ein bezahltes Vertragsverhältnis mit The Bianca Story, dass ihr über jede Kleinigkeit dieser PR-Kunst-Band berichtet? Wie wärs einmal mit der Berücksichtigung anderer Bands? Peinlich, dieser einseitige Amateurjournalismus.

    7. #7 Dale C.

      21:06 Uhr, 19.11.2010, Link

      machen eigentlich die banca story heinis die 78s homepage?

    8. #8 jens

      01:58 Uhr, 20.11.2010, Link

      @ Nora und Dale C.: der letzte TbS bericht scheint über 12 monate her. anyway –
      ihr seit wohl selbst musiker oder kennt ein paar erfolglose kumpels die im indie sumpf sitzen
      und auch der beste journalist der welt keine zeile zustande bringt.

      der pop preis ist die wichtigste auszeichnung in der region basel – wenn eure bands gewonnen
      hätten, wäre jetzt ein anderer name in diesem bericht. schätze ich das falsch ein, david?

      dieses ewige gejammer bringt euch keinen schritt weiter!

    9. #9 Nora

      12:18 Uhr, 20.11.2010, Link

      @dale c.: das könnte sein.

    10. #10 David Bauer

      12:45 Uhr, 20.11.2010, Link

      Jetzt, da unsere Investigativkommentatoren es aufgedeckt haben, geben wir es gerne zu. 78s und The Bianca Story haben sich vor einem Jahr zu einem bisher einzigartigen Experiment entschieden. Seitdem schreiben die Leute von The Bianca Story die Artikel auf 78s und wir von 78s schreiben die Songs für The Bianca Story. Wir finden die Musik, die wir für The Bianca Story schreiben, sackstark. Umgekehrt könnten die vier Herren und eine Dame von The Bianca Story noch ein bisschen besser werden, ihre Artikel auf 78s sind nämlich bestensfalls Mittelmass.

      So, schönes Wochenende euch allen.

    11. #11 Flora

      12:51 Uhr, 20.11.2010, Link

      Flora an Nora: Schick mir doch 3, 4 links von Schweizer Bands, die aus Deiner Sicht immer zu kurz kommen und
      starke songs, eine krasse live performance haben und auch regelmässig neues material produzieren.
      Wenn die spannender sind als The Bianca Story – möchte ich die kennen. Wir suchen derzeit
      neue Künstler für diverse Projekte.

    12. #12 Nora

      15:08 Uhr, 20.11.2010, Link

      vielen dank herr bauer,

      falls die indie-öffentlichkeit dies nicht erfahren sollte (immerhin könnten tausende von tbs-fans enttäuscht werden), dürften sie ihren kommentar gerne wieder löschen – ich könnte die information auch für mich behalten. die wahrheit ist nicht immer nett.

      auch ein tolles indie-wochenende wünscht,
      die investigativkommentatorenfraktion

    13. #13 el pablo

      16:44 Uhr, 20.11.2010, Link

      ist halt die schweizer art von förerung, überall mal etwas geld rein buttern. es gibt zig arten sich irgendwo einen werkbeitrag zu holen. aber wird so der output besser? finde einen pop preis über solch einen betrag etwas komisch und unsympatisch. aber wir sind halt ein kultur-luxus land. zb sieht man wohl in kaum einem land soviele bands, die sich musikalisch noch im niemandsland bewegen, aber schon ausgerüstet sind fürs hallenstadion.
      und nein, überhaupt kein neid im spiel. soll es sie ihrem rockstar traum etwas näher bringen.

    14. #14 Johannes

      17:57 Uhr, 20.11.2010, Link

      Die Musik von The Bianca Story ist nunmal eine Klasse für sich, da kann sich die Indie-Polizei die Finger wund nörgeln wie sie will. Zu denken gibt mir der Basler Pop-Preis aus einem andern Grund: Warum schaffen es die Basler nicht, aus einer Preis-Verleihung eine Preis-Verleihung zu machen, hm? Die Veranstaltung hatte den Charme einer Beerdigung und die Dramaturgie eines bunten Abends auf der Abschlussreise eines Progymnasiums.

    15. #15 Flora

      18:11 Uhr, 20.11.2010, Link

      @ el pablo: du scheinst die 70er und 80er Jahre verpasst zu haben. Zu dieser Zeit haben die Labels
      100’000de von Dollar in alle möglichen Künstler gebuttert (auch in Bands von denen du zuhause ein Album hast). Heute gehen die Labels konkurs und haben kein Budget mehr für Produktionen bei jungen Bands.
      Wie viele Alben hast du denn in diesem Monat schon gekauft, honey?
      5, 10 oder mehr? Wenn ja, bist Du eine sehr grosse Ausnahme. Heute produzieren Bands genau mit solchen Gelder
      ihre Musik – und das sehr bescheiden.

      Wenn Du das Gefühl hast 15’000 sei viel Geld, stimmt das zwar – aber ein V.Ö. verschlingt wesentlich mehr Mittel.
      Schweizer Bands haben ironischerweise oft sehr kleine Budgets, da der Markt auch super klein.

    16. #16 Flora

      18:18 Uhr, 20.11.2010, Link

      @ Johannes: Da hast Du recht. Basel war in dieser Beziehung noch nie zu vergleichen mit Zürich und Zürich noch nie mit Los Angeles.

      Es scheitert an der basler Mentalität und an der Szene selbst. So ein Event ist ein Spiegel der Szene ;)
      Die Förderung selbst ist dafür besser also in vielen anderen Kantonen.

    17. #17 Nora

      18:30 Uhr, 20.11.2010, Link

      „zb sieht man wohl in kaum einem land soviele bands, die sich musikalisch noch im niemandsland bewegen, aber schon ausgerüstet sind fürs hallenstadion“ – danke el pablo.

    18. #18 David Bauer

      18:54 Uhr, 20.11.2010, Link

      Wir sich hier darüber beklagt, dass eine junge Band mit grossem Potenzial Fördergelder erhält, soll mir doch bitte mal erklären, wo das Geld besser eingesetzt wäre.

    19. #19 Johannes

      20:09 Uhr, 20.11.2010, Link

      @David: Ich beklage mich zwar nicht, eine Idee aber habe ich trotzdem: Mit dem Preis um 5’000 runter und es dafür anständig krachen lassen bei der Verleihung. Gute Events wirken auch fördernd auf eine Szene. KULTUR-Stadt und Understatement-Neurose hin oder her.

    20. #20 Sepp Trütsch

      22:17 Uhr, 20.11.2010, Link

      haha, behindertste idee des jahres! ja, lieber für die bands nur 5’000 abdrücken, dafür einen nächsten cervelat-anlass à la Swiss Music Awards. das nützt der musikszene qualitativ ungemein. könnte man gradsogut das budget der SMA um 100’000 kürzen und diese dafür dem DJ Antoine zusätzlich in seinen hochglanz-arsch schieben…

    21. #21 JV

      22:38 Uhr, 20.11.2010, Link

      hoffen wir mal, dass das kein schlechtes Omen ist… – seihe Navel…

    22. #22 Johannes

      23:25 Uhr, 20.11.2010, Link

      Sepp Trütsch ist ein Idiot.

    23. #23 Silvan Gertsch

      13:38 Uhr, 21.11.2010, Link

      @Johannes: Mit 5000.- zusätzlich kannst du es bei einer Preisverleihung aber gleich mächtig krachen lassen…

    24. #24 Nora

      13:42 Uhr, 21.11.2010, Link

      meine ehrliche meinung dazu ist: sämtliche kulturgelder streichen. das mag auf den ersten blick krass ertönen. doch dann bleiben nur diejenigen künstler dran, die es aus leidenschaft machen, denen es egal ist, für ihr material und ihre produktionen grosse beträge aus eigener tasche zu finanzieren. und die anderen, die es nur aus momentaner coolness oder um mal auf der bühne stehen zu können machen, hören dann nämlich auf und gehen nach einer weile ihren „normalen“ jobs nach. sie können sich dann mal mit 50 als cool ausgeben und sagen: „früher spielte ich auch mal in einer band“. doch sind wir ehrlich: in der schweiz, einem land mit den höchsten löhnen, sollte es für jeden künstler möglich sein, selbständig an geld zu kommen, um das hobby zu professionalisieren. zum beispiel mit einem teilzeitjob, der genug freiraum lässt für die musik. deswegen, also aus selektionsgründen, befürworte ich die kulturförderung nicht. denn sie landet zu oft am falschen ort. die leidenschaft braucht keine unterstützung – so ist es nunmal.

    25. #25 el pablo

      14:32 Uhr, 21.11.2010, Link

      @Flora
      als wäre das problem der ch bands das budget. so ein riesen quatsch.
      ich sehe hier anfänger mit top equipment, bands die für ihre indie gigs 1000.- und mehr bekommen (schon mal im ausland gespielt?) und bands die mit den produzenten von den strokes oder mando diao aufnehmen (als würde das was bringen.. namedropping, mehr nicht)
      fang mal irgendwo in den usa oder brasilien mit einer band an. da weht dir ein anderer wind entgegen.
      70er und 80er? wir haben 2010. die zeit teurer studio produktionen ist sowieso vorbei, heute lässt sich mit wenig budget im homestudio was fabelhaftes machen. da gibts viele beispiele. und ein homestudio hat doch jede zweite ch band. wir haben eben die kohle. oder wie nora sagt, mit einem nebenjob geht das, wenn man wirklich will.
      und ja, die schweiz ist ein sehr kleiner markt. genau deshalb ist es unsinn mit fördergeldern das angebot grösser als die nachfrage zu machen.
      gute musik hat heute weniger denn je mit budget zu tun. sondern mit leidenschaft, guten ideen und eigenständigkeit. herzblut und nicht finazielle sicherheit.
      eine veröffentlichung verschlingt wesentlich mehr als 15’000? arbeitest du bei gadget? oder beim bund? mtv? totaler unsinn.
      Nora’s ansatz ist krass, aber er hat was. noch einigermassen sinnvoll finde ich unterstützung für touren im ausland oder ähnliches. aber ich denke alles streichen würde der ch szene schlussendlich sogar gut tun.

    26. #26 Michael

      15:40 Uhr, 21.11.2010, Link

      Natürlich ist es heute möglich, mit wenig finanziellen Mitteln tolle Aufnahmen zu machen. Aber hohe Löhne mit Musikmachen in Verbindung zu bringen, kann ja nicht ernsthaft erklären, warum man sich in der CH mit Musik so schwer tut. Und: muss man denn Leidenschaft überhaupt immer „professionalisieren“?

      Ein immer wieder witziges Argument finde ich, dass der CH-Markt zu klein sei. Dann frage ich mich, wie die das denn in Island, Belgien oder Schweden machen? Letztere haben übrigens staatliche Musikförderprogramme, von denen auch Bands wie Mando Diao profitierten. Kulturluxusland Schweiz? Der Hund liegt anderswo begraben und hat nichts mit 15’000 CHF zu tun.

    27. #27 David Bauer

      16:53 Uhr, 21.11.2010, Link

      Ach, hört mir auf mit diesem Indie-Kitsch vom ausgehungerten Künstler, der die ehrlichste Musik macht. Ich sehe keinen Grund, warum man jene Künstler, die Potenzial haben und sich den Arsch aufreissen für die Musik, nicht mit Fördergeldern unterstützen sollte. Der Fall von The Bianca Story zeigt gerade exemplarisch: Hier wurde eine Band belohnt, die schon extrem viel in Eigenregie auf die Beine gestellt hat, nicht fünf Dahergelaufene Möchtegerns, die mal kurz ein paar Instrumente in die Hand genommen haben.

      Natürlich haben wir in der Schweiz hohe Löhne. Aber jene Musiker, bei denen Fördergelder am meisten bewirken, sind in der Regel noch in der Lehre oder im Studium, da ist nicht viel mit hohen Löhnen. Vor allem nicht, wenn man neben dem Studium ein so zeitraubendes Hobby wie Musik hat. Ist ist eine unqualifizierte Unterstellung, wenn man davon ausgeht, dass es Musikern in der Schweiz ohnehin zu gut geht und sie keine Fördergelder verdient hätten.

      Also bitte, kommt mal von eurem hohen Ross herunter und sagt uns mal, wer ihr seid und was ihr so macht, dass ich euch solche Urteile anmasst.

    28. #28 Johannes

      18:09 Uhr, 21.11.2010, Link

      @Silvan Gertsch: 1000.- in eine Moderation, die nicht das erste mal vor Publikum in ein Mikro spricht, 1000.- in ein paar nette Jingles (vielleicht auch live), sich dank 1000.- etwas mehr Zeit für die Video-Einspieler nehmen (können), die restlichen 2000.- in die Deko stecken und fertig ist das «Pimp my Basler Pop-Preis»-Packet. Aber natürlich kann man auch an einem schwarzen Vorhang mit nichts dahinter seinen Spass haben.

      @David Bauer: Word.

    29. #29 el pablo

      19:12 Uhr, 21.11.2010, Link

      lieber David: eine, wie ich finde berechtigte, diskussion mit „indie-ktisch vom ausgehungerten künstler“ abzutun finde ich etwas daneben. wenn ihr hier keine diskussionen (ob anonym oder nicht) wollt, dann streicht das tool.
      ich habe weder bianca story kritisiert (die machen was), noch gesagt, dass nur der von geld losgelöste künstler was echtes/gutes zu stande bringt. das ist genau so unsinn.
      ich wehre mich ganz einfach dagegen, dass das viel diskutierte problem von ch bands – nämlich eine relevanz über die grenzen hinaus zu erreichen – irgendwas mit dem budget zu tun hat.
      was sollen die von euch so lobgepreisten fördergelder in einem land, in dem garantiert jeder (auch die armen studenten) das geld für eine produktion im angemessenen rahmen zusammen bringt? (und das sind wohl erst mal eher 1/4 bis 1/5 von 15’000).
      ich schaue mir die werkbeiträge meiner stadt an und sehe, dass da jede kappelle mindestens mal eben 2’000 abgedrückt kriegt (ist wirklich easy, glaub mir). aber spannende musik kann man eben nicht mit geld kaufen.
      nein, der hund liegt doch wirklich anderswo begraben.

    30. #30 Johannes

      19:21 Uhr, 21.11.2010, Link

      @el pablo: Welcher Hund?

    31. #31 Jan Krattiger

      19:49 Uhr, 21.11.2010, Link

      @el pablo:
      In der Schweiz geht es den Bands grundsätzlich gut, da stimme ich dir zu. Gagen, Verpflegung, Unterkunft und Infrastruktur der Clubs sind in den meisten Fällen sehr gut, im Vergleich zum Ausland sowieso.

      Aufnahmen sind nicht mehr so teuer, sollen sie aber international konkurrenzfähig sein, musst du schon ein bisschen was in die Hand nehmen. ( Grob gerechnet: ca. 500-800 Fr./Tag fürs Studio, danach mischen und mastern, etc.).

      Dass die „Relevanz über die Grenzen hinaus“, die du ansprichst, aber sehr wohl – oder gerade eben – sehr viel mit Geld zu tun hat, weiss jeder, der mal im Ausland gespielt hat: Kleine oder gar keine Gagen, weite Strecken zu fahren (Mietbus plus Benzin, i.d.R. der teuerste Posten), Übernachtungen, etc. Und dann sollte ja irgendwie noch für die Konzerte Werbung gemacht werden, damit auch Publikum da ist…Da kommen schnell mal ein paar Tausend Fränkli zusammen, die man nicht automatisch auf der hohen Kante hat, nur weil man Schweizer/in ist…
      Man kann als Band froh sein, wenn man für so eine Tour nicht noch draufzahlen muss, ohne Fördergelder würde es wohl kaum eine überhaupt über die Grenze schaffen. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist schwierig zu beurteilen. Eine Tatsache ist es allemal.

    32. #32 Michael

      20:04 Uhr, 21.11.2010, Link

      @Johannes
      Der Hund liegt meiner Meinung nach da begraben, wo der kulturelle Rahmen anfängt, in dem man Musik macht. Vielleicht hat Musik in der Schweiz einfach auch nicht den Stellenwert wie in anderen Ländern? Who knows.
      @David
      Willkommen im Web2.0. Ansonsten sehen wirs ja ähnlich. Abgesehen vom hohen Ross. Das lassen wir doch lieber alle im Stall.

    33. #33 Dale C.

      18:57 Uhr, 22.11.2010, Link

      danke nora, el pablo und sepp trütsch. es gibt doch noch leute mit durchblick in der kleinkarierten indiewelt.

    34. #34 ra

      20:22 Uhr, 22.11.2010, Link

      natürlich kann man solche preise ein bisschen bieder und peinlich finden und die schweizer popszene brav, pummelig und verpennt, ausserdem es gibt viele gründe, bianca story nicht zu mögen – passiert mir alles auch – daraus aber abzuleiten, die streichung aller kulturförderung würde *irgendetwas* gutes bewirken, ist nicht auszuhalten. wollt ihr „den markt spielen lassen“? danke, neoliberales brainwashing.

    35. #35 JV

      22:08 Uhr, 22.11.2010, Link

      Irgednwo hab ich kürzlich Zahlen bzgl. Verteilung gesehen… – kann es aber leider nicht zitieren. (Bonaparte und Sophie Hunger waren grosse Bezüger…)

      Man sollte nicht vergessen: Ein Preis ist nicht nur primär „Geld“, sondern eine Auszeichunung für bisher Geleistetes. Sprich: Man wird irgendwie auch für den bisherigen Input belohnt. Zudem ist dies dann für „Aussenstehende“ ein Signal im Sinne: „Aha, diese Band hat sich schonmal gegen Konkurrenz durchgesetzt…“ – Also auch sehr wertvoll, gerade hin zum Ausland. (Wer nimmt eine völlig unbekannte Band von z.B. Schweden nicht ernster, die da z.b. einen Nationalen Forderpreis gewonnen hat?)
      Solche Aspekte sind, mal ganz abgesehen von der monetären Seite und dem abgedroschenen „Freier Markt“-Gelaber, genau so wichtig.
      Ein paar Links:
      -> v.a. S.30ff http://www.prohelvetia.ch/fileadmin/user_upload/customers/prohelvetia/Publikationen/Passagen/pdf/de/Passagen_Nr_47.pdf
      -> http://www.presseportal.ch/de/pm/100009795/100600633/migros_genossenschafts_bund_direktion_kultur_und_soziales
      -> http://www.swiss-music-news.ch/news/news790_Studie_Musikfoerderung.pdf

    36. #36 Gregor

      00:44 Uhr, 23.11.2010, Link

      @ JV: genau, sophie hunger ist bestimmt zufällig über nacht gross geworden, weil sie so cool & indie ist – ich glaub daran :)
      ihr label gentlemen records ist alleine mit ca. 100’000 gefördert worden. sophie hunger zusätzlich mit richtig viel kohle gestopft. das ist auch gut so.
      tut mir leid ihr lieben indie fans, da ist richtig viel geld im spiel, sonst wäre sophie auch im indie sumpf und ohne promo budget.

    37. #37 Scheff

      02:13 Uhr, 24.11.2010, Link

      Ich bin immer wieder erstaunt, wie hartnäckig sich der Mythos hält, dass wahres Talent alleine genüge, um als Künstler den Durchbruch im Musikbiz zu schaffen. In all den Jahren, in denen ich in dieser Branche gearbeitet habe, habe ich keinen einzigen derartigen Fall erlebt. Talent war vielmehr der Grund dafür, dass jemand bereit war, Geld in einen Künstler, eine Band oder ein Projekt zu investieren. Der Durchbruch kam jeweils erst, als das eingesetzte Geld seine Wirkung entfaltet hatte.

      Noch eine Bemerkung zur Musikförderung: Die wahren Probleme hierzulande liegen im Föderalismus, der dazu führt, dass eine Gesamtstrategie fehlt und jede Gemeinde und jede Stiftung ihr eigenes Subventionssüppchen kocht. Und noch ein grosser Unterschied zum Ausland ist auffallend: Wenn wir in der Schweiz von Musikförderung reden, meinen wir Kulturförderung. Im Gegensatz dazu sehen beispielsweise die Flamen, Dänen oder Schweden Musik auch als Wirtschaftsfaktor. Musikförderung ist dort in erster Linie eine Massnahme zur Ankurbelung der Exportwirtschaft. Es stehen dementsprechend mehr Mittel zur Verfügung und die getroffenen Massnahmen sind zielgerichteter und griffiger. Insbesondere wird viel Wert auf Networking und B2B-Kontakte gelegt. Es ist deshalb kein Zufall, dass gerade aus diesen Ländern immer wieder Künstler und Bands den internationalen Durchbruch schaffen.

    38. #38 Geografiestudent

      10:56 Uhr, 24.11.2010, Link

      Word!

    39. #39 Johannes

      12:56 Uhr, 25.11.2010, Link

      Scheff macht seinem Namen alle Ehre.

    40. #40 David Bauer

      14:40 Uhr, 25.11.2010, Link

      Man könnte jetzt einwerfen, dass sich der Scheff halt auch professionell mit den Dingen beschäftigt, von denen er spricht. Das hilft manchmal bei der Bildung eines Urteils.

    41. #41 wicki u.d.s.m

      22:34 Uhr, 25.11.2010, Link

      scheff ist meine persönliche promo schlampe und die ist gut :)

    42. #42 Ives

      16:00 Uhr, 27.11.2010, Link

      Und wieviel kostet so eine Promoschlampe?

    43. #43 wicki u.d.s.m

      17:44 Uhr, 27.11.2010, Link

      @ yves: clicke einfach auf „Scheff“ dann bist Du an der richtigen adresse für promo in der CH. der preis hängt von deiner kampagne ab..
      oft verbraten bands ihr bescheidenes budget leider komplett im studio. das ist nicht clever, ausser jemand möchte
      ein album produzieren nur fürs eigene wohnzimmer.

    44. #44 Scheff

      20:20 Uhr, 28.11.2010, Link

      @Ives: Die Frage müsste wohl besser lauten: Was kann die Promoschlampe für mich und meine Band machen?
      Schick uns doch einfach mal aktuelles Hörmaterial und weitere Infos per Post oder per E-Mail an info[at]lautstark.ch. Wir hören und schauen uns alles genau an und melden uns bei dir. Kostenlos selbstverständlich.

    45. #45 CH

      16:07 Uhr, 4.12.2010, Link

      hätte lieber gute songs auf eurer seite entdeckt, als eine lange rede über pop preise:
      http://www.youtube.com/watch?v=zy5e1scaIjM

    46. #46 David Bauer

      16:54 Uhr, 4.12.2010, Link

      @CH
      Vielleicht vergleichst du mal das Veröffentlichungsdatum des Videos mit jenem des Artikels. Aber ja: Den Song und das Video finden wir auch gross.

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