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  • Coverart: Uriah Heep – Salisbury (offensiv)

    Von    |   12. Oktober 2010   |   3 Kommentare

    Uriah Heep kleiden ihr zweites Album in ein Cover, das zum facettenreichen Sound der Platte passt wie die Panzerfaust aufs Auge.

    If this group makes it, I’ll commit suicide„: Nicht gerade das Statement, mit dem man das eigene Debüt im Rolling Stone angepriesen sehen möchte. Doch Uriah Heep lassen sich nicht beirren. 1971 veröffentlichen die Briten ihr zweites Album und liefern mit „Salisbury“ ein erstaunlich experimentierfreudiges Werk ab, das spielend Heavy Metal, Prog Rock, Folk und Jazz in einem Guss vereint. Doch damals wie heute findet die Platte nicht das Publikum, das ihr gebührt, und einzig die akustische Ballade „Lady In Black“ kann sich durchsetzen.

    Dabei wäre allein schon der 16-minütige Titeltrack „Salisbury“ Gold wert. Ein 24-köpfiges Orchester umgarnt mit Streichern und Trompeten David Byrons Falsett-Gesang während Mick Box‘ Freak-out-Gitarre und Ken Hensleys fettes Orgelspiel die Lautsprecher in Ehrfurcht erbeben lassen. Da schwingt cinematische Opulenz mit, Flower Power-Psychedelic und zuweilen auch die Zerstreutheit von Free Jazz.

    Aber herrje, der Blick auf die Plattenhülle offenbart Grausliges. In bester Erstklässler-Manier beschriftet kommt „Salisbury“ gut getarnt mit einem Cover daher, das den Betrachter tief in die Röhre gucken lässt. Aus orangenem Nebel steuert ein voll besetzter Chieftain der britischen Armee direkt auf den Musikfreund zu und obwohl auf die Idee mit dem Panzer schon andere gekommen sind, will das Sujet so gar nicht zum vielseitigen Sound der Platte passen.

    Auf das Cover angesprochen begründet Gitarrist Mick Box die Wahl des Motivs in einem Interview mit einer famosen Assoziationskette: Uriah Heep hätten ihr zweites Album „Salisbury“ getauft, um sich bei Fans aus besagter Ortschaft zu bedanken, die der Band zuvor bei Querelen mit dem lokalen Konzertveranstalter zur Seite gestanden haben. Das Umland von Salisbury beheimatet den grössten militärischen Truppenübungsplatz in Grossbritannien und so war die Brücke von „Salisbury“ zum martialischen Covermotiv in der Logik der Band schnell geschlagen: „[Salisbury] just happens to be an army town so by using the name of the town (…) as the title the tank was an obvious choice.“

    Uriah Heep – Bird Of Prey

    Künstler: Uriah Heep
    Album: Salisbury
    Label: Vertigo
    Jahr: 1971
    Design by: Bloomsbury Group
    Photography by: Central Office of Information

    Der Vietnam-Krieg und die bittere Berühmtheit, die „Agent Orange“ dabei erlangte, veranlasste die US-Plattenfirma der Heeps dazu, „Salisbury“ in den Staaten mit einem alternativen Cover herauszubringen. So mussten die Amerikaner mit der Abbildung eines Mensch/Frosch/Alien-Mutanten vorliebnehmen, die dem Sound der Platte ebenso wenig gerecht wird wie das Royal Tank Regiment.

    In der Serie Coverart stellen wir jeden Montag ein Plattencover vor, das besonders sehenswert ist.

    > Alle Cover im Archiv

    3 Reaktionen

    1. #1 LINDER

      15:14 Uhr, 12.10.2010, Link

      Uriah Heep haben mit Bird Of Prey einen Song geschaffen, welcher dann 2 Jahre später von Sweet mit Ballroom Blitz auf Radio Airplay mutiert worden ist, weniger Progrock, mehr 3 1/2 Minuten Charttauglichkeit, written by chinn/chapman.

    2. #2 htmlrulezd00d

      22:24 Uhr, 12.10.2010, Link

      gay

    3. #3 Otto

      13:40 Uhr, 28.10.2011, Link

      URIAH HEEP (UK) spielen am Sonntag, 29.04.2012 in der Kulturfabrik Kofmehl Solothurn. Infos: kofmehl.net

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